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In Templeuve treffen Mühlengeschichte, Bauwerke aus mehreren Jahrhunderten und örtliche Legenden auf zwei Totemus-Routen. Für Ihre Planung ist auch der jeweilige Besuchsrahmen wichtig: An der Mühle gibt es saisonale Führungen, während die Kirche Saint-Martin derzeit geschlossen ist. Die Routen unterscheiden sich in Aktivität, Länge und der verfügbaren Zeitangabe.

Moulin de Vertain: Geschichte und Besuchszeiten

Der Moulin de Vertain ist eine Turmwindmühle mit drehbarem Bock und gilt als einzigartig in Frankreich. Eine Mühle an diesem Standort ist seit 1328 urkundlich erwähnt. Nach einem kriegsbedingten Brand im Jahr 1616 wurde sie vollständig wiederaufgebaut; 1908 endete die Mehlproduktion.

Von Anfang Mai bis Ende September finden sonntagnachmittags Führungen nach einem jährlich festgelegten Kalender statt. Am Tag des offenen Denkmals ist die Mühle ebenfalls für die Öffentlichkeit zugänglich. Für Gruppen können außerhalb dieser Zeiten Führungen auf Anfrage organisiert werden. Prüfen Sie den Jahreskalender vor Ihrem Besuch, damit Sie die saisonalen Zeiten und den gewünschten Termin berücksichtigen können.

Baugeschichte an der Kirche und am Château Baratte

Die Kirche Saint-Martin hat romanische Ursprünge. Erhalten sind einige Säulen aus Blaustein mit Kapitellen im tournaisischen Stil. Die drei Chöre im Osten, das Querschiff und der Bau des Glockenturms stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert; das klassische Portal mit Giebel entstand im 18. Jahrhundert. Die verschiedenen Bauteile verweisen damit auf mehrere Epochen. Wegen Hausschwammbefalls ist die Kirche derzeit geschlossen. Prüfen Sie den Status vor einem geplanten Besuch.

Auch das Château Baratte ergänzt die Baugeschichte Templeuves: Das Gebäude im Stil der Neorenaissance wurde nach Plänen des Architekten Arthur Leclercq errichtet und 1860 fertiggestellt. Zum Château gehört ein Park mit jahrhundertealten Bäumen. Dort gibt es einen großen Spielbereich für Kinder und einen Ort zum Spazierengehen für Erwachsene.

Eine örtliche Legende und ihre steinerne Spur

Der rechteckige, mit einem Tau gekennzeichnete Pierre de la sorcière ist mit der örtlichen Legende verbunden, Hexen seien vor ihrer Hinrichtung auf diesem Stein ausgestellt worden. Im Dorf fanden im 16. und 17. Jahrhundert Hexenprozesse statt. Der Stein selbst ist ein Pflasterstein, der als Grenzmarkierung zwischen verschiedenen Grundstücksparzellen diente. So stehen bei diesem Ort Legende und ursprüngliche Funktion nebeneinander, ohne dass beides verwechselt werden muss.

Eine weitere historische Besonderheit betrifft die Kirche Saint-Martin: In den 2000er-Jahren lebte im Kirchenschiff eine Kolonie von Langohren mit gekerbten Ohren. Die Kolonie galt als einzigartig in Frankreich.

Totemus-Routen und Landschaftsbezüge

Die Totemus-Schatzsuche zu Fuß „Patrimoine et légendes“ ist 6,9 Kilometer lang, dauert ungefähr 2 Stunden und 15 Minuten und beginnt am Bahnhof Templeuve-en-Pévèle am Place de la Gare. Damit lässt sich für diese Route eine ungefähre Zeitspanne einplanen. Eine Gemeindemitteilung vom 4. Juli 2025 stellte außerdem den Totemus-Radparcours „Sur les traces des pavés mythiques“ vor: Er ist 34 Kilometer lang und umfasst acht Kopfsteinpflasterabschnitte. Als Startpunkt ist der Bahnhof Templeuve-en-Pévèle angegeben. Die beiden Angebote unterscheiden sich damit klar nach Fortbewegungsart und Streckenlänge.

Auch die Lage bietet einen eigenen Naturbezug: Das Gemeindegebiet befindet sich in der Nähe des Tals der Marque und des Sumpfgebiets von Ennevelin. Im Norden liegen überwiegend eine ZNIEFF des Typs 1 und eine des Typs 2. Zusammen mit den geschichtlichen Bauwerken und den Routen ergeben sich so unterschiedliche Themen für einen Aufenthalt, ohne dass sie zu einer einzigen Ausflugsschleife verbunden werden müssen.

Weitere Reiseziele entdecken: Coutiches, Aubry, Saint-Pierre-Brouck, Liessies, Avesnelles, Ohain, Pont-Sur-Sambre, Honnecourt-Sur-Escaut.

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