Semur-En-Auxois wurde in einer Flussschleife der Armançon auf einem bemerkenswerten abgeriegelten Felssporn errichtet. Das Site Patrimonial Remarquable verbindet die mittelalterlich geprägte Bebauung mit der Landschaft des Felssporns. Für einen Aufenthalt lassen sich damit Baugeschichte und Spaziergänge als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.
Stadttor und Collégiale: Baugeschichte über mehrere Jahrhunderte
Die Porte Guillier ist ein Stadttor aus dem 14. Jahrhundert und wurde am 7. Dezember 1923 als historisches Denkmal klassifiziert. Bei der Collégiale Notre-Dame begann der Bau in den 1220er-Jahren mit der Apsis; abgeschlossen wurde er in den 1470er-Jahren mit den flamboyanten Dekorationen des Portals. Die Zeitspannen geben zwei verschiedene Blickwinkel auf die Stadt: Die Porte steht für ein Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert, während sich die Baugeschichte der Collégiale vom 13. bis ins 15. Jahrhundert erstreckt.
Auch das Innere der Collégiale bietet konkrete kulturelle Anknüpfungspunkte. In den Kapellen und im Triforium befinden sich Glasfenster, Ausstattungsstücke und Skulpturen. So stehen bei der Kirche sowohl die lange Baufolge als auch Details der Ausstattung im Mittelpunkt. Wer sich für Architektur interessiert, kann die Entwicklung vom Baubeginn an der Apsis bis zu den Portaldekorationen neben den einzelnen Ausstattungsstücken betrachten.
Sammlungen im Donjon und im Museum
Der Donjon mit der Tour de l'Orle d'Or präsentiert auf vier Ebenen die im Laufe der Zeit zusammengetragenen Sammlungen. Das Musée de Semur-En-Auxois setzt einen anderen Schwerpunkt: Auf drei Ebenen und in acht Sälen zeigt es naturkundliche, geologische und archäologische Sammlungen sowie Werke der bildenden Kunst. Zusätzlich bewahrt das Museum mehr als 10.000 geologische Proben auf.
Zum geologischen Schwerpunkt gehört auch das Sinémurien, eine geologische Schicht, die nach Semur-En-Auxois benannt ist und im Museum vorgestellt wird. Der Ortsname verbindet sich hier direkt mit einer geologischen Bezeichnung. Donjon und Museum bieten damit unterschiedliche Zugänge zu Sammlungen: Beim Donjon steht der über die Zeit zusammengetragene Bestand im Vordergrund, beim Museum eine Gliederung nach verschiedenen Fachgebieten mit einem markanten geologischen Thema.
Spaziergänge nach Strecke und Umgebung wählen
Der Parcours « Regards d’artistes » bietet zwei Rundwege: einen etwa drei Kilometer langen Weg entlang der Mäanderschleife der Armançon und einen einen Kilometer langen Weg durch die gepflasterten Gassen des Stadtzentrums. Die beiden Runden unterscheiden sich sowohl in der angegebenen Länge als auch in ihrem Verlauf: Die längere führt an der Flussschleife entlang, die kürzere durch die Gassen im Zentrum.
Bei den Chaumes liegt der Akzent auf einem ausgeschilderten Wegenetz, das um die Stadt herumführt, Aussichtspunkte bietet und vielfältige Spaziergänge von einer Chaume zur nächsten ermöglicht. Damit ergänzen unterschiedliche Wegformen die Kulturthemen des Ortes: Beim Parcours « Regards d’artistes » sind zwei Rundwege mit ungefähren Distanzen benannt; bei den Chaumes stehen Aussichtspunkte und Spaziergänge zwischen den Chaumes im Vordergrund.
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