Forcalqueiret lässt sich über drei unterschiedliche Themen erschließen: die Ruinen des Castellas, die Pfarrkirche Saint-Martin und die Issole, die den Ort durchquert. Spaziergänge entlang des Flusses ergänzen die historischen Bauwerke um eine landschaftliche Perspektive. Hinzu kommt der jährlich am 1. Mai stattfindende Pflanzenmarkt. Für Ihre Planung ergibt sich so eine Auswahl aus historischer Architektur, Flusslandschaft und einem saisonal gebundenen Ereignis; Sie können die Schwerpunkte nach Ihren Interessen setzen.
Die Burg Castellas: Hofanlage und Mauerwerk
Die bedeutenden Ruinen der Burg Castellas bestehen aus sechs Gebäudeteilen, die um einen Hof angeordnet sind. Zwei davon besitzen noch Tonnengewölbe; bei den übrigen ist der größte Teil der aufragenden Mauern erhalten. So unterscheiden sich die erhaltenen Bauteile: In zwei Gebäudeteilen bleibt ein Gewölbe bestehen, während bei den anderen die aufragenden Mauern prägend sind. Ein Tonnengewölbe ist ein längs verlaufender, bogenförmiger Deckenabschluss; der Begriff macht die Form des erhaltenen Bauteils verständlich. Seit dem Erlass vom 20. Juli 1966 stehen die Ruinen der Festungsburg als historisches Denkmal unter Schutz.
Die Issole: Spaziergänge am Fluss
Die Issole durchquert Forcalqueiret; entlang des Flusses bieten sich Spaziergänge an. Dabei steht nicht ein einzelnes Gebäude, sondern der Flusslauf selbst als landschaftlicher Bezugspunkt im Mittelpunkt. So ergänzt die Issole die historischen Bauwerke um einen anderen Schwerpunkt für den Aufenthalt.
Saint-Martin und die Baugeschichte des Ortes
Die Pfarrkirche Saint-Martin ist das einzige noch erhaltene von drei erfassten religiösen Bauwerken in Forcalqueiret; die beiden anderen sind verschwunden oder nur noch als Überreste vorhanden. Saint-Martin wurde zwischen 1865 und 1868 erbaut und ersetzte eine ältere Kirche von 1742. Diese Vorgängerkirche war instabil und gefährlich geworden. Die Daten markieren zwei getrennte Bauphasen: 1742 gehört zum älteren Bau, 1865 bis 1868 zum Ersatz durch Saint-Martin. Hinter der Kirche befindet sich eine Kapelle, die als Begräbnisstätte des letzten Grafen von Pontevès dient. Sie fügt der Abfolge der Kirchenbauten einen eigenen historischen Bezug hinzu.
Das Waschhaus in der Rue Frédéric-Mistral
Das Waschhaus ist ein erhöhtes, überdachtes Betonbauwerk mit drei Becken, vier gemauerten Pfeilern und einem mit Ziegeln gedeckten Pyramidendach. Ein Pyramidendach verläuft von mehreren Seiten schräg zu einem oberen Punkt; bei diesem Waschhaus ist es mit Ziegeln gedeckt. Die drei Becken und vier Pfeiler gehören ebenfalls zu den konkreten Baumerkmalen. Das Waschhaus befindet sich in der Rue Frédéric-Mistral. Es stammt wahrscheinlich aus den 1920er oder 1930er Jahren.
Grand Marché aux plants am 1. Mai
Der Grand Marché aux plants findet jedes Jahr am 1. Mai statt. Zahlreiche Erzeuger bieten dort Bäume, Blumen, Pflanzen, Blumenzwiebeln und weiteres Saatgut an. Das Angebot kann sich je nach Ausgabe unterscheiden. Der feste Termin gibt dem Markt einen klaren Platz in der Reiseplanung im Frühling; prüfen Sie vor der Reise das Programm des jeweiligen Jahres. So können Sie den Markt als eigenen Anlass berücksichtigen und seine saisonale Ausrichtung mit den historischen und landschaftlichen Themen Forcalqueirets verbinden.
Weitere Reiseziele entdecken: Comps-Sur-Artuby, Montauroux, Pignans, Bandol, Flassans-Sur-Issole, Bargème, Le Lavandou, Ampus
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Var.