Reims eröffnet mehrere kulturhistorische Perspektiven: gotische Kunst, Sammlungen zur Geschichte der Stadt und der Region, römisches Erbe und die Geschichte des Champagners. Wenn Sie ein Hotel in Reims suchen, können Sie sich zunächst fragen, welcher dieser Schwerpunkte Ihren Aufenthalt prägen soll. Die Orte setzen unterschiedliche Akzente – von der Architektur der Kathedrale bis zu einem erhaltenen Kartenraum und einem ehemaligen Versandkeller.
Gotische Kunst und die Geschichte der Krönungen
Die Kathedrale Notre-Dame de Reims ist ein Meisterwerk der gotischen Kunst. Der Palais du Tau ergänzt diesen Schwerpunkt um eigene historische Bauteile: Er bewahrt seine Palastkapelle aus dem 13. Jahrhundert und den Festsaal aus dem 15. Jahrhundert. Im Palais befindet sich außerdem das Museum des Werks und des Schatzes der Kathedrale. Zu dessen herausragenden Stücken gehören Objekte, die mit den Krönungen der französischen Könige verbunden sind. Architektur, Sammlung und Krönungsgeschichte treten hier so in Beziehung, ohne dass sie denselben Abschnitt der Geschichte erzählen.
Von der regionalen Geschichte bis zur Renaissance
Das Musée Saint-Remi präsentiert in 17 Sälen bedeutende Sammlungen zur Geschichte von Reims und der Region. Ihr zeitlicher Rahmen reicht von der Vorgeschichte bis zur Renaissance; hinzu kommt ein umfangreicher Bereich zur Militärgeschichte. Im Kapitelsaal begegnet Ihnen ein anderer Maßstab: Er gilt als Meisterwerk der romanischen Kunst und beherbergt rund 30 kleine Skulpturkapitelle, die um 1130 geschaffen wurden. So stehen einer breiten historischen Zeitspanne einzelne, datierbare Kunstwerke gegenüber.
Eine eigenständige künstlerische Geschichte erzählt die Chapelle Notre-Dame-de-la-Paix. Léonard Foujita entwarf und gestaltete sie zwischen 1965 und 1966 vollständig. Seine Gestaltung verbindet japanische Kultur mit Bezügen zur italienischen Renaissance. Auch die Bestatteten gehören zur Geschichte der Kapelle: Foujita und seine Ehefrau Kimiyo sind dort beigesetzt.
Römisches Erbe und Champagnergeschichte
Die Porte de Mars ist ein monumentaler römischer Bogen, errichtet um die Wende vom 2. zum 3. Jahrhundert. Sie gilt als längster Bogen der römischen Welt und misst 6,4 Meter in der Höhe sowie 32,4 Meter in der Länge. Die Angaben machen die Größe des Bauwerks konkret; sein Entstehungszeitraum verankert es zugleich in der römischen Geschichte Reims’.
Zur Champagnergeschichte gehören unterschiedliche Zeugnisse. Der Hügel Saint-Nicaise in Reims ist eines von drei Teilgebieten der UNESCO-Welterbestätte „Hügel, Häuser und Keller der Champagne“. Le Cellier erzählt eine andere Geschichte: Das Gebäude wurde 1898 für das Champagnerhaus Mumm als Versandkeller für zum Versand bereitstehende Flaschen errichtet. Instandgesetzt, beherbergt es seit 2015 kulturelle Aktivitäten. So reicht der Blick von einer Welterbestätte bis zur ursprünglichen Nutzung eines einzelnen Gebäudes und seiner späteren kulturellen Verwendung.
Architektur und Märkte
Auch die Halles du Boulingrin verbinden einen architektonischen Akzent mit Angeboten unterschiedlicher Art. Sie zählen zu den seltenen Beispielen der Reimser Architektur, die mit der Moderne verbunden sind. In den Halles gibt es einen überdachten Markt, einen Biomarkt, einen Büchermarkt und einen Kunsthandwerksmarkt. Diese Auswahl bringt verschiedene Interessen unter einem Dach zusammen: Lebensmittel, Bücher und handwerkliche Arbeiten stehen neben der Baugeschichte der Halles. Welche dieser kulturellen und städtischen Themen für Sie besonders interessant sind, kann die Wahl eines Aufenthalts in Reims mitbestimmen.
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