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Das Naturdenkmal Sistema Naturalistico delle Cave di Molera di Malnate e Cagno verbindet Landschaft und frühere Arbeit: Auf 165 Hektar schützt es Aufschlüsse und Ökosystem rund um ehemalige Steinbrüche. Dort wurde jahrhundertelang grauer Sandstein mit bläulich-gelben Streifen abgebaut und bearbeitet, die sogenannte „molera“.

Molera und Wege: unterschiedliche Maßstäbe

Das Naturdenkmal liegt zwischen Malnate und Solbiate con Cagno. Der Sentiero di Fondovalle (701–801) erschließt die meisten ehemaligen Steinbrüche des Gebiets. Als konkrete Tour ist der Weg 10,7 Kilometer lang, überwiegend eben und in beide Richtungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad nutzbar. Für Wandernde ist eine Gehzeit von 3,5 Stunden angegeben. Die Zeitangabe gilt für die Wanderung; die Route lässt sich auch mit dem Fahrrad nutzen.

Eine andere Größenordnung bietet der Parco Valle del Lanza: Dort gibt es mehr als 70 Kilometer markierte und ausgeschilderte Wege, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad genutzt werden können. Der Sentiero di Fondovalle bietet eine einzelne Route mit ausgewiesener Gehzeit; der Parco Valle del Lanza bietet mit mehr als 70 Kilometern markierter Wege eine größere Auswahl.

Für die Aufenthaltsplanung ist auch die Unterscheidung zwischen Gehen und Radfahren nützlich: Der Weg ist für beide Nutzungsarten ausgewiesen, die Zeitangabe bezieht sich aber ausdrücklich auf das Gehen.

Kirchen mit verschiedenen historischen Bezugspunkten

Auch die Kirchen setzen unterschiedliche zeitliche Akzente. Die Chiesetta di San Giorgio bewahrt einen romanischen Glockenturm aus dem 11. Jahrhundert. Die Chiesa di San Michele Arcangelo wurde zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert zur Pfarrkirche von Cagno. An der Chiesa di San Giovanni Paolo II lässt sich ein wesentlich jüngerer Bezugspunkt festmachen: Sie wurde 1979 fertiggestellt und war die erste dem Papst gewidmete Kirche in der Diözese Como.

Der Mulino del Trotto: Mühlentechnik und Bauformen

Der Mulino del Trotto ergänzt die Kirchen um ein Beispiel historischer Arbeit. Die Mühle wurde mit drei Rädern betrieben und diente zum Mahlen von Getreide. Zu den gut erhaltenen Gebäuden gehören Steinmauern, hölzerne Laubengänge und unregelmäßige Grundrisse.

Eine zum Komplex gehörende Cascina dient heute als Informationsstelle des Parks und als Ausstellungsraum. Wenn Sie einen Besuch dort einplanen möchten, empfiehlt es sich, die Besuchsmöglichkeiten vorab zu prüfen.

Wer eine Ferienwohnung in Cagno sucht, kann den eigenen Schwerpunkt zuerst festlegen: Soll der Aufenthalt vor allem von Wegen und der Molera-Geschichte geprägt sein oder eher von Kirchen und Mühlengeschichte? Die Route mit ihrer ausgewiesenen Gehzeit bietet einen konkreten Planungsanker; die Bauwerke eröffnen dazu eine andere historische Perspektive.

Weitere Reiseziele entdecken: Osteno-claino, Carugo, Lucino, Vercana, Plesio, Locate Varesino, Brienno, Mezzegra.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Como.

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