Zum Inhalt

Bouvelinghem verbindet die Landschaft des Haut Artois mit einer klar umrissenen Ortsgeschichte. Hügel, Kreideformationen und bewaldete Gebiete prägen den ländlichen Charakter; drei Rundwege unterscheiden sich in Fortbewegungsart und Streckenlänge. Für die Planung können Sie zunächst überlegen, ob Sie zu Fuß, zu Pferd oder mit besonderem Interesse an der Geschichte des Ortszentrums unterwegs sein möchten.

Hügel, Wälder und Kulturlandschaft

Das ZNIEFF-Gebiet „Complexe de vallées sèches et de bois autour de Bouvelinghem“ weist ein hügeliges Relief und die charakteristischen Kreidehügel des Haut Artois auf. Zu dem Gebiet gehört auch ein Waldkomplex, der die vielfältigen forstlichen Entwicklungsmöglichkeiten des Haut Artois veranschaulicht. Bouvelinghem liegt zwischen zwei ausgedehnten bewaldeten Gebieten.

Zum Landschaftsbild gehören außerdem Überreste früherer Weidewege und Kalkmagerrasen, die durch menschliche Nutzung geprägt wurden. Das macht die Gegend nicht nur als bewaldete Hügellandschaft interessant: Auch die Spuren früherer Weidenutzung sind Teil ihrer Charakteristik. Wer Landschaft und ihre Nutzungsgeschichte zusammendenken möchte, findet hier beides in den benannten Gebietszügen wieder.

Wandern oder reiten: drei Rundwege im Vergleich

Les 4 Bois ist eine 12,2 Kilometer lange Rundwanderung, die zu Fuß begangen wird und in Bouvelinghem startet. Ebenfalls ab Bouvelinghem beginnt Les Fascines: eine 9,4 Kilometer lange, mittelschwere Rundwanderung, für die etwa zweieinhalb Stunden veranschlagt werden. Damit ist Les Fascines kürzer als Les 4 Bois; bei dieser Strecke sind zudem Schwierigkeit und ungefähre Dauer angegeben. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Wegbedingungen.

Le Midi bietet eine andere Fortbewegungsart: Die Reitrundstrecke ist 22,3 Kilometer lang und startet ebenfalls in Bouvelinghem. Sie führt durch das Tal von Neuville und entlang des Randes des Waldes von Petit Quercamps. Für die Navigation stehen GPX- und KML-Dateien zur Übertragung auf ein GPS-Gerät oder ein anderes Navigationsgerät zur Verfügung. So unterscheiden sich die drei Rundwege nicht nur durch ihre Länge, sondern auch dadurch, ob sie zu Fuß oder zu Pferd zurückgelegt werden.

Ortsgeschichte und regionale Tradition

Ein Brand verwüstete das Ortszentrum von Bouvelinghem; 1876 wurde der Ort wiederaufgebaut. Das wiederaufgebaute Zentrum bewahrt ein noch einheitliches Ensemble aus Backstein-Langhäusern mit Mansarddächern. Diese Bauform und das Datum des Wiederaufbaus geben der Ortsgeschichte einen konkreten Bezugspunkt neben den Landschaftsthemen der Umgebung.

Eine weitere regionale Besonderheit ist die traditionelle Fascinen-Technik. Dabei werden Weidenpfähle und übereinandergeschichtete Äste zu niedrigen natürlichen Zäunen verarbeitet. In der Region dienen solche Zäune dazu, Bodenerosion an kleinen Hängen zu begrenzen. Die Technik gehört damit zur Landschaftspflege; sie ist ein eigener Aspekt der regionalen Kulturlandschaft und nicht an eine der genannten Routen gebunden.

Entdeckungen mit einer Greeterin

Christine Hazebroucq ist Greeterin in Bouvelinghem und bietet kostenlose Entdeckungen der hügeligen Landschaften des Boulonnais-Hinterlands an. Bei diesen Entdeckungen nutzt sie ein Fernglas und ein Vogelbuch. Wenn Sie dieses Angebot in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, prüfen Sie vor der Anreise seine Verfügbarkeit.

Weitere Reiseziele entdecken: Coulogne, Marant, Gauchin-Verloingt, Farbus, Leubringhen, Sanghen, Sainte-Catherine, Saint-Martin-Boulogne.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pas-De-Calais.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.