Am Systrafoss fällt der Fluss Fossá aus dem See Systravatn herab – Wasserfall, Fluss und See sind hier unmittelbar verbunden. Oberhalb von Kirkjubæjarklaustur führt die Ástarbrautin zu Blicken über den Ort und auf die wurzellosen Schlackenkegel von Landbrotshólar. Für den Aufenthalt lassen sich eine etwa fünf Kilometer lange Rundwanderung und kulturhistorische Stationen im Ort als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.
Landschaft zwischen See, Basalt und Lava
Systravatn liegt oberhalb von Kirkjubæjarklaustur am Rand des Felsengürtels. Im Systrafoss-Tal liegt Fossasteinn, ein großer Fels, der 1830 während eines heftigen Gewitters vom Berg herabstürzte. So gehören neben den Gewässern auch markante geologische Formen zur Landschaft des Ortes.
Östlich von Kirkjubæjarklaustur liegt Kirkjugólf an der Straße 203. Das geschützte Naturdenkmal besteht aus säulenförmigem Basalt. Eldmessutangi markiert westlich von Systrastapi die Stelle, an der die Lava zum Stillstand kam; dieser Endpunkt des Lavastroms ist bis heute sichtbar. Die beiden Orte stehen für unterschiedliche geologische Merkmale: Basaltsäulen auf der einen, eine sichtbare Grenze des Lavastroms auf der anderen Seite.
Zur räumlichen Orientierung: Die Straße 1 verläuft am Rand von Kirkjubæjarklaustur. Kirkjugólf liegt östlich des Ortes an der Straße 203.
Wanderwege und Aussichtspunkte
Die Ástarbrautin ist ein etwa 5 km langer Rundwanderweg oberhalb des Ortes. Sie beginnt am Informationszentrum Skaftárstofa und führt zum Systrafoss. Der Weg verläuft größtenteils über Gras und beginnt mit einem steilen Anstieg von 80 Metern. Von dort reicht der Blick über Kirkjubæjarklaustur und auf die wurzellosen Schlackenkegel von Landbrotshólar; die Sicht hängt vom Wetter ab. Auch Wetter und Wegpflege beeinflussen die Wegbedingungen. Prüfen Sie diese vor dem Aufbruch.
In der Nähe des Systrafoss verlaufen weitere Wanderwege, darunter ein leichter Weg hinauf zum Systravatn. Damit gibt es neben der etwa fünf Kilometer langen Rundtour auch einen Weg, dessen leichter Aufstieg zum See einen anderen Schwerpunkt setzt.
Westlich von Kirkjubæjarklaustur erhebt sich der steile Felsenhügel Systrastapi, der bestiegen werden kann. An seiner Südseite befindet sich eine Kette, über die man den Hügel erklimmen kann. Vom Gipfel reicht der Blick über Gletscher, die Lava des Laki-Ausbruchs und die Umgebung des Ortes.
Klostergeschichte und lokale Überlieferungen
Der Name Systrafoss steht mit dem Nonnenkloster in Kirkjubær in Verbindung, das 1186 gegründet wurde; später wurde der Ort Kirkjubæjarklaustur genannt. Auf dem Gipfel von Systrastapi sollen der lokalen Überlieferung zufolge zwei Nonnen des Klosters begraben sein. Eine weitere Legende erzählt von zwei Nonnen, die nach einer Hand mit einem goldenen Ring griffen und in die Tiefen des Systravatn gezogen wurden.
Auch die Höhle Sönghellir zwischen Systrastapi und Systravatn ist mit einer Klosterüberlieferung verbunden: Nonnen aus Kirkjubær und Mönche aus Þykkvabæjarklaustur sollen einander durch Singen verständigt haben. Die Gedenkkapelle Minningarkapella Sr. Jóns Steingrímssonar wurde 1974 dem Geistlichen Jón Steingrímsson (1728–1791) gewidmet. Sie steht etwas östlich des alten Kirchenstandorts. Auf dem alten Friedhof befinden sich unter anderem Grabsteine für Jón Steingrímsson und seine Frau Þórunn.
Skaftárstofa und Schwimmbad
Skaftárstofa ist das Touristeninformationszentrum im Gemeinschaftshaus Kirkjuhvoll. Dort gibt es eine multimediale Ausstellung über das Kloster in Kirkjubær sowie eine Bildungsausstellung des Vatnajökull-Nationalparks und des Katla-Geoparks. Eine Naturausstellung behandelt die Skaftá und die Ausbrüche des Grímsvötn 2011 und des Eyjafjallajökull 2010. Das Zentrum verfügt außerdem über einen großen Ausstellungs- und Veranstaltungssaal. Da sich Ausstellungsinhalte und Betriebsdetails ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch den aktuellen Stand.
Das Schwimmbad im Sportzentrum von Kirkjubæjarklaustur verfügt über ein Warmwasserbecken für Erwachsene und ein Kinderplanschbecken. Auch diese Ausstattungsdetails können sich ändern; ein Blick auf die aktuellen Informationen hilft bei der Planung.
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