Zum Inhalt

Longueval ist ein Reiseziel mit einem klaren historischen Schwerpunkt: Memorials, Friedhöfe und ein Museum erinnern an die Beteiligung verschiedener Nationen an Konflikten des 20. Jahrhunderts. Dabei steht nicht nur eine gemeinsame Kriegsgeschichte im Vordergrund. Das South African Memorial, das New Zealand National Memorial und das Indian Memorial setzen unterschiedliche Akzente; die Friedhöfe ergänzen diese Perspektiven um konkrete Bezüge zu den Bestatteten. Wer die Orte nach ihren historischen Themen ordnet, kann die unterschiedlichen Erinnerungen besser auseinanderhalten.

Südafrikanische Gedenkorte

Das South African Memorial in Longueval erinnert an die Beteiligung Südafrikas am Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie am Koreakrieg. Es ist als Welterbestätte anerkannt. Dem Memorial gegenüber liegt ein Militärfriedhof mit 5.523 bestatteten Soldaten; 3.593 von ihnen sind namenlos.

Das Delville Wood Commemorative Museum ermöglicht Besucherinnen und Besuchern, mehr über Südafrikas Beteiligung an den großen Konflikten des 20. Jahrhunderts zu erfahren. Es wurde um das Cross of Consecration herum errichtet. Auf dem Delville Wood Cemetery ruhen 160 Südafrikaner, darunter acht, die in imperialen Einheiten dienten; 65 südafrikanische Bestattungen sind nicht namentlich identifiziert.

Wer den südafrikanischen Bezug als roten Faden für die Reise wählt, findet ihn in drei Formen wieder: Das Memorial erinnert an die Beteiligung an mehreren Konflikten, das Museum eröffnet einen Lernzugang zur Geschichte des 20. Jahrhunderts, und der Delville Wood Cemetery rückt die Bestatteten in den Blick. Die drei Orte ergänzen einander inhaltlich, ohne dieselbe Geschichte zu erzählen.

Neuseeländische und indische Erinnerungsorte

Das New Zealand National Memorial wurde an dem Ort errichtet, der während der Ersten Schlacht an der Somme vom 1. Juli bis zum 18. November 1916 als Endziel der neuseeländischen Division festgelegt war. Damit ist das Memorial an einen konkreten historischen Bezug gebunden. Auf dem nahe gelegenen Caterpillar Valley Cemetery befinden sich 125 Gräber neuseeländischer Soldaten. So stehen ein festgelegtes militärisches Ziel und die Gräber neuseeländischer Soldaten für unterschiedliche Blickwinkel auf das Gedenken.

Das Indian Memorial in Longueval erinnert an die Beteiligung und das Opfer indischer Truppen im Dienst des Britischen Empire. Es steht auf einer Anhöhe gegenüber dem Bois des Fourcaux. Sein historischer Schwerpunkt unterscheidet sich von den südafrikanischen und neuseeländischen Bezügen und erweitert damit die Perspektive auf die beteiligten Truppen.

Anzac Day und Routen durch Longueval

Auch der Anzac Day prägt den Gedenkkalender: In Longueval findet jedes Jahr rund um diesen Tag eine Gedenkveranstaltung statt. Wer gezielt zu diesem Anlass reisen möchte, sollte den konkreten Veranstaltungstermin vor der Buchung prüfen.

Der Circuit du Souvenir führt durch Longueval und verläuft anschließend weiter in Richtung Albert. Die 58 Kilometer lange Radroute Les chemins de la grande Guerre dans la Somme (Boucle A) führt über die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs an der Somme und schließt Longueval ein. Damit sind zwei unterschiedliche Routenbezüge benannt: Beim Circuit du Souvenir ist die Fortsetzung in Richtung Albert beschrieben, bei Boucle A die Gesamtdistanz und der Charakter als Radroute. Vor der Fahrt auf Boucle A sollten Sie die Streckenbedingungen prüfen.

Weitere Reiseziele entdecken: Montigny-Sur-L'hallue, Courcelles-Au-Bois, Lignières-En-Vimeu, Ault, Mesnil-Domqueur, Forest-Montiers, Mers-Les-Bains, Assevillers

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Somme.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.