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Ein Kirchenbrunnen mit eigenem Namen, mehrere Bauphasen und ein grenzüberschreitender Rundweg prägen die Entdeckungen in Villars-le-Sec. Die Kirche Notre-Dame de la Nativité und die Geschichte des Ortes geben dem Kulturinteresse einen konkreten Schwerpunkt; der Rundweg „Sur le plateau de l’Ajoie“ beginnt in Villars-le-Sec und bietet eine Wanderung mit festen Eckdaten. Wer seine Zeit vorab einteilen möchte, kann die angegebene Dauer und Streckenlänge als Orientierung für einen mehrstündigen Ausflug nutzen.

Ortsgeschichte und Landschaft

Villars-le-Sec entstand etwa im 9. Jahrhundert als abhängiger Ort der Abtei Murbach. Diese frühe Geschichte steht neben den deutlich später datierten Bauphasen der Kirche. Auch die Landschaft ist konkret geprägt: Der Ort liegt an den ersten Ausläufern der Kalkplateaus des Jura. Der Gemeindewald umfasst 50 Hektar und besteht überwiegend aus Eichen und Buchen. Kalkplateaus und Wald gehören damit zu den unterschiedlichen Facetten des Ortsbildes.

Kirche, Kreuzweg und Kirchenbrunnen

Die Kirche Notre-Dame de la Nativité ist der Geburt der Jungfrau Maria geweiht und wurde 1829 erbaut. 1867 erhielt sie ihren Glockenturm; Riche und Chapuis erweiterten sie nach Plänen des Architekten Aristide Poisat. Zur Kirchengeschichte gehört außerdem ein als geschützt eingestufter Kreuzweg mit 15 Stationen aus dem Jahr 1865. Die Jahreszahlen bezeichnen unterschiedliche Elemente: den Kirchenbau, die Stationen des Kreuzwegs sowie den späteren Glockenturm und die Erweiterung. So lassen sich die baulichen und religiösen Details zeitlich auseinanderhalten, statt sie auf ein einziges Baujahr zu verkürzen.

Am Fuß der Kirchentreppe befindet sich der Kirchenbrunnen, der „pouche di motie“ genannt wird. Sein lokaler Name und seine Lage ergänzen die großen Bauwerke um ein konkretes Detail des Dorfes. Ein weiterer Bezug zur Kirchengeschichte führt nach Beaucourt: Im Musée Japy ist der Mechanismus der Kirchturmuhr von Villars-le-Sec ausgestellt.

Wandern auf dem Plateau de l’Ajoie

Der Rundweg „Sur le plateau de l’Ajoie“ beginnt am Parkplatz an der Place de l’École in Villars-le-Sec. Die leichte Wanderung ist 10 Kilometer lang, umfasst 143 Höhenmeter und dauert ungefähr 3 Stunden und 20 Minuten. Distanz, Aufstieg und ungefähre Dauer ergeben zusammen einen brauchbaren Rahmen für die Zeitplanung. Die Route führt auf einem grenzüberschreitenden Abschnitt an den Mazarine-Grenzmarkierungen entlang bis Les Pas du Diable. Ein Piktogramm markiert den Weg und dient der Orientierung. Vor der Wanderung sollten Sie die aktuellen Zugangsbedingungen und die Beschilderung vor Ort prüfen.

Les Pas du Diable und die örtliche Legende

Der mit einem gelben Ring markierte Weg Les Pas du Diable führt zu einem großen, flachen Stein in der Nähe von Villars-le-Sec. Mit dem Stein ist die Legende von einer Begegnung zwischen Bischof Dizier und Satan verbunden. Hier stehen ein einzelner Landschaftspunkt und eine lokale Erzählung im Mittelpunkt; bei der Kirche sind es dagegen Baugeschichte und Kreuzweg. Diese unterschiedlichen Schwerpunkte geben dem Ort mehr als eine Perspektive: Villars-le-Sec lässt sich sowohl über seine Kirchen- und Dorfgeschichte als auch über die beschriebenen Wanderwege kennenlernen.

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