Wer Bewegung mit Architektur und Landschaft verbinden möchte, findet in Poix-de-Picardie einen konkreten Ausgangspunkt für die Planung: Der Rundwanderweg Les Hauts de Poix ist 9 Kilometer lang und kann in Poix-de-Picardie beginnen. Die Route führt durch den Ortskern und ermöglicht die Entdeckung der Église Saint-Denis sowie des Viaduc de Poix-de-Picardie. Auf dem Rückweg verläuft sie am Fluss entlang über die Allée du Jeu de Paume. So lassen sich Ortskern, Flusslandschaft und zwei markante Bauwerke in einer Wanderung zusammen betrachten.
Wandern in Poix-de-Picardie
Mit neun Kilometern bietet Les Hauts de Poix eine konkrete Distanz, anhand derer Sie die Runde in Ihren Tag einordnen können. Wie viel Zeit Sie dafür einplanen, richtet sich nach Ihrem Tempo und den Pausen. Neben der Weglänge prägen auch die Ortsdurchquerung und die genannten Sehenswürdigkeiten den Charakter des Ausflugs: Die Kirche und das Viadukt gehören zu den Entdeckungen entlang der Route. Auf dem Rückweg führt der Weg über die Allée du Jeu de Paume am Fluss entlang; an der Allée befindet sich ein Trimm-dich-Pfad. Wer vor allem eine Wanderung sucht, kann so eine klar beschriebene Rundtour mit Ortsgeschichte und einem Abschnitt am Wasser verbinden.
Fluss und Landschaft
Poix-de-Picardie liegt im Gebiet „Haute vallée et cours de la rivière Poix“, einer kontinentalen ZNIEFF vom Typ 1. Die Landschaft des Gebiets ist durch ein Mosaik verschiedener Lebensräume geprägt: Dazu gehören Wälder, kalkhaltige Magerrasen und Bocage-Landschaften mit Hecken, Wiesen, Obstgärten und Teichen. Die Poix erreicht Poix-de-Picardie und hat im Tal trotz der Staustufen, die ihren Lauf unterteilen, ihren natürlichen Charakter bewahrt. Damit ergänzen sich zwei unterschiedliche Maßstäbe für die Reiseplanung: die konkrete, neun Kilometer lange Wanderung und der weitere Blick auf die Lebensräume im Gebiet Haute vallée et cours de la rivière Poix. Wer Naturthemen neben den Bauwerken des Orts berücksichtigen möchte, findet hier eine zweite Perspektive auf Poix.
Viadukt und Kirche
Das Viaduc de Poix-de-Picardie wurde 1866 aus Ziegeln errichtet. Es ermöglichte der Bahnlinie Amiens–Rouen, das 33 Meter tiefe Tal von Faÿ zu überqueren. Während des Ersten und des Zweiten Weltkriegs wurde das Bauwerk teilweise zerstört und anschließend originalgetreu wiederaufgebaut. Seine Geschichte verbindet somit den Bau für die Bahnlinie mit den Zerstörungen und Wiederaufbauten in beiden Kriegen.
Die Église Saint-Denis zeigt die spätgotische Flamboyant-Gotik der Picardie. Besonders auffällig sind ihre Gewölbeschlusssteine, von denen einige mehr als 1,20 Meter groß sind. Beim Rundgang stehen damit zwei verschiedene architektonische Themen nebeneinander: das aus Ziegeln errichtete Bahnviadukt und die spätgotische Kirche mit ihren großen Schlusssteinen. Die Route führt durch den Ortskern und ermöglicht, beide Bauwerke im Rahmen derselben Wanderung zu entdecken.
Besuchsplanung
Für die Église Saint-Denis nennt ein Tourismusführer für Juli und August kostenlose, selbstgeführte Besichtigungen mit Besuchsunterlagen, samstags und sonntags von 15:00 bis 17:30 Uhr. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch, ob diese saisonale Regelung aktuell gilt. Für das Viaduc de Poix-de-Picardie ist ganzjähriger kostenloser Zugang angegeben; klären Sie vor der Reise, ob diese Regelung weiterhin gilt. Das Tourismusinformationsbüro von Poix-de-Picardie befindet sich an der Place de la République. Da seine Adresse vor der Reise überprüft werden sollte, empfiehlt es sich, sie vor der Ankunft noch einmal zu bestätigen.
Weitere Reiseziele entdecken: Abbeville, Lanchéres, Longueau, Belloy-Sur-Somme, Nampont, Péronne, Fossemanant, Villers-Bocage.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Somme.