Der Lago di Mezzano zeigt Valentanos Verbindung von Landschaft und Geschichte: Sein Becken ist für Vulkanseen typisch umgekehrt kegelförmig, während am See eine bronzezeitliche Siedlung heute unter Wasser liegt. Dazu kommen Bau- und Kunstgeschichte, ein jährlich am 14. August stattfindender bäuerlicher Brauch und eine lokale Kichererbsensuppe. Für Ihren Aufenthalt können Sie zwischen Landschaft, Kulturerbe, Festtermin und regionaler Küche unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Lago di Mezzano: Vulkanlandschaft und Archäologie
Der Lago di Mezzano besitzt ein für Vulkanseen typisches, umgekehrt kegelförmiges Seebecken. Der Landschaftsraum am See ist vom Ortskern Valentanos aus erreichbar und als Zona Speciale di Conservazione (ZSC) mit 149,11 Hektar ausgewiesen. Damit stehen die geologische Form des Sees und die Flächenausweisung des Landschaftsraums als zwei unterschiedliche Aspekte nebeneinander.
Am Lago di Mezzano befindet sich auch die überflutete bronzezeitliche Siedlung. Sie wird ungefähr auf den Zeitraum von 1700 bis 1150 v. Chr. datiert. Das Museum der Rocca Farnese zeigt Funde aus dieser Siedlung. Der Lago di Mezzano verbindet seine für Vulkanseen typische Beckenform mit der Geschichte einer bronzezeitlichen Siedlung.
Wanderwege mit unterschiedlichen Verläufen
Die Route von Valentano zum Lago di Mezzano ist dem CAI-Wanderweg Nr. 154 zugeordnet. Wenn Sie diese Kennzeichnung für Ihre Planung nutzen, bestätigen Sie die Zuordnung vor Ort.
Ein weiterer Rundweg beginnt an der Rocca Farnese, verläuft über die Flanken der vulkanischen Schlackenkegel Monte Starnina und Monte Nero und kehrt über die SS 312 Castrense nach Valentano zurück. Die beiden Routenbeschreibungen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Die eine führt von Valentano zum See, die andere bildet eine Runde mit Rückkehr nach Valentano. Für den Rundweg empfiehlt es sich, die aktuellen Wegverhältnisse vorab zu prüfen.
Farnese-Geschichte und Kunst
Der Palazzo Comunale wurde um 1552 während der Farnese-Zeit errichtet. Die Porta Magenta entstand 1779 nach einem Entwurf von Vignola. Im Komplex der Chiesa di Santa Croce befindet sich ein Fresko aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, das der umbrisch-sienischen Schule angehört.
Die zeitliche Einordnung reicht damit vom Fresko der Mitte des 15. Jahrhunderts über den Palazzo Comunale um 1552 bis zur Porta Magenta von 1779. Die Beispiele eröffnen verschiedene Zugänge zur Geschichte Valentanos: Kunstschule und Epoche beim Fresko, Farnese-Kontext beim Palazzo und Entwurfsgeschichte bei der Porta.
Solco Dritto und lokale Küche
Die Tiratura del Solco Dritto ist ein alter bäuerlicher Brauch. Sie findet jedes Jahr am 14. August bei Tagesanbruch in der Piana di Valentano statt, zusammen mit dem Fest der Himmelfahrt Mariens. Wenn Sie diesen Anlass zum Schwerpunkt Ihrer Reise machen möchten, ist der Morgen des 14. August der maßgebliche Termin.
Der Cece del Solco Dritto di Valentano wird für eine traditionelle Kichererbsensuppe mit Kastanien und lokalen Kräutern verwendet. Die Kichererbse ist außerdem in die Arche des Geschmacks von Slow Food aufgenommen. Damit steht neben den historischen und landschaftlichen Themen eine konkrete lokale Speise, deren traditionelle Zubereitung benannte Zutaten einschließt.
Den Aufenthalt planen
Für die Wahl Ihrer Reisedaten ist der 14. August ein fester Anker, falls der Solco Dritto im Mittelpunkt stehen soll. Bei einem Aufenthalt mit Wanderungen sind die Zuordnung des Weges zum CAI Nr. 154 und die aktuellen Wegverhältnisse die praktischen Prüfpunkte. See, Archäologie, Bau- und Kunstgeschichte sowie lokale Küche bieten weitere thematische Schwerpunkte. Wenn Sie Hotels in Valentano Vt suchen, können Sie diese Interessen mit den geplanten Reisedaten abgleichen.
Weitere Reiseziele entdecken: Vetralla, Chia, Celleno, Cava, Colle Farnese, Tuscania, San Lorenzo Nuovo, Cellere
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Viterbo.