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Im Val Fondillo treffen ein ausgewiesener Parkweg, ein von Quellen geprägtes Gletschertal und Zeugnisse menschlicher Nutzung aufeinander. Opi bietet damit verschiedene Themen für die Reiseplanung: Landschaft und Tierwelt ebenso wie Ausstellungen, Kirchen und Ortsgeschichte.

Wege und Natur im Val Fondillo

Die Route Val Fondillo–Valico Passaggio dell’Orso ist der Parkweg F2. Sie beginnt am Parcheggio Val Fondillo und endet am Valico Passaggio dell’Orso.

Das Val Fondillo ist ein Gletschertal, durch das der Fluss Fondillo verläuft, und reich an Quellen. Der F2 folgt dem fischreichen Fluss: Sein klares Wasser mündet in den Sangro. Am Ufer wachsen Weiden und weitere üppige Vegetation; zur Landschaft gehören außerdem von Buchenwäldern umgebene Bereiche. So stehen im Tal Fluss, Quellen und Wald nebeneinander als unterschiedliche Seiten derselben Landschaft.

Auch die Tierwelt gehört zum Charakter des Gebiets. Entlang des F2 lebt der Marsische Braunbär; Wandernde sichten ihn gelegentlich. Das beschreibt eine mögliche Beobachtung, keine garantierte Begegnung.

Besucherzentren und die Geschichte der Landschaft

Das kleine Centro Visita del Camoscio di Opi liegt im historischen Ortskern. Informationstafeln und Dioramen vermitteln Wissenswertes über die Apennin-Gämse. Von einem Aussichtspunkt nahe dem Zentrum können Besucher Gämsen in einem angrenzenden Wildtierbereich beobachten, wo die Tiere in halbfreiem Zustand leben.

Das Centro Visita di Val Fondillo setzt einen anderen Schwerpunkt: Sein Ausstellungsrundgang behandelt die Geschichte der Waldlandschaft und der Menschen, die dort lebten. Der zeitliche Bogen reicht von der Vorgeschichte bis zur intensiven Nutzung der Wälder im vergangenen Jahrhundert; auch der fortlaufende Wandel durch den Menschen gehört zur Darstellung.

Das Val Fondillo beherbergt einen von fünf als UNESCO-Erbe anerkannten Standorten der Foresta Vetusta. Durch das Tal verläuft außerdem der Regio Tratturo Pescasseroli-Candela. Er gehört zu den ausgedehntesten „Graswegen“, wie Gabriele D’Annunzio diese Wege nannte. Die Natur- und Kulturthemen des Tals stehen damit nicht nur nebeneinander: Zur Landschaft gehören auch Spuren historischer Wege und menschlicher Nutzung.

Museen, Kirchen und Ausblicke in Opi

Das Museo Archeologico im Gebiet von Opi bewahrt einen Teil der Funde aus der Nekropole von Val Fondillo. Zu sehen sind Überreste von Grabbeigaben, Waffen und Keramik. Das Museum „C’era una Volta…“ erzählt in einem privaten, von der Pro Loco verwalteten Raum die Geschichte der Gemeinschaft von Opi. Alltags- und Gebrauchsgegenstände sowie erhaltene Werkzeuge veranschaulichen frühere Bräuche und Lebensgefühle. Das kleine Museo dello Sci e della Montagna widmet sich dem Skisport und den Bergen und zeigt einen großen Teil der seit dem vergangenen Jahrhundert verwendeten Skiausrüstung.

Auch die Kirchen erzählen von verschiedenen Bauphasen. Santa Maria Assunta liegt auf halbem Weg zwischen dem neuen Zentrum und dem historischen Ortskern. Nach mehreren Erdbebenschäden wurde sie im 17. Jahrhundert in ihrer heutigen Form wiederaufgebaut. Der 1556 restaurierte Glockenturm verweist weiterhin auf die romanische Struktur der im 12. Jahrhundert entstandenen Kirche. Die Kapelle San Giovanni Battista nahe dem Hauptplatz wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts von Vincenzo Rossi, einem örtlichen Adligen, in der Barockzeit errichtet. Bei Restaurierungen kamen Holzdekorationen, Stuck und polychromer Marmor zum Vorschein.

Außerhalb des historischen Ortskerns und vor dem alten Borgo liegt das Belvedere di Opi. Von dort reicht der Panoramablick über den Nationalpark Abruzzen: Von links nach rechts folgen Monte Marsicano, Monte Greco, Monte Amaro, Monte Petroso und die Camosciara; auch das umliegende Tal liegt im Blickfeld.

Für die Wahl der Themen macht der Unterschied zwischen draußen und drinnen einen hilfreichen Anfang: Der F2 führt durch eine Fluss- und Waldlandschaft, während Besucherzentren, Museen und Kirchen die Geschichte der Natur, der Gemeinschaft und der Bauwerke in den Mittelpunkt stellen. So können Sie Naturbeobachtung, Kulturgeschichte oder beide Interessen bei der Planung gewichten.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: L-Aquila.

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