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Borgo Tossignano verbindet die Gipslandschaft des Santerno-Tals mit Flussökologie und historischen Orten. Für die Planung einer Reise oder die Suche nach einer Ferienwohnung lässt sich so ein eigener Schwerpunkt setzen: Geologie und Wanderwege, das Leben am Fluss oder die Geschichte von Museen und Kirchen.

Gipslandschaft und Wanderwege

Über Borgo Tossignano bildet die Vena del Gesso Romagnola im Santerno-Tal eine imposante Gipskette. Im Regionalpark liegt die Riva di San Biagio, eine fünf Kilometer lange Formation. In ihrer Gipsklippe öffnet sich die Schlucht des Rio Sgarba. Ihre tonigen Zwischenschichten enthalten gut erhaltene Fossilien von Fischen und Pflanzen – ein weiterer Einblick in die geologische Vielfalt der Schlucht.

Auch vom Monte Penzola richtet sich der Blick auf eine besondere Landschaft: Nördlich der Vena del Gesso liegen Amphitheater aus blauen Tonen mit Badland-Relief. Der Park führt einen Wanderweg von Casa del Fiume in Borgo Tossignano zum Monte Penzola. Ein weiterer verläuft von Tossignano über die Riva di San Biagio nach Ca’ Budrio. Die Wegbeschreibungen geben Ihnen zwei unterschiedliche Start-Ziel-Optionen; prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegbedingungen.

Am Santerno und in der Ortsgeschichte

Das Besucherzentrum Casa del Fiume liegt am Ufer des Santerno im Parkgebiet der Gemeinde Borgo Tossignano. Das Überschwemmungsgebiet und die dortigen Einrichtungen können öffentlich und kostenlos genutzt werden. Casa del Fiume bietet außerdem Aktivitäten zur Erforschung und Vermittlung des Ökosystems des Flusses und der Entwicklung des Santerno-Tals an. So stehen neben der Gipsgeologie auch der Fluss und die Landschaftsentwicklung als eigene Themen im Raum.

Das Museo Geologico della Vena del Gesso Romagnola befindet sich im Palazzo Baronale in Tossignano. Sein Schwerpunkt sind die messinischen Gipsformationen; ein Ausstellungsrundgang führt durch geologisch bedeutende Orte des Parks. Der Palazzo war ursprünglich die feudale Residenz der Familie Altemps. Von der Rocca di Tossignano Alta sind nur wenige, panoramareiche Ruinen erhalten.

Weitere Stationen der Ortsgeschichte erzählen von unterschiedlichen Zeiten und kulturellen Sammlungen. Das Oratorium San Girolamo wird erstmals in einem Dokument von 1449 erwähnt; später wurde es erweitert und in eine Kirche umgewandelt. Die Chiesa di San Michele Arcangelo wurde 1568 errichtet, nachdem der Dominikanermönch Sebastiano Gravina eine Sammlung dafür initiiert hatte. Das Museo della cultura materiale Valter Mita entstand 1999 nach der Schenkung der Sammlung von Valter Mita.

Regionale Traditionen und Radtour

Im Santerno-Tal wird seit mehr als 500 Jahren Kastanienanbau betrieben. Traditionell mit dem Faschingsdienstag verbunden sind die Festa della Polenta di Tossignano und die Sagra dei Maccheroni di Borgo. Wenn Sie Ihre Reise auf eine der Veranstaltungen abstimmen möchten, prüfen Sie das aktuelle Programm.

Die Ciclovia del Santerno verbindet die Ebene des Imolaer Umlands mit den Apenninvorbergen. Ihre Oberfläche wechselt zwischen unbefestigten und asphaltierten Straßen; prüfen Sie vor einer Radtour den aktuellen Routenstatus. Zusammen mit den Wanderwegen, dem Fluss und den historischen Orten bietet die Region damit unterschiedliche Themen für Ihre Reiseplanung, ohne dass daraus ein festes Tagesprogramm entstehen muss.

Weitere Reiseziele entdecken: Tossignano, Sala Bolognese, Quarto Inferiore, Castel Guelfo Di Bologna, Bologna, Valsamoggia, Altedo, Molino del Pallone.

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