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Weinbau, Sakralarchitektur und Aktivitäten im Freien geben einem Aufenthalt in Lavigny drei unterschiedliche Schwerpunkte. Der Weinberghang und die lokalen Weinstile stehen für die landwirtschaftliche Seite des Ortes; die Kirchen bringen Bauzeiten und architektonische Formen ins Bild. Für Bewegung im Freien gibt es eine Route bis an die ersten Ausläufer des Juramassivs sowie einen Kletterstandort. So können Sie Lavigny nach Landschaft, Kultur oder Aktivität entdecken.

Weinberge und lokale Weine

Der nach Westen ausgerichtete Weinberghang von Lavigny hat im oberen Bereich Schotter und im unteren Mergel. Damit lassen sich zwei Merkmale unterscheiden: die Ausrichtung des Hangs und der Wechsel des Untergrunds zwischen oben und unten. Die Terroirs von Lavigny bringen ausgezeichneten Vin Jaune sowie körperreiche und fruchtige Rotweine hervor. Wer sich für den Weinbau interessiert, kann den Ort daher sowohl über den konkreten Aufbau des Weinbergs als auch über die genannten Weinstile kennenlernen. Bei den Rotweinen stehen Körper und Fruchtigkeit im Vordergrund; der Vin Jaune bildet einen eigenen Orientierungspunkt im lokalen Weinprofil.

Route und Kletterstandort

Die Route Balade à Lavigny führt vom Winzerdorf Lavigny bis zum Ravaillac-Weg an den ersten Ausläufern des Juramassivs. Ihre Endpunkte geben der Route einen klaren landschaftlichen Rahmen: Sie beginnt im Winzerdorf und reicht bis an die ersten Ausläufer des Gebirges.

Eine andere Aktivität bietet die Falaise de Lavigny, ein in einem ehemaligen Steinbruch eingerichteter Kletterstandort. Die Falaise weist eine sanft geneigte Kalksteinplatte auf; außerdem gibt es dort gut ausgestattete Kletterrouten. Vor der Nutzung sollten Sie Zugang und Ausrüstung vor Ort prüfen. Damit stehen eine benannte Route und ein Kletterstandort als unterschiedliche Möglichkeiten im Freien zur Wahl.

Kirchen und Baugeschichte

Die Chapelle Notre-Dame-de-la-Salette wurde von 1856 bis 1862 erbaut. Auf ihrem Schlussstein ist die Jahreszahl 1861 eingetragen, also ein Datum innerhalb dieser Bauzeit. Die heutige Pfarrkirche Sainte-Marie-Madeleine wurde 1863 sowie von 1865 bis 1870 erbaut. Bei der Kapelle ergänzen sich somit ein längerer Bauzeitraum und eine einzelne Jahreszahl am Schlussstein; für die Pfarrkirche sind zwei Bauabschnitte genannt.

Die Pfarrkirche hat drei Schiffe und ein Kreuzgratgewölbe. Drei Schiffe bezeichnen die Gliederung des Kirchenraums in drei Längsbereiche. Bei einem Kreuzgratgewölbe treffen gewölbte Flächen entlang von Graten zusammen. Die Angaben geben zwei verschiedene architektonische Anhaltspunkte: den Aufbau des Kirchenraums und die Form seines Gewölbes. Zusammen mit den Bauzeiten lässt sich die Pfarrkirche so sowohl chronologisch als auch anhand ihrer Raumgestaltung einordnen.

Besucherbereich

Die Fruitière des Coteaux de Seille verfügt vor Ort über einen Besucherbereich. Da sich die Besucherregelungen ändern können, informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die geltenden Bedingungen.

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