Im Castello Piccolomini bewahrt die Collezione Torlonia 184 Objekte und 344 römische Bronzemünzen. Celano verbindet solche konkreten Spuren seiner Geschichte mit Kirchen, einem historischen Wanderweg und markanten Landschaften. Für die Planung eines Aufenthalts können Sie deshalb zwischen kulturellen Entdeckungen und Zeit im Freien wählen – oder beides als unterschiedliche Schwerpunkte berücksichtigen.
Kulturgeschichte in Sammlungen, Kirchen und Siedlungsspuren
Die Collezione Torlonia nennt zwei klar bezifferte Bestände: 184 Objekte und 344 römische Bronzemünzen. Einen anderen zeitlichen Horizont eröffnet Paludi di Celano. Die Siedlung gilt als das am umfassendsten ausgegrabene prähistorische Pfahlbaudorf der Abruzzen und datiert vom 17. bis ins 10. Jahrhundert v. Chr. So stehen in Celano römische Fundstücke und eine deutlich ältere Siedlungsgeschichte als unterschiedliche Zugänge zur Vergangenheit nebeneinander.
Auch die Kirchen setzen eigene historische und künstlerische Akzente. Die Chiesa della Madonna delle Grazie gilt als einziger Ort, der während der Belagerung durch Kaiser Friedrich II. und der anschließenden Zerstörung des alten Celano im Jahr 1223 verschont blieb. In der Chiesa di San Michele Arcangelo, auch Chiesa di Sant’Angelo genannt, wird eine Reliquie von Papst Celestine V. aufbewahrt. Die Chiesa di San Giovanni Battista bewahrt gut sichtbare Fresken aus dem 15. Jahrhundert, die Künstlern der sienesischen Schule zugeschrieben werden. Dazu gehört die „Madonna con Bambino rampante“ von Andrea De Litio. In der Santa Maria Valleverde gibt es außerdem eine Bibliothek mit etwa 100.000 alten Bänden.
Wanderwege, Schlucht und Bergpanorama
Der Celano Historic Trail ist in drei Routen unterteilt: kurz, mittel und lang. Sie unterscheiden sich zudem im Schwierigkeitsgrad. Zur Orientierung dienen rot-weiße Farbmarkierungen und handgeschnitzte Holzschilder. Der Weg führt an Resten der Befestigungsmauern vorbei, die einst die Burg des alten mittelalterlichen Celano schützten. Für die Auswahl ist damit nicht nur die Länge der Route ein Unterschied; auch die angegebenen Schwierigkeitsgrade bieten eine weitere Vergleichsmöglichkeit. Eine Kletterwand für Sportklettern liegt innerhalb des Sentiero Storico di Celano und des Sentiero Storico di Federico II.
Le Gole di Celano ist eine Schlucht im zentralen Apennin zwischen den Gemeinden Celano, Aielli und Ovindoli. Die Felswände liegen an manchen Stellen etwa 2 m auseinander und erreichen am höchsten Punkt bis zu 200 m Höhe. Für Spaziergänge, Trekking und Ausflüge im Freien bietet die Schlucht einen anderen Schwerpunkt als die historischen Stationen. Der Weg durch Le Gole di Celano führt zu dem als „Fonte degli Innamorati“ bekannten Abschnitt. Der Zugang ist vom 24. Mai bis zum 31. Oktober auf eine kostenlose Online-Reservierung beschränkt; prüfen Sie die Regelung vor Ihrer Reise.
Ein weiterer Landschaftsblick ergibt sich an der Serra di Celano: Der 1.930 m hohe Berg liegt hinter Celano in der Marsica und bietet ein 360-Grad-Panorama über die gesamte Fucino-Ebene sowie die umliegenden Gebirgsketten Majella, Velino, Gran Sasso und Monti Simbruini. Die Gemeinde Celano liegt teilweise innerhalb der Grenzen des Parco Regionale Sirente-Velino. Als weiterer Ort in der Landschaft ist die Sorgente dei Santi Martiri eine historische Quelle in Celano, aus der frisches und klares Wasser sprudelt.
Den Aufenthalt nach den eigenen Interessen planen
Die beschriebenen Routen unterscheiden sich sowohl in ihrer Länge als auch im Schwierigkeitsgrad; bei Le Gole di Celano kommt die saisonale Reservierungsregel hinzu. Diese Unterschiede helfen, die eigenen Interessen für den Aufenthalt zu ordnen, ohne Kulturgeschichte und Natur zu einem einzigen Ausflug zusammenzufassen.
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