Zum Inhalt

Forlimpopoli erschließt sich über verschiedene Kulturthemen: Archäologie in einer Renaissancefestung, ein Theater mit heutiger Doppelfunktion, sakrale Kunst und die Esskultur rund um Pellegrino Artusi. Auch Liebhaber historischer Motorfahrzeuge finden einen eigenen Schwerpunkt. Diese Mischung bietet Orientierung bei der Frage, welche Seiten der Stadt Sie während Ihres Aufenthalts besonders interessieren.

Rocca, Archäologie und sakrale Kunst

Das archäologische Museum MAF ist in den Räumen der Renaissancefestung Rocca Ordelaffa untergebracht. Seine Ausstellung umfasst Überreste der romanischen Kathedrale Santa Maria foropopiliense aus dem 12. Jahrhundert. Damit treffen in der Museumspräsentation ein konkreter Fundbestand und ein benanntes Bauwerk aus der mittelalterlichen Geschichte Forlimpopolis aufeinander.

Die Rocca di Forlimpopoli zeichnet sich durch mächtige Mauern mit Bastionen, markante Türme, einen Graben und eine Zugbrücke aus. Diese Bauteile geben der Anlage einen wehrhaften Charakter und machen die Architektur zu einem eigenen Thema neben der archäologischen Sammlung. Wer sich für die Baugeschichte und die Ausstattung sakraler Orte interessiert, findet weitere Anknüpfungspunkte: In der Chiesa dei Servi befindet sich Marco Palmezzanos Verkündigungsaltarbild von 1533. Die Basilica di San Rufillo bewahrt Grabdenkmäler für Brunoro I. und Brunoro II. auf.

Museen mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Die Collezione Elio Brunelli setzt einen anderen Akzent als das MAF: Auf 650 Quadratmetern präsentiert das Museum Moto-Guzzi-Motorräder aus der Zeit von 1930 bis 1970. Hinzu kommt ein Raum mit zahlreichen Lambretta-Rollern. Die beiden Themen lassen sich gut auseinanderhalten: Hier stehen archäologische und kirchengeschichtliche Zeugnisse im Vordergrund, dort eine Sammlung historischer Motorräder und Roller. So können Sie Ihre Interessen gezielt gewichten, statt die Museen als austauschbare Stationen zu betrachten.

Artusi-Kultur und Theater

Casa Artusi ist ein gastronomisches Kulturzentrum mit mehreren unterschiedlichen Bereichen. Dazu gehören der Innenhof, die Rezeptgalerie, die Chiesa dei Servi di Maria, der Loggengang, die gastronomische Bibliothek, die Bibliothek, Erinnerungsstücke von Pellegrino Artusi und die Kochschule. Die Bandbreite reicht damit von Rezepten und Bibliotheken bis zu einem Ort des Kochens. Für Informationen zu den aktuellen Besuchsmöglichkeiten lohnt sich vor dem Besuch ein Blick auf Casa Artusi.

Auch der Premio Artusi gehört zum kulinarischen Kulturleben der Stadt: Jedes Jahr zeichnet Forlimpopoli damit eine Person aus, die einen originellen Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Nahrung geleistet hat. Das Teatro Verdi ergänzt das Bild um eine andere Form des Kulturprogramms. Es wurde 1830 eingeweiht und dient heute sowohl als Theater- als auch als Kinosaal. Damit stehen in Forlimpopoli Esskultur, darstellende Kunst und Film neben den Museen und historischen Bauwerken als unterscheidbare Interessenfelder.

Wasserinfrastruktur und Ankunftsbezug

Am Acquedotto Spinadello sind auf dem umzäunten Gelände die ursprünglichen Brunnen der Wasserversorgung erhalten. Das Gebäude wurde 2012–2013 restauriert, um als Besucherzentrum des Parco dei Meandri del Fiume Ronco zu dienen. Die Brunnen und die Nutzungsgeschichte des Gebäudes eröffnen einen anderen Blick auf Forlimpopoli als die Museen, Kirchen und Bühnenorte.

Für die Anreise bietet der Bahnhof Forlimpopoli-Bertinoro einen konkreten Bezugspunkt: Er liegt fünf Gehminuten von Casa Artusi entfernt. Wer mit der Bahn ankommt, kann diese Entfernung in die eigene Orientierung einbeziehen; sie bezieht sich auf Casa Artusi und nicht auf eine allgemeine Gehzeit zu den anderen genannten Orten.

Weitere Reiseziele entdecken: Montepetra, San Piero In Bagno, San Vittore, Fratta Terme, Bertinoro, Campigna, Cesenatico, Santa Maria Nuova.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Forlì-Cesena.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.