Marignana ist von Bergen mit roten Felsen umgeben. Rund um die Kirche Saint-Jacques prägen hohe Steinhäuser mit skulptierten Portalen und Kragsteinen das Ortsbild. Dazu kommen Kirchen mit unterschiedlichen Baugeschichten, Spuren eines früheren Kupferabbaus und Etappenangaben zu Fernwanderwegen. Kultur und Wandern bilden daher zwei klare Schwerpunkte für die Reiseplanung. Wenn Sie eine Wanderung in den Mittelpunkt stellen, beachten Sie die konkrete Route: Eine Etappe von Marignana nach E Case umfasst 15,6 Kilometer.
Steinhäuser und die Kirche Saint-Jacques
Die Kirche Saint-Jacques wurde am Ende des 15. oder zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichtet. Ihre bemalte Ausstattung entstand später: Der aus Marignana stammende Maler Jean-Noël Coppolani führte sie zwischen 1870 und 1880 aus; im dritten Viertel des 20. Jahrhunderts überarbeitete Raymond Rifflard die Malereien. Damit treffen an diesem Bauwerk mehrere deutlich auseinanderliegende Zeitabschnitte zusammen.
Auch die Umgebung der Kirche hält architektonische Einzelheiten bereit. In den Mauern benachbarter Häuser sind zahlreiche wiederverwendete Steine erhalten, einige davon mit einem ungewöhnlichen Bestiarium. Zusammen mit den skulptierten Portalen und Kragsteinen der hohen Steinhäuser geben diese Details der Ortsarchitektur ein eigenes Profil. Wer sich für Baukunst interessiert, kann hier sowohl auf die Gestaltung der Häuser als auch auf die Ausstattung der Kirche achten.
Kirchen in Chidazzu und Revinda
Der Weiler Chidazzu wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts von Hirten aus dem Niolo gegründet. Die Kirche Saint-François-Xavier entstand später, zwischen 1670 und 1686. Sie ersetzte die ältere Kirche Saint-Nicolas, die abseits der Wohnhäuser lag und baufällig war. Saint-François-Xavier besitzt ein einschiffiges Langhaus mit Tonnengewölbe und einen halbrunden Chor mit Kalottengewölbe. Ihr Glockenturm wird von einer Kuppel bekrönt; für die Kapelle Saint-François-Xavier ist zudem ein charakteristischer Glockenturm aus Holz und Bronze überliefert.
In Revinda wurde die Kirche Saint-Siméon 1800 erbaut und 1801 von Monseigneur Francesco Guasco geweiht, dem letzten Bischof von Sagone. Die Kirchen in Saint-Jacques, Chidazzu und Revinda bieten so unterschiedliche zeitliche Anhaltspunkte: von der Baugeschichte Saint-Jacques’ über die Gründung Chidazzus und seine spätere Kirche bis zur Weihe von Saint-Siméon.
Wandern: Routennamen genau unterscheiden
Auf Höhe von Marignana erreicht der Wanderweg Mare a Mare Nord den letzten Abschnitt des Mare è Monti. Eine Etappe der Route Mare è Monti Nord führt von Marignana nach E Case und umfasst 15,6 Kilometer. Die Namen ähneln sich, die Angaben beziehen sich jedoch auf jeweils ausdrücklich benannte Routen und Etappen. Richten Sie Ihre Planung deshalb nach dem vollständigen Routennamen und dem genannten Zielpunkt. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegbedingungen.
Die Etappenlänge von 15,6 Kilometern gibt eine konkrete Orientierung für die Planung, aber keine Gehzeit. Legen Sie daher Ihre Tagesplanung anhand der tatsächlich gewählten Etappe und Ihrer eigenen Zeitplanung fest. Wer den Aufenthalt stärker auf Ortsgeschichte ausrichten möchte, findet daneben mehrere eigenständige Themen: Kirchenbau, Malerei, wiederverwendete Steine und die Geschichte des früheren Kupferabbaus.
Ortsgeschichte, Feste und Fotografien
Im ehemaligen Kupferabbaugebiet von Prunelli bei Revinda, Gradi und Livida Mala sind Bergbauanlagen teilweise noch heute sichtbar. Marignana spielte außerdem während des Zweiten Weltkriegs eine wichtige Rolle in der Résistance. Diese beiden historischen Themen ergänzen die Sakralbauten um Einblicke in Bergbau und Widerstandsgeschichte.
Das Votivfest zu Ehren des Heiligen Jakobus wird traditionell jedes Jahr gefeiert. Das Patronatsfest von Marignana ist traditionell für den letzten Sonntag im Juli angesetzt; dazu gehört eine Messe in der Kirche Saint-Jacques. Prüfen Sie vor Ihrer Reise das Programm für das jeweilige Jahr. Im Rathaus von Marignana wurden etwa fünfzehn im Dorf aufgenommene Fotografien ausgestellt. Erkundigen Sie sich vor Ort, ob die Ausstellung während Ihres Aufenthalts zu sehen ist und welche Besuchsmodalitäten gelten.
Weitere Reiseziele entdecken: Monacia-d'Aullène, Osani, Sagone, Viggianello, Belvédère-Campomoro, Pianottoli-Caldarello, Olmeto, Olmiccia.
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