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Römische Grabmonumente, mittelalterliche Wehrarchitektur und Wege durch Berglandschaften stehen in Forlì-Cesena für unterschiedliche Arten, die Region zu entdecken. Die Provinz verbindet Burgen und Festungen mit Weinbergen und Olivenhainen; dazu kommen archäologische Stätten, sakrale Orte und regionale Produkte. Für Ihre Reiseplanung können Sie daher zunächst entscheiden, ob Kultur, Bewegung im Gebirge oder Kulinarik im Mittelpunkt stehen soll.

Römische Funde und regionale Geschichte

Das Museo Archeologico Nazionale di Sarsina zeigt überwiegend archäologische Funde aus der Region, von der Vorgeschichte bis zur Spätantike. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der römischen Zeit, vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr. Nach einer umfassenden Sanierung wurde das Museum wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Zu den wieder zusammengesetzten römischen Grabmonumenten gehört das Giebelmausoleum des Rufus: Es ist 13,5 Meter hoch und entstand gegen Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. So stehen in der Sammlung ein weiter zeitlicher Rahmen und ein konkret datiertes Monument nebeneinander.

In Galeata gilt die Villa di Teodorico als bedeutendes Zeugnis der Geschichte, Kultur und Identität der Region. Bei Galeata sind in der römischen Stadt Mevaniola Teile der Thermen und des kleinen Theaters für Besucher zugänglich. Prüfen Sie vor der Anreise die Öffnungsmodalitäten. In Forlì versammelt eine Sammlung 70 Gemälde unter dem gemeinsamen Thema Arbeit; vertreten sind bedeutende italienische Kunstrichtungen der Mitte des 20. Jahrhunderts.

In Predappio führt ein ganzjährig begehbarer, durch Tafeln markierter Rundgang zu nahezu unverändert erhaltenen Beispielen der Architektur der faschistischen Epoche. Die Beschilderung und die geschlossene Rundgangsform geben diesem Thema einen anderen Zugang als die Sammlungen und archäologischen Stätten.

Sakrale Orte und Wehrarchitektur

Die Abbazia di Santa Maria del Monte in Cesena ist ein altes Benediktinerkloster auf dem Colle Spaziano. Die angegliederte Basilika Santa Maria del Monte ist ein diözesanes Marienheiligtum. Besucher empfängt die Abtei zu wiederkehrenden devotionalen Anlässen: zur Feier der Aufnahme Mariens in den Himmel und am 31. Mai zum Abschluss des Marienmonats. Diese konkreten Termine geben dem Besuch einen religiösen Bezug.

Ein Rundgang in Cesena führt entlang der inneren Wehrgänge, der alten Gefängnisse und einer Ausstellung von Turnierwaffen. In Dovadola ist die Rocca dei Conti Guidi ein bedeutendes Zeugnis mittelalterlicher Militärarchitektur. Ihre Mauerstrukturen aus dem 14. Jahrhundert bewahren weitgehend unverändert ihre Linien. In Terra del Sole erstreckt sich die Stadtbefestigung über mehr als zwei Kilometer und bewahrt den Charakter der Festungsstadt. Der Vergleich zeigt zwei unterschiedliche Maßstäbe der Wehrarchitektur: die erhaltenen Mauerzüge einer Rocca und die ausgedehnte Befestigung einer Festungsstadt.

Berglandschaft und Wege

Der Parco Nazionale delle Foreste Casentinesi, Monte Falterona e Campigna erstreckt sich über etwa 36.000 Hektar. Er umfasst Gebiete in der Provinz Forlì-Cesena sowie in den Provinzen Arezzo und Florenz; seine Fläche verteilt sich zu gleichen Teilen auf Emilia-Romagna und Toskana. Im Park sind Wanderungen, Mountainbiking und Reiten möglich. Im Winter kommen Skitouren und Schneeschuhwanderungen hinzu. Das Wegenetz umfasst etwa 600 Kilometer. Daneben gibt es neun Sentieri Natura sowie in Campigna den für alle zugänglichen Weg „Sentiero per tutti… i sensi“.

Eine weitere Berglandschaft bietet der Monte Fumaiolo, eine landschaftlich geschützte Region mit Möglichkeiten zum Trekking, Mountainbiking, Klettern, Reiten und Wintersport. Bei der Cascata dell’Acquacheta befindet sich ein Wasserfall von etwa 70 Metern Höhe. Die genannten Ziele verbinden unterschiedliche Schwerpunkte: ein weitläufiges Wegenetz im Nationalpark, ausgewiesene Naturpfade und weitere bergbezogene Aktivitäten am Monte Fumaiolo.

Regionale Produkte und Routen

Die Food and Wine Route of Forlì-Cesena wurde um elf Berggemeinden erweitert und umfasst 534 Kilometer. Zu ihr gehören typische DOC-Weine der Romagna wie Albana, Sangiovese, Trebbiano, Cagnina und Pagadebit. Ebenfalls Teil des regionalen Angebots sind Käse aus der Romagna, natives Olivenöl extra, Obst und Gemüse, Pilze, Trüffel und Piadina. Damit reicht das kulinarische Thema über Wein hinaus und schließt Erzeugnisse ein, die Sie bei der Beschäftigung mit der regionalen Küche berücksichtigen können.

Auch verschiedene Routen setzen eigene Akzente. Die offizielle Via Romea Germanica verzweigt sich bei Forlì und Cesena in mehrere Äste. Von Forlì führt ein Zweig durch das Bidente-Tal über Meldola, Civitella di Romagna, Galeata und Santa Sofia bis nach Campigna. Der Rubicone Tour Bike ist ein Radrundweg durch die Provinz, der für alle Leistungsstufen geeignet ist und historische, kulturelle sowie landschaftliche Sehenswürdigkeiten erschließt. Cesenatico gilt dank spezieller Einrichtungen und zahlreicher entsprechender Dienstleistungen als Zentrum des Fahrradtourismus. So können Sie zwischen einer offiziellen Route mit benannter Abfolge, einem Rundweg für unterschiedliche Leistungsstufen und einem Ort mit ausgeprägtem Fahrradtourismusprofil unterscheiden.

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