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In Ilderton treffen an St Michael zwei Bauzeiten aufeinander: Der größte Teil der Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert, ihr Turm jedoch aus dem 13. Jahrhundert. Auch die archäologischen Zeugnisse in den benannten Orten der Gemeinde eröffnen unterschiedliche Perspektiven – von prähistorischen Siedlungen bis zu mittelalterlichen Anlagen.

Kirche, Mausoleum und Dorfgeschichte

Am westlichen Rand des Kirchhofs von St Michael steht das Roddam-Mausoleum. Es wurde 1795 aus Stein erbaut, ist innen tonnengewölbt und enthält das Grab von Admiral Robert Roddam. Kirche und Mausoleum lassen sich so als zwei unterschiedliche historische Bauwerke betrachten: hier der Kirchturm aus dem Mittelalter, dort ein Mausoleum aus dem späten 18. Jahrhundert.

Das mittelalterliche Dorf North Middleton ist gut erhalten und bewahrt bedeutende archäologische Ablagerungen. Sein früherer Name lautete Midilest Middleton; erstmals erwähnt wird es 1242. Diese Namens- und Zeitangabe ergänzt den Blick auf die sichtbaren Siedlungsreste um eine dokumentierte Dorfgeschichte.

Hillforts und Siedlungsreste

Das Hillfort von Middleton Dean liegt im Pfarrbezirk Ilderton am östlichen Rand der Cheviot Hills. Es befindet sich auf einer nahezu ebenen Geländeterrasse über dem Zusammenfluss zweier Täler, auf 230 Metern Höhe. Seine ursprüngliche eisenzeitliche Öffnung war ein einfacher Durchgang, der in romano-britischer Zeit verändert und wiederverwendet wurde. Lage und Eingang erzählen damit von zwei verschiedenen Aspekten des Platzes: seiner markanten Landschaftsform und seiner späteren Nutzung.

Am Brands Hill umfasst ein Bodendenkmal eine umfriedete einheimische Siedlung aus römischer Zeit, nicht umfriedete Rundhausreste, ein Feldsystem und einen Weg. Eine Siedlung nahe Cowboy’s Cairn weist im erhöhten Teil ihrer Einfriedung drei Rundhäuser beziehungsweise Rundhausplätze auf; ihr durchschnittlicher Durchmesser beträgt sieben Meter. Eine einheimische Siedlung am Nordosthang des Brands Hill ist gut erhalten und dürfte bedeutende archäologische Ablagerungen enthalten.

Auch die Zeugnisse am Heddon Hill unterscheiden sich in ihrer Form. Eine romano-britische Siedlung nordöstlich des Hügels ist gut erhalten und bewahrt Hinweise auf das häusliche Leben jener Zeit. Bei einer weiteren Siedlung sind drei Rundhäuser um einen Innenhof angeordnet und mit einer Einfriedung verbunden. Nördlich von Heddon Hill liegt zudem eine gut erhaltene, nicht umfriedete Rundhaussiedlung, die Erkenntnisse über prähistorische Besiedlung und Landwirtschaft bewahrt.

Landmarken, Steinsetzungen und Ausblicke

Auf dem Dod Hill liegen drei gut erhaltene Hügelgräber in einer Ost-West-Reihe. Die Stätte bewahrt bedeutende archäologische Ablagerungen und bietet weite Ausblicke in alle Richtungen. Die befestigte eisenzeitliche Siedlung auf dem Gipfel von Foxes Knoll liegt 740 Meter südöstlich von South Middleton; von dort reichen die Ausblicke nach Norden und Osten. Beide Orte verbinden archäologische Reste mit einer beschriebenen Aussicht, aber die Blickrichtungen sind verschieden.

Ein Steinkreis und eine Steinreihe aus dem späten Neolithikum beziehungsweise der frühen Bronzezeit liegen 370 Meter westlich von Threestoneburn House. Sie befinden sich auf einer sanft geneigten Landspitze am Zusammenfluss des Threestone Burn und eines kleineren Nebenflusses. Threestoneburn House selbst ist denkmalgeschützt und wahrscheinlich ein Haus aus der mittleren bis späten Phase des 18. Jahrhunderts, das später verändert wurde.

Die Felskunsttafel 190 Meter südwestlich des Hillforts von Middleton Dean liegt auf einer hohen, ebenen Landspitze, an der der Middleton Dene Burn und der Lilburn Burn zusammenfließen. Das Bodendenkmal südöstlich von Middleton Dean dokumentiert Landnutzung und Besiedlung über drei Jahrtausende. Zu ihm gehört eine quadratische mittelalterliche Wasserburganlage: Sie ist insgesamt etwa 85 Meter breit, ihr Außengraben drei Meter tief. Am Lamb Crag umfasst ein weiteres Bodendenkmal ein oder zwei Rundhäuser innerhalb eines annähernd rechteckigen, von einem Wall eingefassten Feldstücks; von dort gibt es weite Ausblicke nach Nordosten.

Unterkunft und Routenbezüge

Ilderton Dod Barns bei Ilderton Dod liegt im Northumberland National Park. Mehrere Fußwege und Reitwege queren das Gelände der Unterkunft. Eine Schleife der offiziellen Mountainbike-Route Sandstone Way führt direkt daran vorbei; prüfen Sie ihre Routenführung vor der Fahrt. Die Route 68 des National Cycle Network verläuft am Ende der Straße, die zu Ilderton Dod Barns führt. Diese Hinweise beschreiben unterschiedliche Routenbezüge – eine Mountainbike-Schleife an der Unterkunft und eine Radroute am Ende der Zufahrtsstraße.

Weitere Reiseziele entdecken: Chillingham, Seahouses, Hexham, Brampton, Kirknewton, Chatton, Allendale Town, Berwick-Upon-Tweed.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Northumberland.

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