Hohrod bietet drei thematische Rundwege, Spuren des Ersten Weltkriegs und eine Ferme mit Besichtigungen und Verkostungen. Wenn Sie eine Unterkunft für Ihren Aufenthalt suchen, können Sie zunächst überlegen, ob Sie vor allem wandern, Ortsgeschichte entdecken oder lokale Herstellung kennenlernen möchten. Die Wege, historischen Orte und Handwerksangebote setzen unterschiedliche Akzente.
Wanderwege und Naturlandschaft
Hohrod verfügt über drei thematische Rundwege und ist mit den 400 Kilometern markierter Wanderwege des Münstertals verbunden, darunter die GR5-Variante 531. Der Barrenkopf-Weg führt direkt zum Glasborn und verläuft durch die gemeinschaftlichen Hochweiden des Dorfes. Am Versant du Soleil gibt es Spazier- und Wandermöglichkeiten am Rosskopf. So stehen verschiedene Bezugspunkte für Ausflüge bereit, ohne dass eine bestimmte Route oder ein festes Tagesprogramm vorgegeben ist.
Auch die Natur ist ein prägender Aspekt des Ortes: Die Naturlandschaft von Hohrod ist als Natura-2000-Gebiet eingestuft. Die Wälder können umweltverträgliche Aktivitäten im Freien aufnehmen. Wer den Aufenthalt nach Interessen plant, kann diese Naturbezüge neben den thematischen Rundwegen berücksichtigen.
Spuren des Ersten Weltkriegs und Ortsgeschichte
Der historische Rundweg Hohrodberg–Linge führt an baulichen Zeugnissen des Ersten Weltkriegs vorbei. Dazu gehört ein deutscher Blockhausbau, der als Überrest der ab Sommer 1915 von deutschen Truppen befestigten Frontlinie erhalten ist. Ebenfalls am Rundweg befindet sich ein deutscher Gefechtsstand, der noch in sehr gutem Erhaltungszustand ist.
Das Monument aux morts de la Guerre 1914-18 steht an der Route du Linge in Hohrodberg. Es wurde um 1925 zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg ums Leben gekommenen Soldaten und Zivilpersonen errichtet. Einen anderen Blick auf die Geschichte des Ortes gibt die Überlieferung zur Entstehung von Hohrod und Hohrodberg: Sie wird mit einer frühen Gemeinschaft mutiger Pionierarbeiter verbunden, die als „Hohe Roder“ bezeichnet wurden. Damit stehen Erinnerungsorte und eine lokale Ursprungserzählung nebeneinander.
Hofkäse und Besichtigungen
Die Ferme Versant du Soleil in Hohrod stellt handwerklich hergestellte Hofkäse her, darunter Munster AOP, Barikass und Tomette. Die Produktverfügbarkeit kann variieren. Kommentierte Besichtigungen mit Verkostung werden ganzjährig dienstags und donnerstags um 10 Uhr angeboten; im Juli und August kommt ein Termin am Freitag hinzu. Prüfen Sie den Besichtigungsplan vor Ihrer Reise noch einmal.
Während der Ladenöffnungszeiten ist auch eine Besichtigung auf eigene Faust möglich. Informationstafeln und ein kurzes Video geben dabei Orientierung. Diese Möglichkeit ist an die Ladenöffnungszeiten gebunden; die kommentierten Besichtigungen haben die genannten festen Wochentage und Uhrzeiten.
Handwerk vor Ort
Im Workshop Au Bonheur des Ours werden Einführungen ins Holzdrechseln angeboten. Dabei können Sie einen eigenen Kerzenhalter oder einen Pilz herstellen. Eine Reservierung wird empfohlen; prüfen Sie die Workshopdetails vorab, da sie sich ändern können.
Doris Baerenzung bietet Holzdrechsel-Vorführungen in einem im Erdgeschoss ihres Hauses in Hohrod eingerichteten Arbeitsraum an: montags bis freitags um 9.30 Uhr vormittags. Prüfen Sie diese Zeiten vor der Reise. Auch das traditionelle Gießen von Viehglocken gehört zum örtlichen Handwerk: Ein Bericht vom April 2025 zufolge setzt Daniel Higlister das Handwerk in seiner Werkstatt in Hohrod fort. Dem Bericht zufolge gilt er als letzter Gießer von Viehglocken im Elsass und als einer von nur drei in Frankreich tätigen Glockengießern dieser Art.
Anfahrt
Hohrod ist über die D417 zwischen Münster und Stosswihr erreichbar; dort nehmen Sie die D5 in Richtung Col du Linge. Prüfen Sie die Straßenverhältnisse vor Ort.
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