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Rémalard liegt an der Véloscénie, einer ausgeschilderten Radroute über 450 Kilometer zwischen Paris und dem Mont-Saint-Michel. Für Ihre Ortswahl sind neben dieser überregionalen Route auch Gärten, romanische Architektur und Wege durch die Landschaft relevant. Die 450 Kilometer bezeichnen die Gesamtlänge der Verbindung, nicht eine lokale Strecke in Rémalard.

Radroute und Täler

Ein weiterer Orientierungspunkt ist ein ausgeschilderter Straßenrundkurs über 62 Kilometer. Er verläuft entlang der Täler Huisne, Commeauche und Corbionne. Damit stehen zwei unterschiedliche Streckenformen nebeneinander: die Fernradroute zwischen Paris und dem Mont-Saint-Michel und ein kürzerer Rundkurs entlang dreier Täler. Wenn Sie Rémalard für eine Reise mit einem Streckenbezug auswählen, können Länge und Art der Route bei der Planung eine Rolle spielen.

Gärten mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Der Jardin de La Petite Rochelle umfasst etwa 1,5 Hektar und ist in zehn thematische Gärten gegliedert. Hélène d’Andlau begann 1976 mit seiner Anlage. Die thematische Gliederung und die ungefähre Gesamtfläche geben einen konkreten Eindruck davon, wie der Garten aufgebaut ist. Für Garteninteressierte ist das eine andere Facette Rémalards als die Wege und historischen Bauwerke des Ortes.

Der Jardin du Moulin de Vaujours setzt einen anderen Schwerpunkt: Er ist ein mehr als einen Hektar großer Nutzgarten, der nach den Prinzipien der Permakultur und Agroforstwirtschaft bewirtschaftet wird. Kommentierte Besichtigungen sind von Juli bis September nach Vereinbarung möglich. Da sich Termine und Arrangements ändern können, stimmen Sie diese vorab ab. In der Scheune werden an einem Stand die Tagesernten sowie Honig aus dem Perche präsentiert. Der Stand ist samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet; das Angebot kann saisonal variieren. Der Unterschied zwischen den beiden Gärten liegt damit nicht nur in der Größe, sondern auch in ihrer Ausrichtung: thematisch gegliederte Gartenbereiche auf der einen, ein nach Permakultur und Agroforstwirtschaft bewirtschafteter Nutzgarten auf der anderen Seite.

Architektur, Geschichte und Kultur

Der Rundweg „Nobles logis“ beginnt an der Église Saint-Germain-d’Auxerre und führt über kleine Wege durch die Landschaft von Rémalard. Die Kirche bewahrt eine romanische Westfassade, ein Kirchenschiff und eine halbrunde Apsis. Zum Rundweg gehört außerdem ein Abstecher zur Wallburg des Châtellier. Wilhelm der Eroberer ließ sie 1078 errichten. So können Sie bei der Beschäftigung mit dem Rundweg sowohl die Architektur der Kirche als auch ein historisches Bauwerk an der Strecke in den Blick nehmen.

Le Passage vereint eine Mediathek, eine kleine Kunstgalerie und einen Raum für Begegnungen, Konferenzen und Aufführungen. Jede Ausstellung ist mit einer Begegnung mit der ausstellenden Künstlerin oder dem ausstellenden Künstler beziehungsweise einer Fachperson verbunden. Diese Begegnungen finden als öffentliche Konferenz oder Workshop statt. Die Aktivitäten sind kostenlos und für alle offen; da sich Zugangsbedingungen ändern können, prüfen Sie vor einem konkreten Besuch die aktuellen Angaben. Das Angebot ergänzt die baulichen und landschaftlichen Themen um ein kulturelles Programm, dessen einzelne Begegnungen an Ausstellungen gebunden sind.

Geologie und Fledermäuse

Die unterirdische Steinbruchanlage La Grotte de la Mansonnière ist ein Fledermaus-Überwinterungsstandort und der zweitwichtigste Überwinterungsstandort des Perche. Dort wurden etwa zehn Arten beobachtet, darunter sechs Arten von gemeinschaftlichem Interesse. Zugleich besitzt der Steinbruch großes geologisches Interesse, weil dort Primärkarst beobachtet wird. Diese Angaben machen deutlich, dass Rémalard neben Gärten, Architektur und Radstrecken auch ein eigenständiges Natur- und Geologiethema aufweist.

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