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Mitten im Ortszentrum beginnen die Wege von I Sentieri del Vino: Sie führen durch Weinberge und über traditionell von Landwirten genutzte Wege. Canosa Sannita erschließt sich damit nicht nur über eine Weinlandschaft. Alte Tratturi, Bau- und Sammlungsgeschichte sowie sichtbare Spuren im Umland setzen andere Akzente. Für Ihre Planung ergeben sich unterschiedliche Maßstäbe: ein kurzer Spaziergang ab Ortskern, eine autofahrbare Rundstrecke und mehrere kulturhistorische Themen.

Weinwege und Landschaft

Die Gemeinde hat das örtliche Wegenetz I Sentieri del Vino angelegt. Es beginnt im Ortszentrum und verläuft durch Weinberge auf traditionell von Landwirten genutzten Wegen. Zahlreiche Informationstafeln markieren die Wege, die gut erkennbar sind; prüfen Sie vor dem Aufbruch den Zustand der Beschilderung vor Ort. Einige Tafeln nennen die lokalen Rebsorten Montepulciano d’Abruzzo, Trebbiano und Pecorino. Die Weinberge bilden dabei den Landschaftsrahmen; die Tafeln ergänzen den Weg um einzelne Hinweise auf den Weinbau.

Vom Ortskern führt außerdem ein kurzer Spaziergang zur Fonte Vecchia. Eine aussichtsreiche Rundstrecke von etwa 12 Kilometern lässt sich mit dem Auto auf durchgehend asphaltierten Straßen befahren. So können Sie den kurzen Weg ab Ortsmitte von einer Autofahrt auf der Rundstrecke unterscheiden und die passende Bewegungsart für Ihre Planung wählen.

Zwei alte Tratturi verlaufen durch das Umland von Canosa Sannita: der Tratturo Magno und der Tratturo Centurelle-Montesecco. Ein Abschnitt des Tratturo Centurelle-Montesecco führt durch Weinberge und bietet Ausblicke auf die Adria und die Apenninen.

Kirche, Museum und Ortsgeschichte

Die Pfarrkirche San Filippo e Giacomo wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut. Sie bewahrt eine kunstvoll gearbeitete hölzerne Büste des heiligen Blasius aus dem 18. Jahrhundert. Der zeitliche Kontrast zwischen dem Wiederaufbau nach dem Krieg und dem Kunstwerk aus dem 18. Jahrhundert prägt die Bau- und Kunstgeschichte der Kirche.

Im historischen Palazzo Martucci befindet sich das Museo della Guerra per la Pace. Es bewahrt rund 1.000 historische Gegenstände im Zusammenhang mit den beiden Kriegen. Kirche und Museum bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Kulturinteressierte: sakrale Kunst und Nachkriegsbaugeschichte auf der einen, historische Gegenstände im Zusammenhang mit den beiden Kriegen auf der anderen.

Spuren im Umland und ein Festbrauch

Mehrere in Sand gegrabene Höhlen sind nahe der Siedlung noch sichtbar. Sie dienten Briganten als Zufluchtsorte. Das Casino di Moggio ergänzt die Spuren ländlicher Geschichte: Das Bauwerk der ländlichen Tradition ist an den ausgeschilderten Wegen im Umland anzutreffen.

Zur jährlichen Feier des heiligen Antonius ziehen die Carri di Sant’Antonio durch die Straßen von Canosa Sannita. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf diesen Brauch ausrichten möchten, prüfen Sie die konkreten Festtage und das Programm vor Ort.

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