Ein in einen Findling gehauenes Grab aus dem 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr., das später als Becken einer Wasserleitung diente, steht neben Wanderwegen und Aussichtspunkten für die unterschiedlichen Seiten Civenna. Wer den Ort auswählt, kann Kulturgeschichte und Landschaft als eigene Schwerpunkte betrachten.
Wanderwege und Orientierung
Der selbstgeführte Rundgang durch Civenna beginnt am Parkplatz Belvedere. Eine weitere konkrete Wanderoption ist Bellagio Trekking 7: Ein kurzer Abstecher nach rechts führt in wenigen Minuten zur Croce di Civenna, einem Aussichtspunkt über den Ort und den See. Die Route bietet damit eine klare Wahl, wenn Sie einen Aussichtspunkt in Ihren Weg einbeziehen möchten, ohne dafür eine eigene längere Wanderung einzuplanen.
Auf der Route von Civenna zum Monte San Primo liegt der Fòò Sec, eine markante Buche, die etwa 200 Jahre alt ist. Bei Cascina Giacinta gibt es nahe der GPS-Spur Wasser. Als Ausgangspunkt einer Route ist der Parkplatz Belvedere mit dem Auto oder der Buslinie C36 Bellagio–Asso erreichbar. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan; auch die Bedingungen auf Wanderwegen können sich ändern.
Verschiedene Blicke auf Ort und Landschaft
Das Belvedere di Civenna liegt am Ortseingang und bietet einen spektakulären Blick auf die Grigne. Die Croce di Civenna richtet den Blick auf den Ort und den See. Wer einen weiteren Landschaftsausschnitt sucht, findet ihn an der Passeggiata Ettore Foschi: Von dort reicht der Blick über den gesamten Lecco-Zweig des Comer Sees.
Auch am Cine-Teatro gibt es einen eigenen Aussichtspunkt. Die Terrasse am Eingang heißt Balcone delle Grigne und bietet ein eindrucksvolles Panorama. Die benannten Orte unterscheiden sich also darin, worauf sich der Blick richtet: auf die Grigne, auf Civenna und den See oder über den Lecco-Zweig des Comer Sees. Das Wandgemälde am Cine-Teatro ergänzt diesen Ortsbezug mit einem anderen Motiv: Es zeigt den konzentrierten Blick eines Radfahrers und ist vom Ghisallo aus sichtbar.
Kirchen, Kunst und Ortsgeschichte
Zu Civenna gehören mehrere Zeugnisse unterschiedlicher Epochen. Die Pfarrkirche Santi Materno e Ambrogio beherbergt ein bekleidetes Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert. Die kleine Kirche Madonna del Grè stammt aus dem 16. Jahrhundert. Beide Bauwerke ergänzen das Bild eines Ortes, dessen Geschichte sich nicht nur an einem einzelnen Denkmal festmacht.
Älter ist der funeräre Masso avello: Das Grab wurde in einen Findling gehauen und stammt aus dem 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr. Später diente es als Becken der Wasserleitung. Einen anderen historischen Anknüpfungspunkt bietet Castello, ein charakteristischer Ortsteil, in dem sich früher das Gefängnis des Ortes befand. Villa Cassia wiederum ist eine historische Residenz in Civenna, deren baulicher Charakter im Laufe der Zeit erhalten geblieben ist. Zusammen zeigen diese Orte unterschiedliche Spuren der lokalen Geschichte – von einem wiederverwendeten Grab bis zu späteren Bauwerken und Ortsteilen.
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