Zum Inhalt

Montchanin lässt sich über seine Industriegeschichte, den Canal du Centre und Erkundungen zu Fuß oder mit dem Rad entdecken. Für die Wahl des Reiseziels lohnt sich ein Blick auf die unterschiedlichen Schwerpunkte: Kirchen- und Fabrikarchitektur erzählen von der Ortsgeschichte; Wasserwege, Wanderroute und Radabschnitt eröffnen weitere Perspektiven. So können Sie entscheiden, ob bei Ihrer Reise vor allem historische Bauten, eine Naturerkundung oder eine konkrete Strecke im Mittelpunkt stehen soll.

Industriegeschichte und Bauwerke

Montchanin liegt im Herzen eines bedeutenden Kohlebeckens, das von den Houillères de Montchanin zwischen den 1820er-Jahren und 1912 ausgebeutet wurde. Einzelne Bauwerke machen diese Geschichte greifbar. Die Pfarrkirche, die Eglise paroissiale, wurde 1846–1847 von der Société des Houillères de Montchanin errichtet. Als 1854 die Gemeinde Montchanin-les-Mines gegründet wurde, erhielt sie den Status einer Pfarrkirche. Ihr Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes; errichtet wurde sie aus belgischen Ziegeln.

Auch die Fonderie Henri-Paul steht für Montchanins Industriegeschichte. Ihr Bau begann im Juni 1918 durch die Etablissements Schneider du Creusot; der erste Guss erfolgte am 19. Juni 1920. Die Gebäudeteile unterscheiden sich in ihrer Anlage: Die Gießerei für Gusseisen umfasst fünf Hallenschiffe, die Bronzegießerei sowie das Lager- und Umkleidegebäude jeweils drei. Diese Details bieten einen konkreten Blick auf die bauliche Gliederung der Gießerei.

Zur Kulturgeschichte gehört außerdem das Cinéma Les Variétés. Es wurde 1921 erbaut und am 24. September desselben Jahres mit 719 Plätzen eröffnet. Im Bahnhofsviertel sind zudem mehrere reich verzierte Häuser sichtbar, die mit der Grande Tuilerie de Bourgogne verbunden sind. Zusammen mit Kirche und Gießerei erweitern sie den Blick auf die Baugeschichte des Ortes, ohne dass alle Stationen denselben historischen Hintergrund haben.

Canal du Centre und Wege

Der Canal du Centre ermöglicht in Montchanin Flusstourismus. Ein Abschnitt mit sieben Schleusen verläuft zwischen Montchanin und Chagny. Einen anderen Blick auf den Wasserbezug bietet die Hafen- und Anlegestelle Bois-Brétoux: Sie umfasst einen Kai, ein Haus und eine Werkstatt sowie einen Altarm, einen Schlepper, ein Boot und einen Kran. So können Sie zwischen einer benannten Schleusenstrecke und den konkreten Bestandteilen einer Hafenanlage unterscheiden.

Für eine Naturerkundung zu Fuß umfasst die Wanderroute in Montchanin das Marais du Pont des Morands mit einem 1,5 km langen Lehrpfad. Er dient der Erkundung der örtlichen Tier- und Pflanzenwelt. Eine längere Option ist die Wanderroute „Sur les traces d’un passé entre terre et eau (MCH)“: Sie ist als 16 km lange, mittelschwere Tour mit einer Dauer von vier Stunden angegeben. Die angegebenen Zeiten sind heute nicht garantiert. Prüfen Sie vor der Wanderung die aktuellen Wegbedingungen und planen Sie die Dauer entsprechend flexibel ein.

Mit dem Rad führt ein ausgewiesener Abschnitt der EuroVelo 6 von Montchanin nach Saint-Léger-sur-Dheune. Anders als bei den Wanderungen ist dieser Abschnitt durch seine beiden Endpunkte bestimmt. Prüfen Sie auch vor einer Radtour die aktuellen Routenbedingungen. Damit stehen für die Planung unterschiedliche Formen der Bewegung zur Auswahl: ein kurzer Lehrpfad, eine längere mittelschwere Wanderung oder ein ausgewiesener Radabschnitt.

Bahnbezüge für die Anreise

Montchanin wird vom Bahnhof Le Creusot TGV an der Paris-Lyon-Strecke LGV Sud-Est bedient. Der Bahnhof Montchanin liegt an der Bahnstrecke von Nevers nach Chagny. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Verbindungen, damit Ihre Planung auf dem geltenden Fahrplan beruht.

Weitere Reiseziele entdecken: Cluny, Chassigny-Sous-Dun, Matour, Aluze, Cheilly-Lès-Maranges, Saint-Jean-De-Vaux, Étrigny, Champlecy.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Saône-Et-Loire.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.