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Essert lässt sich über zwei unterschiedliche Themen erschließen: die Militärgeschichte auf der Anhöhe und die Coulée Verte am Kanal. Dazu kommen die Dorfkirche, eine Kapelle und historische Wasseranlagen. So können Sie entscheiden, ob Sie sich eher für Befestigungsanlagen, sakrale Kunst und Architektur oder eine grüne Route interessieren.

Militärgeschichte auf der Anhöhe

Das Fort de la Côte d'Essert wurde zwischen 1889 und 1890 auf der Anhöhe von Essert erbaut. Seine Aufgabe war, die Flanken des Mont-Vaudois und des Salbert zu überwachen. Das Ouvrage d'Essert entstand zwischen 1890 und 1892, indem es in den Fels gegraben wurde; die Anlage war für eine Garnison von 276 Männern konzipiert. An den oberen Teilen sind betonierte Kasematten sichtbar. Das Ouvrage de la Côte d'Essert ist ein unterirdisches Zwischenwerk der Infanterie, ausgelegt für mehr als 250 Männer. Bauzeit, Bauweise, militärische Funktion und die geplante Garnisonsgröße bieten verschiedene Anhaltspunkte, wenn Sie sich mit der Befestigungsgeschichte des Ortes beschäftigen.

Coulée Verte: Kanal und Route

Die Coulée Verte beginnt in Essert, verläuft überwiegend entlang des Kanals Haute-Saône und verbindet Belfort und Montbéliard auf einer Länge von 26 Kilometern. Die ersten acht Kilometer zwischen Essert und der Autobahn A36 führen auf einem schattigen Weg am Kanal entlang. Dort sind Kanalstrukturen sichtbar; Vegetation und Wegzustand können variieren. Der Wegabschnitt und die längere Verbindung geben zwei unterschiedliche Maßstäbe für die Orientierung: ein konkret beschriebener Teil nahe Essert und die insgesamt 26 Kilometer lange voie verte zwischen Belfort und Montbéliard. An der RN19 gibt es einen Zugangspunkt an der Grenze zwischen Châlonvillars und Essert mit Parkplatz. Prüfen Sie vor der Fahrt die Parkplatzverfügbarkeit.

Kirche und Kapelle

In der Église Saint-Léger stammt der heutige Glockenturm aus dem Jahr 1753. Die Glasfenster der Kirche wurden 1899 in Grenoble hergestellt. Sie bewahrt außerdem Reliquien des heiligen Léger, des heiligen Jérôme, des heiligen Emilien und des heiligen François de Paul auf. Das Chorgestühl stammt aus dem ehemaligen Kapuzinerkloster. Diese Details verbinden Baugeschichte, die Herkunft der Fenster und die Ausstattung des Kircheninneren, ohne den Blick auf nur eine Epoche zu beschränken.

Die Kapelle Notre Dame du Voeu wurde 1931 am oberen Ende der Rue Leiris am Waldrand erbaut. Sie beherbergt eine von Jules Chell entworfene bemalte Metallstatue der Jungfrau Maria. Mit der Kapelle kommt neben der Kirche ein weiterer Ort sakraler Kunst hinzu; ihre Lage am Straßenende und am Waldrand gehört zur Beschreibung des Bauwerks. Wer sich für die religiöse Architektur Esserts interessiert, kann so zwei unterschiedliche Gebäude und ihre jeweils eigenen Kunst- und Baugeschichtedetails in den Blick nehmen.

Historische Wasseranlagen

Die Fontaine du Charpiot verfügt über eine Viehtränke und ein öffentliches Waschhaus. An der Route de Paris diente sie früher der Versorgung von Reisenden, Postkutschen und deren Pferden. Damit lässt sich ihre Ausstattung mit einer historischen Funktion für den Reiseverkehr verbinden. Das Lavoir du Bas du village wurde 1807 erbaut. Zusammen erweitern diese Wasseranlagen das Bild der lokalen Kulturgeschichte um Orte, deren überlieferte Bedeutung nicht auf Kirchen und Befestigungswerke beschränkt ist.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Territoire De Belfort.

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