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Sassuolo lässt sich über zwei markante Themen erschließen: Keramik und höfische Geschichte. Dazu kommen Kirchen mit unterschiedlichen kunsthistorischen Bezügen, Grünräume und eine Wanderroute. Für Ihre Reiseplanung können Sie so abwägen, ob Sie den Schwerpunkt eher auf Kulturgeschichte oder auf Natur und Bewegung im Freien legen möchten.

Keramik zwischen Handwerk und Industriegeschichte

Die Ausstellung Tra Corte e Fabbrica präsentiert Werke, die Handwerker aus dem Sassuolo-Gebiet zwischen der Mitte des 18. Jahrhunderts und dem frühen 20. Jahrhundert geschaffen haben. Prüfen Sie vor einem Besuch, wie die Ausstellung aktuell präsentiert wird. Auch die Galleria Marca Corona gehört zum Keramikthema: Sie ist ein Unternehmensmuseum, das der Keramikkunst gewidmet ist. Das Centro di Documentazione dell’Industria Italiana delle Piastrelle di Ceramica ermöglicht es, die Geschichte des Keramiksektors nachzuverfolgen. Zusammengenommen reichen diese Themen von handwerklichen Werken über Keramikkunst bis zur Geschichte eines Industriezweigs.

Palazzo Ducale und die Kirchen Sassuolos

Die heutige Gestalt des Palazzo Ducale Sassuolo entstand ab 1634. Damals wurde eine antike Burg in eine herzogliche Residenz für den sommerlichen Aufenthalt und in einen offiziellen Repräsentationssitz des Hofes umgewandelt. Neben dem Palazzo steht die Chiesa di San Francesco, die als Pfalzkapelle geprägt ist und zu den bedeutenden Beispielen des Este-Barocks gehört. Für die Planung eines Besuchs können Sie täglich 9:30 bis 12 Uhr und samstags und sonntags zusätzlich 15 bis 18 Uhr ansetzen; prüfen Sie die Öffnungszeiten vor dem Besuch.

Eine andere historische Perspektive bietet die Chiesa di San Giuseppe. Ihr ältester Teil wurde im zweiten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts von den Serviten errichtet. Der sassolesische Adlige Costanzo Teggia finanzierte das Presbyterium und den Chor. Beide waren mit Gemälden und Stuck in einer lokalen Ausprägung des Barocks mit emilianischem szenografischem Klassizismus geschmückt. San Francesco und San Giuseppe stehen damit für unterschiedliche kunsthistorische Bezüge: hier der Este-Barock, dort die besondere Ausstattung von Presbyterium und Chor.

Grünräume und Wanderroute

Der Parco Vistarino umfasst 80.000 Quadratmeter. Über einen grünen Korridor, der am Piazzale Porrino beginnt, ist er mit dem Parco Ducale verbunden. Ein weiterer Orientierungspunkt für einen Naturausflug ist der Percorso Natura Secchia: Am Ende der Via dei Moli befindet sich ein Parkplatz, der zu den wichtigsten Zugängen zum Weg gehört.

Die Via del Ducato setzt einen anderen Schwerpunkt. Ihre Sassuolo-Etappe führt zu Fuß auf der 1751 angelegten Route über etwa 33 Kilometer in zwei Etappen nach Pavullo nel Frignano. Damit ist die Wanderroute eine andere Art, Sassuolo in die Reise einzubeziehen, als der Blick auf einzelne Grünräume: Hier sind Gehmodus, ungefähre Distanz, Etappenzahl und Ziel Teil der Routenbeschreibung.

Auch die Genussgeschichte hat ihren Ort

Historische Liköre wurden in den ebenerdigen Räumen und Kellern des Palazzo Caselli im historischen Zentrum von Sassuolo hergestellt.

Weitere Reiseziele entdecken: San Donnino, Fiorano Modenese, Sestola, Guiglia, Montagnana, Madonna Della Provvidenza, Faidello, Fontanaluccia.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Modena.

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