Zum Inhalt

Ein 10 Kilometer langer Rundwanderweg und markante Bau- und Kulturzeugnisse eröffnen in Solesmes unterschiedliche Entdeckungswege. Au Pays de Barbari führt über Feldwege rund um den Ort, während Kirchenfassade, Musikpavillon und Karnevalstradition weitere Themen der Ortsgeschichte bieten. Für Ihre Planung ist die Wahl des Schwerpunkts hilfreich: Soll die Zeit draußen auf einer festgelegten Strecke liegen, oder möchten Sie Bauformen und lokale Bräuche in den Mittelpunkt stellen? Die Route bietet einen konkreten Zeitrahmen; die historischen Details setzen einen anderen Fokus.

Zu Fuß auf dem Rundwanderweg Au Pays de Barbari

Der Rundwanderweg Au Pays de Barbari ist 10 km lang. Für ihn wird eine Dauer von 2 Stunden 30 Minuten bis 3 Stunden 20 Minuten angegeben. Er beginnt am Parkplatz beim ehemaligen Bahnhof von Solesmes und ist gelb markiert. Über Feldwege verläuft er rund um Solesmes und vom Béarttal zum Sellertal. Streckenlänge, Zeitrahmen und Verlauf lassen sich so bereits bei der Tagesplanung berücksichtigen. Wegbedingungen und die benötigte Zeit können variieren; prüfen Sie Wegführung und Zustand vor Ort, bevor Sie losgehen.

Kirche, Rathaus und Musikpavillon

Die Église Saint-Martin ist eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert; ihre Fassade ist im Barockstil gestaltet. Am Rathaus von Solesmes verbindet die Fassade klassische und neoflämische Stile. Das Gebäude wurde 1903 erbaut. Einen anderen architektonischen Akzent setzt der Musikpavillon: Der Architekt Henri Mallet entwarf ihn, erbaut wurde er 1888. Der Pavillon besitzt acht gusseiserne Pfosten, deren Spitzen mit Verzierungen in Form von Violinschlüsseln geschmückt sind. So finden sich neben den Stilbezeichnungen auch konkrete Details, an denen sich die Bauwerke unterscheiden.

Spuren verschiedener Epochen

Solesmes wurde erstmals im Jahr 706 erwähnt; außerdem weist der Ort paläolithische, neolithische und gallorömische Überreste auf. Das Kalvarienkreuz wurde 1861 von dem aus Valenciennes stammenden Architekten Emile Dutouquet in einem stärker gotisch geprägten Stil geschaffen. Eine weitere zeitliche Einordnung bieten die Brunnen in der Rue de l’Abbaye: Sie bestehen aus Stein und Sandstein und stammen aus dem 7. und 19. Jahrhundert. Zusammen zeigen diese Angaben eine große historische Spannweite, von frühen archäologischen Spuren bis zu Bauwerken des 19. Jahrhunderts.

Karnevalstradition und Barbari

Der Karneval von Solesmes bringt jedes Jahr die Seringueux zusammen. Seit 1953 symbolisiert der Riese Barbari mit einer Spritze in der Hand die Karnevalstradition des Ortes. Der Verein Les Amis de Barbari setzt sich dafür ein, die lokalen Bräuche wiederzubeleben und fortzuführen, insbesondere den Brauch mit der Spritze. Außerdem möchte der Verein eine Folkloregruppe rund um Barbari aufbauen, die diese Bräuche durch die Teilnahme an Karnevalsumzügen bekannt macht. Damit gehören sowohl die wiederkehrende Tradition als auch die geplante Weitergabe der Bräuche zum kulturellen Bild Solesmes’.

Historische Wassernutzung

Die Mönche des nahe gelegenen Priorats legten Becken an, um Wasser aus mehreren kleinen Quellen zu sammeln und einen Fischteich anzulegen. Dieses Detail ergänzt die Bau- und Ortsgeschichte um einen praktischen Blick auf die frühere Nutzung des Wassers.

Les Fontaines und die Selle

Überschüssiges Wasser fließt in den kleinen Bach Les Fontaines, der in die Selle mündet. Auch dieser Gewässerverlauf bietet einen eigenen, klar umrissenen Blick auf die Landschaft rund um Solesmes.

Weitere Reiseziele entdecken: Seclin, Trelon, Salomé, Drincham, Cambrai, Méteren, Sars-Poteries, Lille.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nord.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.