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Auf 398 Metern über dem Meeresspiegel liegt Lentella auf der Gipsader der Abruzzen, auf einer Felsklippe zwischen sanften Lehmhügeln. Von hier reicht der Blick zu den Gipfeln der Maiella. Geologie, benannte Wege und historische Orte geben dem Ziel unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Wer eine Reise plant, kann Landschaft, Baugeschichte und lokale Spezialitäten nach den eigenen Interessen gewichten.

Gipslandschaft und Wege

Der Monte Calvario besteht überwiegend aus Gips und liegt in einer Landschaft mit kleinen Wäldern und Buschflächen. Auch die Route I Gessi di Lentella führt durch diese geologisch geprägte Umgebung: Ihr größter Teil verläuft innerhalb des SIC „Gessi di Lentella“.

Die Route I Gessi ist 12,5 Kilometer lang, beginnt an der Anschlussstelle von Lentella an der Fondovalle Trigno und eignet sich besonders für Mountainbiking. Der Sentiero dei Gessi bietet andere Orientierungspunkte: Er endet an der Piazza Giuseppe Garibaldi in der Gemeinde Lentella und kreuzt dort die Via dell’Olio. So stehen bei den beiden benannten Wegen unterschiedliche Angaben im Mittelpunkt – bei I Gessi Länge, Startpunkt und Mountainbiking, beim Sentiero Endpunkt und Wegkreuzung.

Im Gebiet der Gessi di Lentella kommt typisch mediterrane Vegetation vor, darunter wilde Orchideen und das für die Region seltene Federgras der Monti Frentani (Stipa austroitalica subsp. frentana).

Archäologische Spuren und Baugeschichte

Der archäologische Komplex Castello Manno in der Ortschaft La Coccetta umfasst Fragmente aus der Bronzezeit. In Contrada Casale dei Monaci befinden sich die Überreste einer alten Benediktinersiedlung, die auf den Resten eines heidnischen Tempels errichtet wurde. Die beiden Orte stehen damit für unterschiedliche historische Bezugspunkte: bronzezeitliche Fragmente einerseits und die Überlagerung von Siedlung und Tempelresten andererseits.

Auch die Kirchen lassen sich anhand ihrer Bauzeit unterscheiden. Die Chiesa di Santa Maria Assunta wurde um 1500 erbaut; die Chiesa dei Santi Patroni Cosma e Damiano entstand Ende des 18. Jahrhunderts. Die unterschiedlichen Zeitangaben geben einen konkreten Vergleichspunkt, wenn Sie sich für die Baugeschichte Lentellas interessieren.

Im befestigten Dorf ist der Palazzo Catalano ein charakteristisches Gebäude. Die Ruine der Chiesa di San Giovanni liegt nahe dem alten Friedhof von Lentella. Zusammen mit den archäologischen Stätten und den Kirchen zeigen diese benannten Orte verschiedene Seiten der lokalen Geschichte: von Fragmenten und Ruinen bis zu einem Gebäude, das den Charakter des befestigten Dorfes prägt.

Lokale Traditionen und Spezialitäten

In Contrada Casale dei Monaci wird die Gipswasserquelle zum Augenwaschen genutzt. Ihrem Wasser werden traditionell heilende Eigenschaften zugeschrieben.

Zu den kulinarischen Spezialitäten Lentellas gehören frittierte süße Scrippelle. Die Spezialität ist ein eigener kulinarischer Bezugspunkt neben den Wegen, der Landschaft und den historischen Orten. Bei der Wahl eines Reiseziels können Sie so abwägen, welche dieser Themen für Ihren Aufenthalt besonders wichtig sind.

Weitere Reiseziele entdecken: Lanciano, Villamagna, Gessopalena, Treglio, Bomba, Fresagrandinaria, Colledimezzo, Carunchio.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Chieti.

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