Wickerschwihr verbindet Wege am Lissgraben und in der umliegenden Landschaft mit einer Ortsgeschichte, die von der Hallstattzeit bis zum Wiederaufbau der Kirche reicht. Der Sentier de la Grenouille bietet einen konkreten Anhaltspunkt für einen Spaziergang; Bunker und Fachwerkhöfe ergänzen die Themen um verschiedene bauliche Erscheinungsformen. So können Sie abwägen, ob Sie Ihren Aufenthalt eher nach Naturwegen oder nach Ortsgeschichte ausrichten möchten.
Wege und Naturbeobachtung
Ein Netz aus Naturwegen und Radwegen führt durch den Ortskern, die umliegende Landschaft und zu den Nachbargemeinden. Damit reicht das Wegenetz über einen einzelnen Spaziergang hinaus und umfasst sowohl Wege zu Fuß als auch Routen mit dem Rad.
Der Sentier de la Grenouille verläuft entlang des Lissgraben in Wickerschwihr. Dieser leichte, familiengeeignete Spazierweg ist etwa 2,3 Kilometer lang; zu Fuß beträgt die Gehzeit ungefähr 1 Stunde und 20 Minuten. Die Kombination aus Distanz und Gehzeit hilft Ihnen, den Spaziergang zeitlich einzuordnen. Der Einstieg liegt an der RD45-Route de Riedwihr, gegenüber dem Angelteich.
Rund um Wickerschwihr laden die Feuchtgebiete und Wiesen des Ried Brun dazu ein, Insekten, Schilf und wilde Orchideen zu beobachten. Beim Sentier de la Grenouille können Sie sich an Länge und Gehzeit orientieren; im Ried Brun stehen Naturbeobachtungen in Feuchtgebieten und Wiesen im Mittelpunkt. Außerdem ist am Canal de Colmar und am Lissgraben in Wickerschwihr eine Zone als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen.
Ortsgeschichte und Bauwerke
Der Standort von Wickerschwihr war bereits in der Hallstattzeit zwischen 750 und 450 v. Chr. besiedelt. Erstmals erwähnt wurde Wickerschwihr im Jahr 728; bis 1837 gehörte es zum Gebiet von Holtzwihr. Die frühe Besiedlung und die spätere territoriale Zugehörigkeit setzen unterschiedliche zeitliche Akzente in der Geschichte des Ortes.
Die heutige Église Saint-Jacques-le-Majeur wurde zwischen 1861 und 1862 errichtet und 1865 zur Pfarrkirche erhoben. Nach den Schäden des Zweiten Weltkriegs wurde sie 1956 teilweise wiederaufgebaut. Bauzeit, Erhebung zur Pfarrkirche und Wiederaufbau markieren damit verschiedene Abschnitte ihrer Geschichte.
Mehrere Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg sind entlang der Straße zwischen Wickerschwihr und Riedwihr erhalten. Sie sind Zeugnisse der strategischen Bedeutung der Colmarer Tasche. Außerdem gibt es in Wickerschwihr einige schöne Fachwerkhöfe.
Landwirtschaft und Veranstaltungen
Rund um Wickerschwihr werden traditionelle Kulturen des Gebiets weiter gepflegt, darunter Kartoffeln und Kohl. Diese landwirtschaftliche Nutzung ergänzt die Themen Natur und Baugeschichte um einen weiteren Aspekt des Ortscharakters.
Eine kommunale Vorstellung vom 21. April 2023 nennt einen traditionellen Flohmarkt und ein Weihnachtskonzert in der Église Saint-Jacques-le-Majeur als wiederkehrende Veranstaltungen. Wenn Sie Ihre Reise an einem dieser Ereignisse ausrichten möchten, prüfen Sie die aktuellen Termine.
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