Aulnoy liegt in der Brie des Morins. Kirchen, Schlösser, Waschhäuser und Wanderwege geben dem Ort unterschiedliche kulturhistorische und landschaftliche Akzente. Die natürliche Umgebung gilt als ruhig und erholungsfördernd. Wer einen Aufenthalt plant, kann Aulnoy über seine Baugeschichte, die Dorfdenkmäler und die Wege durch die Gemeinde kennenlernen.
Kirchen und Baugeschichte
Die Kirche von Aulnoy wurde 1237 errichtet; auch das Taufbecken und die Säulen stammen aus dieser Zeit. Ihre Gewölbe sind jünger: Sie stammen aus dem 15. Jahrhundert und sind an den Scheiteln mit Wappen adliger Familien der Pfarrei geschmückt. Neben dem Taufbecken sind Holzarbeiten erhalten. So stehen in der Kirche Bauteile und Ausstattungsdetails aus verschiedenen Epochen nebeneinander. Die Notre-Dame de l’Assomption stammt ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert und ist im allgemeinen Inventar der Baudenkmäler und künstlerischen Schätze Frankreichs eingetragen.
Schlösser und Wassergräben
Das Château de La Houssière ist auch als Château d’Aulnoy bekannt. Zur Anlage gehören ein großer Park und ein antik geformtes Schloss mit vier Türmen und umlaufenden Wassergräben. Beim Château du Ru verbinden sich Bauwerk und Landschaft auf andere Weise: Es ist nach dem Ru Rognon benannt, einem Zufluss des Grand Morin, und von wassergefüllten Gräben umgeben. Das Château de Villers zählt ebenfalls zu den bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten Aulnoys. Die verschiedenen Bauwerke bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Besuch mit Interesse an Architektur und Ortsgeschichte.
Waschhäuser in den Weilern
Auch die Waschhäuser unterscheiden sich in Aufbau und Überdachung. Das restaurierte Waschhaus von La Roche liegt mitten im Weiler. Zwei überdachte Unterstände sind dort durch ein Wasserbecken voneinander getrennt. In Bas Mesnil besitzt das Waschhaus eine überdachte Seite; sein Wasserbecken ist von drei Seiten zugänglich. Das Waschhaus von Le Bourg wiederum wurde 2010 restauriert und ist an allen vier Seiten überdacht. Der Vergleich macht anschaulich, wie unterschiedlich die geschützten Bereiche und Becken gestaltet sind.
Wanderwege und Zeitplanung
Die Wanderroute PR10 beginnt am Rathaus, ist 9 Kilometer lang und dauert etwa drei Stunden; sie ist als leicht eingestuft. Diese Angaben geben eine konkrete Orientierung für die Zeitplanung. Prüfen Sie den Verlauf und die Routendetails vor Ihrer Wanderung vor Ort. Durch die Gemeinde führen außerdem mehrere Wanderwege: ein kleiner Wanderweg, ein Fernwanderweg des Pays des Morins und der Fernwanderweg GR 14. Diese Wegauswahl umfasst damit sowohl einen Rundgang mit angegebenem Zeitbedarf als auch weitere, unterschiedlich bezeichnete Routen. Für die weiteren Wege sind hier keine Gehzeiten angegeben.
Jehan de Brie und lokale Erzeugnisse
Villiers-sur-Rognon, ein Weiler von Aulnoy, ist der Geburtsort von Jehan de Brie, der um 1340 geboren wurde und als der Gute Hirte bekannt ist. Er verfasste eine frühe französische Abhandlung über Landwirtschaft sowie eine frühe Schrift über Schafhaltung. Seit 1901 steht ihm zu Ehren ein Denkmal an der Kreuzung der Straßen nach Coulommiers und Rebais.
Das Moulin de Chantemerle produziert Mehle aus Großem Dinkel, Buchweizen, Roggen und Weizen, die direkt auf dem Bauernhof verkauft werden. Die Mühle stellt außerdem Bio-Mehl sowie süße und herzhafte Kekse her; auf dem Betrieb werden Weizen, Hanf und Lein biologisch angebaut. Prüfen Sie vor der Fahrt, wie der Direktverkauf aktuell organisiert ist. So lässt sich der Besuch der Mühle mit den kulturellen und landschaftlichen Eindrücken Aulnoys verbinden, ohne dafür einen festen Tagesablauf vorauszusetzen.
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