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Clairegoutte zeigt sein Kulturerbe in mehreren Formen: im lutherischen Tempel, in der Ancienne ferme-clouterie, an der Fontaine de la Cure und auf dem Circuit historique. Daneben steht mit dem Ruisseau des Battants ein Gewässer unter Biotopschutz. Für die Aufenthaltsplanung bieten sich damit unterschiedliche Perspektiven: ein zeitlich überschaubarer Rundgang und die Geschichte einzelner Bauwerke und Objekte.

Tempel und geschützter Zinnkrug

Der lutherische Tempel in Clairegoutte ist durch Erlass vom 11. März 1991 als Monument historique eingetragen. Architektonisch weist er den Einfluss des Temple Saint-Martin de Montbéliard auf. Im Tempel befindet sich außerdem eine Zinn-Kommunionskanne, auch Zinnkrug genannt. Sie trägt die Inschrift „POUR CLAIREGOUTTE ET F FONTAINE“ und wurde am 28. Juli 1966 als geschütztes Objekt eingestuft. Bauwerk und Ausstattungsstück geben damit zwei unterschiedliche Einblicke in das lokale Kulturerbe: Der Tempel steht für einen benannten architektonischen Einfluss, der Krug für ein konkretes Objekt mit eigener Inschrift und Schutzdatum.

Hof und Nagelschmiedewerkstatt

Die Ancienne ferme-clouterie umfasst einen Bauernhof und eine Nagelschmiedewerkstatt; beide waren bereits im Katasterplan von 1833 verzeichnet. Zur erhaltenen Ausstattung gehören eines der beiden Wasserräder, mehrere Teile der Kraftübertragung, Maschinen, Werkzeuge und weiteres Material der Werkstatt. Seit dem 24. September 1992 ist die Ancienne ferme-clouterie als Monument historique eingetragen. Zum geschützten Ensemble zählen die Ölpressanlage des Bauernhofs, das erhaltene Wasserrad, der Mühlgraben und die Welle des zweiten Wasserrads. Landwirtschaft und Nagelherstellung treffen hier in einem historischen Ensemble auf erhaltene technische Ausstattung.

Brunnen, Büste und lokale Erinnerung

An der Fontaine de la Cure befindet sich eine Büste des Pastors Durot, geschaffen von Henri-Frédéric Iselin. Die Bronzebüste wurde während der Besatzungszeit eingeschmolzen und 1989 neu gegossen. Der Neuguss ist ein klar datierter Schritt in der Geschichte des Kunstwerks: Auf den Verlust während der Besatzungszeit folgte 1989 die erneute Ausführung. So lässt sich der Brunnen nicht nur über den Namen des dargestellten Pastors und des Bildhauers einordnen, sondern auch über die wechselvolle Geschichte der Büste.

Rundgang und geschützter Bach

Der Circuit historique de Clairegoutte ist ein sehr leichter Rundgang über 2,2 Kilometer, für den etwa 1 Stunde und 15 Minuten angegeben sind. Er beginnt in der Rue de la Cure 1 in Clairegoutte und ist als Spaziergang auf dem Land mit Schwerpunkt Kulturerbe eingeordnet. Die Streckenlänge hilft bei der Einordnung der Runde, die ungefähre Dauer beim Abgleich mit Ihrem Tagesplan. Damit lässt sich der Rundgang als zeitlich umrissene Aktivität planen, ohne ihn mit einem ganzen Ausflugstag gleichzusetzen.

Ein anderes Thema setzt der Ruisseau des Battants: Der Bach in Clairegoutte ist durch einen Präfekturerlass vom 13. April 2007 zum Biotopschutz geschützt. Während beim Circuit historique das Kulturerbe im Mittelpunkt steht, ist es beim Ruisseau der Biotopschutz. Diese Unterscheidung ergänzt die Ortsgeschichte um einen eigenständigen Naturbezug.

Übernachten in Clairegoutte

Le Séquoia ist ein Gîte d’étape mit 19 Betten im Ortszentrum von Clairegoutte am GR 59. Eingerichtet wurde es in der Scheune des ehemaligen protestantischen Pfarrhauses. Für Ihre Übernachtungsplanung sind damit eine konkrete Unterkunft, ihre Kapazität und ihre Lage im Ort benannt.

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