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In Nesso treffen Wasserlandschaft, historische Wege und eine vielschichtige Baugeschichte aufeinander. Der Orrido di Nesso entsteht am Zusammenfluss der Bäche Tuf und Nosè. Zu sehen ist er von der Piazza Castello oder von der mittelalterlichen Ponte della Civera am Ufer des Comer Sees. Schon diese beiden Aussichtspunkte zeigen, wie eng die Schlucht und die Ortsgeschichte mit dem Wasser verbunden sind.

Wasser und Wege in Nesso

Die Wasserkraft des Orrido war für die Entwicklung der örtlichen verarbeitenden Industrie entscheidend. Sie trieb Mühlen, Papiermühlen, Spinnereien und Ölmühlen an. Wer sich für die Geschichte des Ortes interessiert, findet hier also nicht nur eine markante Landschaft, sondern auch einen Hinweis darauf, welche wirtschaftliche Rolle das Wasser hatte.

In Nosée bilden sich zwei charakteristische Becken. Unter einer steinernen Brücke mit zwei Bögen liegt ein großes Wasserbecken; zwischen den Steinen befindet sich ein zweites, das „Pozzo dei Ladri“ heißt. Beide Becken gehören zu den besonderen Landschaftsmerkmalen dieses Ortsteils.

Routen mit unterschiedlichen Wegpunkten

Die Route „Itinerari Nesso: avventura tra acqua e storia“ führt vom Seeufer durch alte Ortsteile, über Abschnitte der Strada Regia und an Aussichtspunkten vorbei bis zum Wasserfall Budanchen. Für den Rückweg geht es auf einem gestuften Weg ins Zentrum. Die Schleife führt durch historische Gassen und über Brücken mit Ausblicken auf die Bäche Tüff und Nosè. So verbindet die beschriebene Runde den Wasserfall mit Wegen durch die älteren Ortsbereiche.

Eine weitere Route zur Erkundung von Nesso heißt „Borghi, mulattiere e ponti storici sul Lago di Como“. Sie verläuft über Abschnitte der Strada Regia sowie über die Ponte della Civera, die Ponte Tuf und die Ponte Noseè. Daneben gibt es in Nesso Spazierwege auf der antiken Strada Regia, die Como und Bellagio verbindet. Die genannten Wegpunkte geben Ihnen eine konkrete Grundlage, um Routen nach den Orten und Bauwerken auszuwählen, die Sie interessieren.

Kirchen und Baugeschichte

Die Chiesa di Santa Maria – Vico wurde vom Orden der Humiliaten gegründet, der karitativen und hospitalischen Tätigkeiten gewidmet war. Sichtsteinmauerwerk prägt das Gebäude. Ein Portikus verbindet die Kirche mit einigen zivilen Bauwerken und mit der Fassade; zugleich dient er als Zugang.

Die Chiesa arcipretale SS. Pietro e Paolo – Borgo wurde der Überlieferung zufolge im 11. Jahrhundert von Bischof Rainaldo gegründet. Sie war die Plebankirche der Pieve di Nesso. Ihre reich verzierte Innenausstattung bezeugt die damalige Bedeutung der Kirche. Damit verbindet der Ort eine überlieferte Gründungsgeschichte mit einer ehemaligen kirchlichen Funktion.

Auch die Kirchen in Careno und Castello haben unterschiedliche Zeitschichten. Die Chiesa di San Martino – Careno wurde sicher vor 1184 errichtet und war Pfarrkirche der Fraktion Careno, bis Mitte des 17. Jahrhunderts eine neue Kirche entstand. Die Chiesa di San Lorenzo – Castello wird erstmals 1184 in einem von Papst Lucius III. verfassten Dokument erwähnt; ihr heutiges Gebäude ersetzte im 16. Jahrhundert eine frühere Kirche.

Castello di San Lorenzo und Anreise

Die erhaltene Mauer des Castello di San Lorenzo ist bis zu 15 Meter hoch. Sie gehört zu einer Befestigungsanlage, die die Comasken 1449 auf den Resten eines früheren Gebäudes errichteten. Das Castello ist Privateigentum und kann nur von außen besichtigt werden.

Ein Anreisehinweis mit Stand vom 4. Mai 2023 nennt die Buslinien C30 Como–Bellagio und C32 Como–Piano del Tivano. Außerdem vermerkt er, dass einige Schiffe der Verbindung Como–Colico in Nesso anlegen. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Betriebsdetails.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Como.

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