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Das Castello di Guiglia erzählt von zwei historischen Schichten: einer Festung aus dem 14. Jahrhundert und dem Umbau ab 1630 zur Adelsresidenz. Die Pieve di Trebbio und die Kirche San Geminiano bei Ponticello bringen weitere Zeitpunkte ins Bild; die Borlenghi wiederum stammen aus Guiglia. Für die Reiseplanung stehen damit Baugeschichte, regionale Küche und Naturwege als unterschiedliche Themen nebeneinander.

Burg, Dorf und Aussicht

Das Castello di Guiglia ist eine gut erhaltene Festung aus dem 14. Jahrhundert, umgeben von einem charakteristischen alten Dorf. 1630 begann Markgraf Francesco Montecuccoli eine umfassende Restaurierung: Die alte Festung wurde in eine prächtige Adelsresidenz für seine Familie umgewandelt. Der Uhrturm im alten Dorf von Guiglia stammt aus dem Jahr 1535. So lassen sich am Ortsbild unterschiedliche historische Bezugspunkte unterscheiden, vom mittelalterlichen Ursprung der Festung bis zu späteren Bauwerken.

Vom Castello di Guiglia bietet sich ein Ausblick auf den Verlauf des Panaro und die Ebene. In seiner Nähe befindet sich das Oratorio della Madonnina. Es wurde wahrscheinlich um die Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert errichtet und von den Montecuccoli in eine Familiengruft umgewandelt; dort sind drei Gräber der Familie erhalten.

Kirchen und ihre Geschichte

Die dem heiligen San Giovanni geweihte Kirche der Pieve di Trebbio ist seit 1163 belegt; ihre Entstehung wird ins 11. Jahrhundert datiert. Im Inneren befinden sich Gemälde und Skulpturen von bemerkenswertem Wert. Bei der Kirche San Geminiano nahe Ponticello ist dagegen ein konkretes Baujahr überliefert: Francesco Montecuccoli ließ sie 1632 errichten. Die Daten geben zwei verschiedene zeitliche Bezugspunkte für die Kirchen an.

Wanderwege und Natur im Park Sassi di Roccamalatina

Das Wegenetz des Parks Sassi di Roccamalatina reicht von kurzen Spaziergängen bis zu mehrstündigen Wanderungen. Die Routen führen durch enge Schluchten, Wälder, an Felswänden entlang sowie über Lichtungen und Kulturland; auch Kastanienhaine und ländliche Siedlungen gehören zu den beschriebenen Landschaften. Die Spanne der Gehzeiten bietet unterschiedliche Möglichkeiten, die Zeit im Park einzuteilen.

Ein steiler, ausgestatteter Weg führt auf den 567 Meter hohen Gipfel des Sasso della Croce. Als konkrete Gipfelroute unterscheidet er sich in Steigung und Ziel von den kurzen Spaziergängen und längeren Wanderungen des Wegenetzes.

Auch die Tierwelt ist mit unterschiedlichen Bezügen zu den Sassi verbunden: Sie sind ein historischer Nistplatz für Wanderfalken und dienen dem seltenen Mauerläufer als Überwinterungsgebiet.

Borlenghi und die Küche Guiglias

Borlenghi stammen aus Guiglia. Sie sind eine besondere, sehr dünne Brotsorte mit einer Füllung, die Cunza heißt. Dazu gehören Schmalz, Rosmarin, Parmigiano und Knoblauch. Die genaue Zusammensetzung macht die regionale Spezialität greifbar und gibt Reisenden, die sich für lokale Küche interessieren, einen konkreten Bezug zu Guiglia.

Anfahrt zum Park planen

Für die Anfahrt zum Park Sassi di Roccamalatina ist die Via Emilia der Ausgangspunkt: Von dort ist der Park über die Provinzialstraße 623 des Passo Brasa erreichbar. Prüfen Sie vor der Fahrt die Straßenbedingungen. Für die Planung des Aufenthalts lohnt es sich außerdem, die gewünschte Gehzeit im Blick zu behalten: Das Angebot reicht von kurzen Spaziergängen bis zu mehrstündigen Wanderungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Fontanaluccia, Disvetro, Fanano, Fiorano Modenese, Cavezzo, Montecreto, Pavullo Nel Frignano, San Felice Sul Panaro

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Modena.

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