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Eine markante Besonderheit Igornays ist, wie sich seine Kulturgeschichte an konkreten Bauformen ablesen lässt: Am Château treffen mittelalterliche Turmreste auf später gestaltete Wohngebäude, während die Église Saint-Symphorien aus dem 19. Jahrhundert stammt. Hinzu kommen Wald- und Talräume sowie eine historische Römerstraße. Für die Reiseplanung lässt sich so zwischen den Merkmalen Igornays und einem ergänzenden Ausflug nach Cordesse unterscheiden.

Château d’Igornay und Église Saint-Symphorien

Die Überreste des Château d’Igornay sind nördlich der D26 am linken Ufer der Arroux in einer Flussschleife sichtbar. An den nördlichen Türmen sind Reste aus dem 13. und 14. Jahrhundert mit Schießscharten erhalten. Die Wohngebäude wurden im 15. und 16. Jahrhundert mit Kielbogenöffnungen ausgestattet. An diesen Details lassen sich unterschiedliche Bauzeiten unterscheiden: Die Türme bewahren ältere Bauteile, die Öffnungen gehören zu einer späteren Ausstattungsphase. Die Gebäude beherbergen derzeit einen landwirtschaftlichen Betrieb.

Ein anderer Zeitabschnitt prägt die Église Saint-Symphorien: Sie wurde zwischen 1840 und 1844 erbaut und bewahrt religiöse Skulpturen. Damit stehen in Igornay mittelalterliche Baureste und eine Kirche des 19. Jahrhunderts als unterschiedliche kulturgeschichtliche Themen nebeneinander.

Wald, Bachlauf und Granittal

Die nördliche Hälfte Igornays umfasst den Bois du Grand-Bessay. Der hügelige Wald fällt steil zur Arroux und zum engen Tal des Ruisseau de Velleneuve ab. Eine andere Landschaftsform zeigt sich im Bereich der ZNIEFF „Ruisseaux de Villeneuve et du Breuil“: Dort fließt der Ruisseau du Breuil durch ein kleines Granittal, das von Bocage-Weideland umgeben ist.

In ihrem Bereich kommen der Chabot (Cottus gobio) und die Lamproie de Planer (Lampetra planeri) als Arten von europäischem Interesse vor. Für die Auswahl von Naturthemen lassen sich damit Wald, Bachlauf und Weidelandschaft unterscheiden, ohne sie zu einem einzigen Landschaftstyp zusammenzufassen.

Römerstraße, Anfahrt und Ausflug nach Cordesse

Im Südosten begrenzt eine Römerstraße von Autun nach Langres Igornay; heute ist sie ein Feldweg. Wenn Sie diesen Weg in Ihre Planung einbeziehen, prüfen Sie die aktuellen Bedingungen vor Ort. Für die Anfahrt von Autun führt die N81 in Richtung Arnay-le-Duc. Nach Cordesse und dem Bahnübergang der Strecke Autun–Saulieu führt die D26 bis zum Ortskern von Igornay.

Als ergänzender Ausflug in der Umgebung bietet sich das Vélorail du Morvan an. Die Fahrt beginnt am Bahnhof Gare de Cordesse–Igornay in Cordesse und dauert 2 Stunden und 15 Minuten. Sie verläuft auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke, die Autun, Saulieu und Avallon bis 2011 mit Paris verband. Prüfen Sie vorab den Fahrplan. Die Fahrt lässt sich so als eigener Zeitblock neben den kulturgeschichtlichen und landschaftlichen Themen Igornays einordnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Laizy, Bourg-le-Comte, Épinac, Rully, Saint-Léger-Lès-Paray, Sologny, Brandon, Trambly.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Saône-Et-Loire.

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