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Kirchenarchitektur, ein Mosaikfund und eine bezifferte Wanderetappe eröffnen in Maranville unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte und zur Landschaft. So können Sie den Schwerpunkt Ihrer Reise danach setzen, ob Sie Bauformen betrachten, historische Spuren einordnen oder eine konkrete Wanderverbindung planen möchten.

Kirche und Architektur

Die Église Saint-Pierre-Saint-Paul de Maranville stammt aus dem späten 15. Jahrhundert. Ihr Grundriss ist länglich und umfasst ein tonnengewölbtes Schiff aus vier Jochen. Die Seitenschiffe haben zylindrische Pfeiler, der Chor schließt halbrund ab. In der Kirche befindet sich außerdem eine Statue eines Papstes aus dem 16. Jahrhundert, die aus der Abtei Clairvaux stammt. Damit kommen zwei unterschiedliche kulturelle Aspekte zusammen: die Gliederung des Kirchenbaus und die Herkunft der Statue. Wenn Sie sich für Architektur interessieren, sind Schiff, Seitenschiffe und Chor konkrete Anhaltspunkte, an denen sich die Form der Kirche beschreiben lässt.

Handwerk und historische Spuren

Am Ort Château in Maranville liegt die holzverarbeitende Fabrik zur Herstellung von Billardqueues; sie grenzt an einen Arm des Aujon. Die Billardqueue-Fabrik produzierte bereits 1893 und stellte ihre Tätigkeit in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Maranville liegt außerdem am Rand der wichtigen Römerstraße, die Langres mit Reims verband: Die antiken Städtenamen waren Andemantunnum und Durocortorum. In Irceville, einem Weiler der Gemeinde Maranville, wurde 1897 ein 64 Quadratmeter großes Mosaik entdeckt. Es zeigt den Kampf zwischen einem Wildtier und einer Schlange. Für die Ortsgeschichte ergeben sich so verschiedene Anknüpfungspunkte: eine überregionale Verbindung zwischen Langres und Reims, ein konkreter Fundort in Irceville und die Geschichte der Billardqueue-Herstellung am Aujon.

Wandern zwischen Tälern und Ortsgeschichte

Der GR® 703 umfasst eine 18 Kilometer lange vierte Etappe von Colombey-les-Deux-Églises nach Maranville. Sie führt durch die Täler der Renne und des Aujon. Bei Montheries trifft der GR® 703 auf den Rundweg Les Lavoirs und folgt ihm bis nach Maranville; auf diesem Abschnitt verläuft er auf dem PR des Lavoirs. Der Rundweg erreicht Maranville über einen Waldweg vom Bois de Barmont. Im Ort führt er zu einem kleinen Einzelwaschhaus am Brozé und steigt anschließend zu den örtlichen Wäldern hinauf. Zum Weg gehört auch ein Blick auf das Aujon-Tal. Für Ihre Planung stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: eine 18 Kilometer lange Etappe durch zwei Täler oder ein Rundweg mit Waschhaus, Waldanstieg und Talblick. Routenbeschreibungen können sich ändern; prüfen Sie deshalb vor der Wanderung die aktuellen Wegebedingungen.

Aujon, Angeln und Vogelschutzgebiet

Der Aujon durchquert Maranville. Zu den zugelassenen Angelgewässern bei Maranville gehören 16 Kilometer Ufer des Aujon; die Association de Maranville ist mit dem Angeln am Aujon verbunden. Angelregelungen und Zugangsbedingungen können sich ändern. Prüfen Sie sie daher vor einem Angelausflug. Maranville ist außerdem in das Natura-2000-Vogelschutzgebiet Barrois et forêt de Clairvaux einbezogen. Wenn Ihre Planung in das Schutzgebiet führt, berücksichtigen Sie aktuelle Hinweise zu Gebietsmanagement und Zugang. So lässt sich die konkrete Angeloption am Fluss von der naturbezogenen Einordnung des Vogelschutzgebiets unterscheiden.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haute-Marne.

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