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Magstatt-le-Bas verbindet eine vielschichtige Baugeschichte mit einer Landschaft aus Bächen und Obstgärten. Saint-Michel ist ein Bezugspunkt für Kirchenkunst und zugleich Ausgangspunkt der lokalen Rundwanderwege. Fachwerkhäuser, der Wanderweg Mulhouse–Leymen durch das Zentrum und eine jährlich stattfindende Tradition ergänzen die möglichen Schwerpunkte. Für Ihren Aufenthalt können Sie so zwischen Architektur- und Dorfgeschichte, Wanderungen und einem Veranstaltungstermin wählen.

Landschaft und Ortsbild

Durch Magstatt-le-Bas fließen zwei Bäche: der Klingenbach am Fuß der Kirche und der Bachgraben am unteren Ortsrand. An jedem Dorfausgang liegen Obstgärten. Eine von Linden gesäumte Straße verbindet Stetten mit Magstatt-le-Bas. Die Bäche markieren damit zwei verschiedene Ortslagen, während die Obstgärten an den Rändern des Dorfes zu finden sind.

Saint-Michel: Bauphasen und Kunst

Archäologische Ausgrabungen an der Kirche Saint-Michel wiesen 1983 sechs Bauphasen nach. Dazu zählt ein ursprüngliches Heiligtum aus dem 11. bis 12. Jahrhundert, das von einem Friedhof umgeben war. Die Baugeschichte reicht damit bis zu einer frühen Phase des Kirchenstandorts zurück und bietet einen historischen Zugang, der über die spätere Ausstattung hinausgeht.

Der Chor der Kirche ist mit zahlreichen Statuen der Heiligen Auxiliaren geschmückt. Zum Kirchenbestand gehört auch das Retabel der vierzehn heiligen Nothelfer mit drei Gemälden. Es wurde wahrscheinlich zwischen 1620 und 1630 ausgeführt und als geschütztes Objekt eingestuft. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war Saint-Michel außerdem ein bedeutender Wallfahrtsort.

Auch die große neogotische Orgel hat mehrere Herstellungsangaben: Martin Rinckenbach fertigte den Instrumentalteil 1890 in Ammerschwihr. Das Orgelgehäuse von Théophile Klem aus Colmar entstand ungefähr zur selben Zeit. Wenn Sie sich für die Kirche interessieren, treffen hier frühe Baugeschichte, religiöse Bildwerke und Orgelbau aufeinander.

Fachwerk und frühere Gemeindefunktionen

Außerhalb der Kirche gehören renovierte Bauernhäuser mit sichtbarem Fachwerk zum Ortsbild. Einige der ältesten stammen aus den Jahren 1599 und 1602. Das Haus Hug in der Rue de Koetzingue wurde 1607 errichtet und diente früher als Gerichtssitz und Sitz der Verwaltung. Damit umfasst die Ortsgeschichte sowohl bäuerliche Gebäude als auch ein Haus mit früherer Gerichts- und Verwaltungsfunktion.

Wanderwege und Tradition

Der markierte Wanderweg Mulhouse–Leymen führt durch das Zentrum von Magstatt-le-Bas. Davon unterscheiden sich die lokalen Rundwanderwege: Sie beginnen an der Kirche, sind etwa 10 km lang und tragen grüne, gelbe, rote oder blaue Ringmarkierungen. Die Wegform lässt sich so klar vergleichen: eine Durchquerung des Zentrums oder eine Runde mit Startpunkt an Saint-Michel. Berücksichtigen Sie die ungefähre Länge bei Ihrer Planung und prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Markierungen.

Jährlich veranstaltet Magstatt-le-Bas auf den Anhöhen des Dorfes das Werfen brennender Scheiben, eine sehr alte Tradition. Wenn Sie dieses Ereignis zum Anlass Ihrer Reise machen, prüfen Sie den Veranstaltungstermin vorab, damit Ihre Planung zur Veranstaltung passt.

Anreise planen

Der SNCF-Bahnhof von Sierentz liegt etwa fünf Kilometer von Magstatt-le-Bas entfernt und bietet einen räumlichen Bezugspunkt für die Anreiseplanung. Zusammen mit den Wander- und Kulturschwerpunkten gibt diese Entfernung eine weitere konkrete Größe für die Planung Ihres Aufenthalts in Magstatt-le-Bas.

Weitere Reiseziele entdecken: Kientzheim, Pfaffenheim, Colmar, Grentzingen, Dolleren, Bergheim, Illhaeusern, Rouffach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haut-Rhin.

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