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Casalincontrada setzt einen besonderen Schwerpunkt auf die Baukultur aus ungebrannter Erde. In dem hügeligen Ort im Val Pescara, in der Provinz Chieti, erschließt sich dieses Thema über historische Wohnhäuser, Bauelemente und wiederkehrende Veranstaltungen. Wer eine Ferienwohnung für einen Aufenthalt sucht, kann den Ort als Ziel für Kultur und regionale Feste in Betracht ziehen. Die Sehenswürdigkeiten setzen dabei unterschiedliche Akzente: erhaltene Wohnräume, traditionelles Baumaterial und Details an Toren und Kirchen.

Wohnhäuser und Wissen zum Bauen mit Erde

Die Villa De Lollis ist das Geburtshaus von Cesare De Lollis und Sitz des Centro di Documentazione Permanente sulle Case di Terra. In der Villa können Besucher die originalen Wohnräume, Einrichtungsgegenstände, persönlichen Gegenstände und die Bibliothek von Cesare De Lollis besichtigen. Das Centro dokumentiert lokales Wissen über das Bauen mit Massone, einer Mischung aus Erde und Stroh. So stehen in Casalincontrada sowohl ein konkretes Wohnhaus mit seiner erhaltenen Einrichtung als auch Wissen über ein traditionelles Baumaterial im Mittelpunkt.

Ein weiteres Beispiel ist die Casa di Teresa, ein traditionelles zweigeschossiges Haus aus Massone. Im Erdgeschoss befinden sich Küche und Stall, im Obergeschoss zwei Schlafzimmer. Die Aufteilung zeigt unterschiedliche Funktionen der beiden Ebenen. Außerdem beherbergt das Haus eine Dauerausstellung über Techniken des Bauens mit Lehm beziehungsweise ungebrannter Erde. Für den Zugang wird kein Eintrittsgeld erhoben. Erfragen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch direkt bei der Einrichtung.

Historische Details im Ortsbild

Zu den bedeutenden architektonischen und historischen Elementen Casalincontradas gehört der Arco d'ingresso aus dem 14. Jahrhundert. Auf dem Bogen steht eine steinerne Madonna mit Kind aus dem 15. Jahrhundert. Die Porta di Cerretone bietet einen anderen Blick auf die Gestaltung von Bauwerken: Ihr Tympanon aus Kalkstein zeigt pflanzliche Motive und Tierdarstellungen. Die Chiesa Santa Maria della Pietà, früher San Domenico, stammt ebenfalls aus dem 14. Jahrhundert.

La Cisterna ist eine Zisterne aus dem 16. Jahrhundert neben der früheren Kirche San Domenico im alten Ortskern; früher diente sie als Wasserspeicher. Die Chiesetta dell'Iconicella stammt ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert und steht am Zusammenfluss alter Tratturo-Zweige. Diese Bauwerke ergänzen die historischen Wohnhäuser um Beispiele für frühere Wasserspeicherung und sakrale Architektur.

Rundweg und Veranstaltungen

Auf dem Rundweg Il percorso delle case di terra können Besucher einige restaurierte Häuser aus ungebrannter Erde besuchen. In Begleitung der Eigentümer und Bewahrer ist es möglich, die Häuser von innen zu betreten und ihre Geschichten kennenzulernen. Stimmen Sie solche Begegnungen vor Ort mit den Bewahrern ab. Anders als bei einem Blick auf einzelne Bauwerke verbindet der Rundweg die restaurierten Häuser mit Einblicken in ihre Innenräume und Geschichten.

Auch die wiederkehrenden Veranstaltungen geben der Reiseplanung zeitliche Anhaltspunkte. Die Sagra della Marrocca findet jedes Jahr gewöhnlich in der dritten Juliwoche statt. Die Festa della Terra wird jeden September veranstaltet; sie wurde 1996 gegründet und dauert eine Woche. Zum Programm gehören Seminare, praktische Workshops, Fotoausstellungen, Tagungen und Momente eines Volksfestes. Im Mittelpunkt steht das gesunde, nachhaltige und regionale Bauen mit ungebrannter Erde. Juli und September bieten damit unterschiedliche Zeitfenster, wenn Sie Ihren Aufenthalt mit einem Fest verbinden möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Orsogna, Castiglione Messer Marino, Tollo, Sambuceto, Rocca San Giovanni, Lanciano, San Giovanni Teatino, Mezzano.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Chieti.

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