Zum Inhalt

Saint-Paulet-De-Caisson verbindet historische Baukunst mit Naturkunde und Wein als eigenen Interessenfeldern. Für Ihre Planung sind zwei Unterschiede hilfreich: Die Kulturerbestätten führen durch mehrere Epochen, während der Sentier Botanique eine konkrete Strecke mit zwei Zeitangaben bietet.

Baugeschichte aus mehreren Epochen

An der Chapelle Sainte-Agnès wurde im 12. Jahrhundert eine niedrige fünfeckige Apsis hinzugefügt. Die Bauweise der Kapelle ist typisch für die provenzalische Frühromanik. So treffen an diesem Bau ein genau beschriebenes architektonisches Detail und eine klare Stileinordnung zusammen.

Die Pfarrkirche von Saint-Paulet-De-Caisson setzt einen späteren Akzent: Sie wurde zwischen 1863 und 1867 im neoromanischen Stil erbaut. Ihre Innenmalereien schuf Beaufort 1912–1913; restauriert wurden sie 1995–1996. Außerdem enthält die Kirche einen alten Stein mit der Gravur 1461. Die Jahreszahl 1461 gehört zur Gravur, nicht zur Bauzeit der Kirche. Bau, Malereien, Restaurierung und Inschrift stehen damit für unterschiedliche historische Bezugspunkte.

Die Stileinordnung macht den Kontrast zwischen den Kirchen zusätzlich greifbar: An der Chapelle Sainte-Agnès ist die provenzalische Frühromanik prägend, bei der Pfarrkirche der neoromanische Stil des 19. Jahrhunderts. Auch die Chartreuse de Valbonne eröffnet einen eigenen zeitlichen Blick: Sie wurde im 13. Jahrhundert gegründet und steht seit 1959 unter Denkmalschutz. Gründungszeit und Schutzstatus bezeichnen dabei verschiedene Stationen ihrer Geschichte.

Naturkundlich unterwegs

Der Sentier Botanique ist 3,4 Kilometer lang. Bei normalem Gehtempo dauert er etwa eine Stunde; als naturkundlicher Spaziergang sind zwei Stunden angegeben. Beide Zeitrahmen beziehen sich auf dieselbe Strecke, unterscheiden sich aber im Schwerpunkt: einmal das Gehen bei normalem Tempo, einmal die naturkundliche Betrachtung.

Besucherinnen und Besucher können auf dem Sentier Botanique seltene Pflanzenarten sowie geologische Besonderheiten und das Mikroklima der Umgebung kennenlernen. Die Forêt domaniale de Valbonne beherbergt ebenfalls seltene Baumarten in der Provence. So unterscheiden sich die beiden Naturthemen: Der Weg verbindet Pflanzen, Geologie und Mikroklima; der Wald steht für seltene Baumarten.

Wein als eigener Schwerpunkt

Saint Paulet Vignobles wurde 1929 gegründet. Die Genossenschaftskellerei ist ein Ort für Weinproben und bildet damit einen eigenen weinbezogenen Schwerpunkt neben Baugeschichte und Natur. Das Gründungsjahr setzt dabei eine konkrete historische Zeitmarke für diesen Themenbereich, unabhängig von den Bau- und Restaurierungsdaten der Kirchen.

Bei der Auswahl Ihrer Interessen können Sie so zwischen sehr unterschiedlichen Akzenten abwägen: Die beiden Kirchen bieten zeitliche und stilistische Bezüge, während die Chartreuse de Valbonne mit ihrer Gründung im 13. Jahrhundert und dem Denkmalschutz seit 1959 einen eigenen historischen Akzent setzt. Der Sentier Botanique bietet eine Strecke mit zwei Angaben zur Dauer, und Saint Paulet Vignobles ergänzt die Auswahl um Weinproben. Für den Weg lässt sich die Zeit je nach geplantem Schwerpunkt einordnen: etwa eine Stunde bei normalem Gehtempo oder zwei Stunden als naturkundlicher Spaziergang.

Weitere Reiseziele entdecken: La Bastide-D'engras, Remoulins, Liouc, Lasalle, Saint-Paul-La-Coste, Montignargues, Cabrières, Cendras.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gard.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.