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Belvedere hat zwei prägnante Seiten: Die Gordolasque steht für alpine Landschaft und Wanderbezüge; Kirchen, Kapellen und wiederkehrende Feste führen zu religiösem Erbe und lokalen Bräuchen. Richten Sie Ihre Interessen eher auf das Tal, die Geschichte der Sakralbauten oder die Traditionen des Ortes – oder wählen Sie aus jedem Bereich einzelne Themen für Ihren Aufenthalt.

Wandern und alpine Landschaft

Das Gordolasque-Tal liegt zwölf Kilometer flussaufwärts von Belvédère. Die Gordolasque ist ein Nebenfluss der Vésubie, liegt im Parc National du Mercantour und bildet ein alpines Tal. Im Wildbach ist Forellenangeln möglich. Damit stehen in der Gordolasque sowohl die Landschaft als auch eine konkrete Aktivität am Wasser im Mittelpunkt.

Von Nizza aus erreichen Sie die Ausgangspunkte der Wanderwege in der Gordolasque, indem Sie das Vésubie-Tal hinauffahren, Belvédère passieren und der Gordolasque-Straße bis zu ihrem Ende folgen. Prüfen Sie die Straßenbedingungen vor Ort, bevor Sie die Fahrt planen.

Das Vallée des Merveilles ist von der Gordolasque aus ausschließlich zu Fuß erreichbar. Im Tal wurden mehr als 36.000 Felsgravuren aus der Kupfer- und Bronzezeit entdeckt; das Ensemble aus Vallée des Merveilles und Fontanalbe ist als historisches Denkmal klassifiziert. Wer sich für die Gravuren interessiert, sollte die Erreichbarkeit zu Fuß bei der Planung berücksichtigen.

Ein anderer Schwerpunkt ist der vergessene Kapellenweg in Belvédère. Dieser Wanderweg erkundet ländliche Kapellen sowie das religiöse Erbe und die lokale Geschichte. So unterscheiden sich die Themen klar: Die Gordolasque verbindet alpine Landschaft mit dem Zugang zum Vallée des Merveilles, der Kapellenweg widmet sich religiösem und lokalem Erbe.

Kirchen, Kapellen und kulturelles Erbe

Die Pfarrkirche Saint-Pierre und Saint-Paul stammt aus dem 17. Jahrhundert. Ihr quadratischer Glockenturm besteht aus Tuffstein. Die Chapelle Saint-Antoine in der Rue Saint-Antoine ist älter: Sie stammt aus dem späten 15. Jahrhundert und beherbergt einen Altar, Gemälde und Wandmalereien. Die beiden Bauwerke geben unterschiedliche Einblicke in die sakrale Architektur Belvédères.

In der Chapelle Saint-Blaise wird das Schutzritual Coulagno noch heute praktiziert; von der Kapelle aus gibt es Ausblicke auf das Vésubie-Tal. Oberhalb von Belvédère liegt die Chapelle du Planet am GR52A; sie ist Regina Coeli Fenestra gewidmet. Im Kontext der Gordolasque ist die Chapelle Saint-Grat mit Schutzbräuchen der Bauern gegen Unwetter und Schädlinge an den Ernten verbunden.

Musée du Lait und lokale Traditionen

Das Musée du Lait ist seit 1911 in der ehemaligen Molkereigenossenschaft untergebracht. Es präsentiert historische Geräte zur Herstellung von Butter und Käse sowie alte Arbeitsgeräte aus dem Hirtenleben und vermittelt überlieferte Kenntnisse der Butter- und Käseherstellung. Besuche können nach vorheriger Vereinbarung über das Informationsbüro des Office de Tourisme Métropolitain Nice Côte d’Azur stattfinden.

Auch die Feste geben den Bräuchen einen konkreten Rahmen. Das Fest der Polente findet am Tag nach Mardi gras statt. Auf der Place des Tilleuls gibt es dafür sieben quadratische Steinflächen und eine große Fläche, die weiterhin zum Kochen der Sauce und der Polente über dem Feuer dient. Das jährliche Fest Saint-Blaise wird am 3. Februar in der gleichnamigen Kapelle gefeiert; dazu gehören eine Messe und eine Kohlfarandole, angeführt von den zuletzt verheirateten Paaren des vergangenen Jahres.

Zu Saint Michel findet das Fest „Le retour des bergers“ statt: Die Herden kommen von den Sommerweiden ins Dorf hinab, und die Hirten werden von der gesamten Bevölkerung gefeiert. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf eines dieser Feste ausrichten möchten, prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstermine.

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