Wer Champagnerkultur und Baugeschichte miteinander verbinden möchte, findet in Épernay mehrere klar unterscheidbare Themen. Die Avenue de Champagne steht seit 2015 auf der UNESCO-Welterbeliste. Unter ihr lagern in Kreidekellern und -galerien etwa 200 Millionen Flaschen. Die ungefähre Menge macht die Kellerlandschaft zu einem markanten Teil der Champagnergeschichte Épernays.
Champagnerkultur und ihre unterschiedlichen Zugänge
Auf der Avenue befindet sich das Musée du vin de Champagne et d’Archéologie régionale. Es erzählt die Geschichte des Gebiets der Champagne von seiner geologischen Entstehung bis zur Gegenwart. Dieser weite zeitliche Rahmen unterscheidet das Museum von den einzelnen Bauwerken, deren Geschichte sich an konkreten Bau- und Denkmaldaten ablesen lässt. Eine andere Perspektive bietet die Maison de Castellane: Sie bietet Besuchern eine Champagnerverkostung und ein Panorama über die umliegenden Weinberge. Die Maison befindet sich in einem als historisches Denkmal eingetragenen Gebäude mit einem 66 Meter hohen Turm. Im Unterschied zum historischen Bogen des Museums stehen hier Verkostung und Weinbergsblick im Vordergrund.
Bauwerke, Daten und Auszeichnungen
Auch Épernays Baugeschichte lässt sich anhand unterschiedlicher Zeitpunkte einordnen. Das Château Perrier ist ein Gebäude des 19. Jahrhunderts und seit 2013 als historisches Denkmal eingestuft. Das Portail Saint-Martin ist ein bedeutendes Werk der Renaissance; 1840 wurde es in die erste französische Liste der historischen Denkmäler aufgenommen. Das Théâtre Gabrielle-Dorziat wurde 1898 im Stil Ludwigs XV. erbaut und ist als historisches Denkmal eingetragen. Die Angaben stehen für verschiedene Zeitbezüge: 1840 bezeichnet die Aufnahme des Portails in die Liste, 1898 das Baujahr des Theaters und 2013 die Einstufung des Château Perrier. Bauzeit und Denkmaldatum sind hier also nicht gleichzusetzen.
Der Park des Hôtel de Ville ergänzt die Bauwerke um eine Gartenanlage. Er ist als „Jardin remarquable“ klassifiziert. Die Bezeichnungen verweisen auf unterschiedliche Arten von Kulturerbe: auf die Avenue als UNESCO-Welterbe, auf einzelne historische Denkmäler und auf einen bemerkenswert klassifizierten Park.
Stadt und Landschaft in die Planung einordnen
In der näheren Umgebung von Épernay liegt der als Naturdenkmal klassifizierte Mont Bernon. Fußwege führen zu hölzernen Aussichtspunkten. Der Rundblick umfasst das Weinbaugebiet mit seinen historischen Hängen, die Côte des Blancs, das Stadtzentrum von Épernay und die Châlons-Ebene. So treffen bei diesem Panorama Stadtansicht, Weinlandschaft und die weitere Ebene zusammen.
Bei der Suche nach einem Hotel in Épernay kann es helfen, zuerst den gewünschten Schwerpunkt festzulegen: Kulturgeschichte und Architektur oder die nahe Landschaft am Mont Bernon. Die Avenue de Champagne lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden; am Mont Bernon führen Fußwege zu hölzernen Aussichtspunkten. Damit unterscheiden sich die Optionen sowohl im Thema als auch in der beschriebenen Art der Erkundung.
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