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Ein 7,64 Kilometer langer Rundwanderweg verbindet in Antully Wald und Teichlandschaft; zugleich erzählen Kreuze, eine Kirche und eine frühere Glasmanufaktur von der Geschichte des Ortes. Wenn Sie ein Reiseziel mit Wandermöglichkeit und Kulturgeschichte auswählen, finden Sie hier zwei unterschiedliche Schwerpunkte, die sich auch unabhängig voneinander betrachten lassen.

Rundweg, Wald und Teiche

Antully liegt auf einem Plateau, das bis auf 579 Meter ansteigt, und gehört zu den Gemeinden, in denen sich der Staatswald Forêt domaniale de Planoise befindet. Die Route „Forêt de Planoise et Étang du Martinet“ führt durch eine Waldlandschaft und nimmt zwei Teiche in den Blick. Sie ist als leichter Rundwanderweg ausgewiesen und beginnt und endet am Parkplatz am Étang du Martinet.

Auf dem Weg verläuft die Strecke zunächst am Ufer des Étang du Martinet entlang, dann über dessen Damm und anschließend zum Réservoir du Haut Rançon. Damit sind Teichufer, Damm und Reservoir konkrete Orientierungspunkte der Runde. Die Länge von 7,64 Kilometern und die Einstufung als leicht geben eine klare Grundlage, um diese Wanderung mit den eigenen Plänen abzugleichen.

Auf dem Wanderweg gibt es kein Trinkwasser; festes Schuhwerk und eine Wasserreserve werden empfohlen. Planen Sie den eigenen Wasservorrat daher vor dem Start ein. Für Antully stehen GPX- und KML-Tracks zum Herunterladen bereit. Die Routenbeschreibung nennt während der Jagdsaison von September bis Februar montags und donnerstags als Jagdtage. Prüfen Sie vor dem Start die örtlichen Hinweise.

Kreuze, Kirche und Ortsgeschichte

Der mehrere Kilometer lange Kreuzweg von Antully eignet sich für einen Entdeckungsspaziergang. Davon getrennt erzählen mindestens neun Kreuze im Dorf und in den Weilern von der religiösen Geschichte des Ortes: Einwohner errichteten sie über mehrere Jahrhunderte hinweg als Ausdruck ihres Glaubens. Zusammen mit der Église Saint-Benoît, deren mittelalterlicher Chor zum religiösen Erbe Antullys gehört, ergeben sich mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Blick auf die lokale Sakralgeschichte.

Eine weitere historische Spur führt zur Verrerie de Prodhun. Die 1730 gegründete Waldglasmanufaktur befand sich in den Wäldern der Gemeinde Antully am Standort einer ehemaligen Scheune der Abtei Maizières. Sie stellte hauptsächlich Fensterglas her; daneben gilt die Herstellung von gewöhnlichem geblasenem Glas als wahrscheinlich. Die Glasmanufaktur ist nicht mehr in Betrieb. Ihre Geschichte ergänzt die Wanderperspektive um ein früheres Handwerk, das an einem Standort im Wald ausgeübt wurde.

Auch die mittelalterliche Grange de Prodhun steht mit der Abtei Maizières in Verbindung: Heute wird sie Ferme de la Chapelle genannt; historisch war sie von der Abtei abhängig und lag in der Gemeinde Saint-Loup-de-la-Salle. Für das Gebiet von Prodhun sind 1726 insgesamt 600 Hektar Wald und drei Teiche genannt: La Noue, Le Maupas und La Fallourde. Diese Angaben geben der Ortsgeschichte einen eigenen zeitlichen Maßstab neben der Gründung der Glasmanufaktur im Jahr 1730.

Die Wanderrunde und der Kreuzweg bieten unterschiedliche Arten, Antully zu entdecken: Die Runde hat eine konkrete Länge und ausgewiesene Schwierigkeit, während der Kreuzweg als mehrere Kilometer langer Entdeckungsspaziergang beschrieben ist. Wer sich vor allem für Kulturerbe interessiert, kann außerdem die Kreuze, den mittelalterlichen Chor der Kirche und die Geschichte der Glasmanufaktur als eigene Themen des Ortes in den Blick nehmen.

Weitere Reiseziele entdecken: Gergy, La Tagnière, Uxeau, La Guiche, Saint-Loup-Géanges, Étrigny, Saint-Bonnet-De-Joux, Frangy-en-Bresse

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Saône-Et-Loire.

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