Zum Inhalt

Bouilhonnac ist amphitheatralisch um ein Schloss aus dem 15. Jahrhundert angelegt. Das Château prägt damit die Ortsgestalt, während die Kirchengeschichte weit zurückreicht: Die ursprüngliche Kirche in der Ebene bestand bereits im Jahr 855. Für kulturinteressierte Reisende ergeben sich mehrere konkrete Zugänge zur Geschichte des Ortes – über frühe Sakralarchitektur, konkrete Bauformen und die Bestandteile des Château. Architektur und klar datierte historische Bezüge geben Bouilhonnac einen eigenständigen Schwerpunkt für eine Entdeckungsreise.

Kirchen und Kapellen: Geschichte und Bauformen

Die ursprüngliche Kirche war dem heiligen Paulus geweiht und bestand bereits im Jahr 855 in der Ebene. Eine im neuen Dorf errichtete Kirche ist durch ihre Form beschrieben: Der Grundriss ist trapezförmig, die Apsis fünfeckig, Spitzbögen fehlen. Der Grundriss bezeichnet die Gesamtform des Kirchenbaus; die Apsis bildet den Abschluss des Kirchenraums. Bei den beiden Kirchen stehen daher unterschiedliche Fragen im Vordergrund: Bei der ursprünglichen Kirche sind frühe Existenz, Widmung und Lage wichtig, bei der Kirche im neuen Dorf die geometrischen und baulichen Merkmale. Wer sich für Sakralarchitektur interessiert, kann den Ort sowohl über historische Zeitangaben als auch über konkrete Formdetails kennenlernen.

Die Ruinen der Kapelle wurden durch Erlass vom 10. April 1948 als historisches Denkmal eingetragen. Das Datum bezeichnet den Erlass und die Eintragung, nicht die Bauzeit der Kapelle. Diese Unterscheidung hilft, die Entstehung eines Bauwerks von einem datierten Schutzstatus zu trennen. So erhält die Kapellengeschichte einen klaren zeitlichen Bezug, ohne dass das Jahr der Eintragung mit dem Baudatum verwechselt wird.

Das Château de Bouilhonnac

Das Château de Bouilhonnac entstand Ende des 15. Jahrhunderts. Zu ihm gehören die Reste einer Kapelle aus dem 15. Jahrhundert. Die gotische Kapelle misst 15,25 Meter in der Länge und 6 Meter in der Breite; sie ist damit mehr als doppelt so lang wie breit. Dieser Vergleich vermittelt ihre längliche Proportion. Zum Château gehören außerdem ein großer runder Turm und ein unterirdischer Raum. Das Schloss war früher im Besitz der Mönche der Abtei von Lagrasse. Dieser Besitzbezug ergänzt die baulichen Details um eine institutionelle Geschichte; er ist von der Entstehungszeit des Château zu unterscheiden.

Der GR78 durch Bouilhonnac

Der GR78 Camin Romieu führt von Azille nach Carcassonne durch Bouilhonnac. Auf seinem Abschnitt in Richtung Carcassonne verläuft die Route am Canal du Midi entlang. Damit kommt neben der Baugeschichte eine konkrete Wanderperspektive hinzu. Wenn Sie den GR78 in Ihre Reiseplanung aufnehmen, prüfen Sie vor dem Aufbruch die Bedingungen der Route. Für die Wahl des Reiseziels stehen so zwei unterschiedliche Interessen nebeneinander: die Geschichte konkreter Bauwerke und der Verlauf eines Wanderwegs durch Bouilhonnac.

Weitere Reiseziele entdecken: Paraza, Conilhac-Corbières, Montbrun-Des-Corbières, Sallèles-Cabardès, Saint-Martin-Lalande, Mirepeisset, Saint-Hilaire, Espezel

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aude.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.