Pertuis bietet für die Planung eines Aufenthalts zwei konkrete Ansatzpunkte: historische Bauwerke und Radbeschreibungen mit Startpunkten im Ort. Damit können Sie früh entscheiden, ob Sie Ihre Zeit eher der Architektur und Ortsgeschichte oder einer Radroute im südlichen Luberon widmen möchten. Die Bauwerke führen durch verschiedene Epochen und Funktionen; bei den Radrouten helfen die benannten Startorte und Landschaftsangaben bei der Orientierung. Für die Suche nach einem Hotel in Pertuis ist der geplante Schwerpunkt deshalb eine sinnvolle erste Frage.
Kirchen, Befestigungen und Kapellen
Die Église Saint-Nicolas wurde zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert erbaut. Ihre Architektur gilt als typisch für die spätmittelalterliche Provence. Die Kirche ist dem heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Schiffer, geweiht. Die Widmung hängt vermutlich mit dem Hafen und der Fähre von Pertuis an der Durance zusammen.
Die Tour Saint-Jacques ist der letzte erhaltene Turm der früheren Befestigungsanlagen von Pertuis. Le Donjon bietet einen anderen Blick auf die Baugeschichte: Es ist eines der seltenen Beispiele mittelalterlicher Militärarchitektur in der Provence. Das sogenannte Haus der Königin Jeanne wiederum ist ein kleiner manieristischer Palast aus dem späten 16. Jahrhundert. Diese Bauwerke stehen für unterschiedliche historische Themen – von den früheren Befestigungen über Militärarchitektur bis zu einem Palast im manieristischen Stil.
Die Chapelle de la Charité wurde 1719 errichtet und verbindet barocke mit klassizistischen Stilelementen. Sie ist der einzige erhaltene Teil des früheren Hôpital de la Charité von Pertuis. Heute beherbergt sie Ausstellungen und Konzerte; Besuche sind während Veranstaltungen möglich. Wenn Sie die Kapelle einplanen möchten, richten Sie Ihren Besuch deshalb nach einem Veranstaltungstermin aus. So gehört die Besichtigung zum konkreten Programm und nicht allein zum Blick auf die Architektur.
Waschhäuser mit unterschiedlichen Merkmalen
Das Lavoir Notre-Dame ist ein in den Fels gebautes Waschhaus am östlichen Stadtausgang von Pertuis. Es wurde 1882 in der Stadtmauer nahe dem ehemaligen Tor Notre-Dame angelegt. Beim Lavoir Saint-Jacques stehen andere bauliche Einzelheiten im Vordergrund: Der heutige Brunnen mit Waschhaus wurde 1851 vom städtischen Maurer Louis Chaffard errichtet. An den Brunnen schließt sich ein überdachtes Waschhaus mit einem halbrunden Becken aus behauenen Steinen an.
Der Vergleich hilft, die beiden Orte nicht als gleichartige Bauwerke zu lesen. Beim Lavoir Notre-Dame sind die Lage am Stadtausgang, der Fels und die frühere Tor- und Mauerbeziehung prägend. Beim Lavoir Saint-Jacques geben die Bauzeit, der genannte Maurer und das überdachte Becken konkrete Anhaltspunkte. Wenn Sie sich für die örtliche Baugeschichte interessieren, zeigen diese Details zwei verschiedene Formen eines Waschhauses.
Radroute und Orientierung
Le Pays d’Aigues à vélo umfasst eine zweitägige Route, die am SNCF-Bahnhof von Pertuis beginnt und endet. Die westliche Schleife startet dagegen am Fremdenverkehrsamt von Pertuis an der Place Mirabeau in der Altstadt. Damit sind für die Radplanung zwei benannte Ausgangspunkte verfügbar: der Bahnhof für die zweitägige Route und der Platz beim Fremdenverkehrsamt für die westliche Schleife. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die örtlichen Zugangsmöglichkeiten am Bahnhof.
Auch die Landschaftsangaben unterscheiden sich in ihrem Schwerpunkt. Die zweitägige Route führt zwischen Weinbergen, Olivenfeldern und malerischen Dörfern im südlichen Luberon entlang. Für die westliche Schleife werden Weinberge und Schlösser im südlichen Luberon genannt. So erhalten Sie neben den Startpunkten eine Vorstellung davon, welche Landschaftsthemen die jeweilige Beschreibung hervorhebt. Da sich Routenbedingungen ändern können, empfiehlt sich vor dem Start ein Blick auf die aktuelle Situation.
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