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Ein in sechs Stunden unterteiltes Zifferblatt mit nur einem Zeiger gehört zu den markanten Details Fontecchios. Dazu kommen eine Kirche aus dem 11. Jahrhundert, ein mittelalterlich geprägter Ortskern und die Oasi di Fontecchio im Herzen des Parco Naturale Regionale Sirente Velino. Wer für eine Reise Kultur und Natur verbinden möchte, findet in den Ortsmerkmalen unterschiedliche Themen: Baugeschichte, eine besondere Uhr und Naturkunde.

Ortsgeschichte und Architektur in Fontecchio

Das alte Ortszentrum von Fontecchio bewahrt typische Merkmale eines mittelalterlichen Dorfes. Es entstand auf Überresten aus römischer Zeit und entwickelte sich zu Verteidigungszwecken. Diese Aspekte bilden zusammen mehrere historische Ebenen: römische Überreste, die defensive Entwicklung und die mittelalterliche Gestalt. Die Ortsgeschichte lässt sich so nicht auf eine einzelne Epoche verkürzen.

Die Chiesa di Santa Maria della Pace wurde zwischen 1080 und 1095 im Ortszentrum errichtet. Ihr Inneres hat einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes, kleine Seitenkapellen und eine Kuppel. Der Ausdruck „lateinischer Kreuzgrundriss“ bezeichnet eine Form, bei der sich Längs- und Querachse kreuzen. Seitenkapellen und Kuppel ergänzen diesen architektonischen Blick auf das Kircheninnere um weitere konkrete Elemente.

Der Torre dell’Orologio und seine Uhr

Der Torre dell’Orologio stammt aus dem 15. Jahrhundert. Sein Zifferblatt ist in sechs Stunden unterteilt, und der Mechanismus bewegt nur den Stundenzeiger. Diese Kombination unterscheidet sich von der vertrauten Zwölfstundeneinteilung und macht die Uhr zu einem besonderen Detail des Turms.

Im Torre befindet sich außerdem eine permanente Fotoausstellung über Orte im Raum L’Aquila vor und nach dem Erdbeben von 2009. Damit stehen im selben Bauwerk zwei unterschiedliche Themen: das historische Uhrwerk und die fotografische Gegenüberstellung von Orten aus der Zeit vor und nach dem Erdbeben.

Oasi di Fontecchio: Natur und Tierpflege

Die Oasi di Fontecchio liegt im historischen Zentrum von Fontecchio und im Herzen des Parco Naturale Regionale Sirente Velino. Zur Oasi Naturale di Fontecchio gehören ein Besucherzentrum, Wildtierbereiche, eine mittelalterliche Gerberei, ein Zentrum zur Pflege und Rehabilitation von Wildtieren, ein Wasserlehrpfad und ein Picknickbereich. Die Themen reichen damit von Wildtieren und ihrer Pflege über die Gerberei bis zur Vermittlung von Wasser.

Für die Wildtierbereiche und Lehrpfade werden geführte Besichtigungen angeboten. Wenn Sie eine Führung einplanen, prüfen Sie am besten vorab den passenden Termin. So lässt sich dieser Teil des Aufenthalts gezielt mit den anderen Interessen an Fontecchio verbinden, ohne die geführte Besichtigung mit einem Rundgang durch den historischen Ortskern gleichzusetzen.

Wege am Aterno und zu den Pagliare

Ein Weg durch Fontecchio führt über die Ponte delle Pietre und am Fluss Aterno entlang. Die Brücke stammt wahrscheinlich aus römischer Zeit. Die vorsichtige Einordnung gehört zu ihrer Geschichte: Ihre Entstehung wird mit der römischen Zeit in Verbindung gebracht, aber nicht als sicher datiert.

Ein anderer Weg führt von Fontecchio zu den Pagliare und folgt der historischen Verbindungsstraße zwischen dem Borgo di Fontecchio und den Pagliare, einem kleinen hoch gelegenen Bergdorf. Die Strecke ist anspruchsvoll, 3 Kilometer lang und weist 500 Höhenmeter auf. Die beiden Wege setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Beim Weg am Aterno prägen Fluss und Brücke die Beschreibung, bei der Route zu den Pagliare sind die anspruchsvolle Strecke und ihr Höhenprofil wichtige Planungsgrößen.

Festa di San Biagio am 3. Februar

Am 3. Februar wird in Fontecchio erneut das Festa di San Biagio gefeiert. Für Reisende, die das jährliche Fest in ihre Planung einbeziehen möchten, ist das Datum ein konkreter kultureller Bezugspunkt. Zusammen mit der Ortsgeschichte, der Architektur und den naturbezogenen Angeboten zeigt es eine weitere Seite Fontecchios, die sich unabhängig von den beschriebenen Wegen betrachten lässt.

Weitere Reiseziele entdecken: San Demetrio Ne’ Vestini, Balsorano Nuovo, Sant’Eusanio Forconese, Poggio Picenze, Anversa degli Abruzzi, Sassa, Gagliano Aterno, Rivisondoli.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: L-Aquila.

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