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Schmale, steile Gassen prägen das historische Zentrum von Torno; stellenweise geben sie den Blick auf den See frei. Kirchen, historische Kunstwerke und Wege zu markanten Landschaftsformen setzen unterschiedliche Akzente. Bei der Planung können Sie daher zuerst entscheiden, ob die Dorfstruktur und sakrale Kunst oder eine Wanderung zur Pietra Pendula im Mittelpunkt stehen soll. Für die Wanderung sind sowohl der Ausgangspunkt als auch Anreiseoptionen benannt.

Historisches Zentrum und sakrale Kunst

Die Chiesa di San Giovanni Battista verbindet mehrere historische Zeitschichten. Sie wurde im 12. Jahrhundert im romanisch-gotischen Stil erbaut und ist als Nationaldenkmal ausgewiesen. Ihr Marmorportal stammt aus dem späten 15. Jahrhundert und wird der Schule der Rodari zugeschrieben. Bauwerk und Portal gehören somit unterschiedlichen Epochen an: Wer sich für die Architekturgeschichte interessiert, kann diese beiden Datierungen getrennt betrachten, statt die Kirche auf ein einziges Entstehungsdatum zu reduzieren.

Die Santa Tecla blickt auf den Platz am Hafen von Torno. In ihr befindet sich eine Gruppe aus acht Pappelholzskulpturen aus dem 16. Jahrhundert, die die Beweinung Christi darstellt. Das bietet einen anderen Zugang als das Portal der Chiesa di San Giovanni Battista: Dort steht ein einzelnes architektonisches Werk im Fokus, hier eine Skulpturengruppe mit einem klar benannten religiösen Motiv.

Oberhalb von Torno liegt Montepiatto mit einer Kapelle, die der Heimsuchung Marias bei Elisabeth geweiht ist, sowie einem Kloster aus dem 16. Jahrhundert. Die Orte und Werke setzen verschiedene Schwerpunkte: vom romanisch-gotischen Kirchenbau über ein spätmittelalterliches Portal bis zu Kapelle und Kloster. Ein anderer Blick auf historische Zeugnisse ergibt sich bei den Massi Avelli. Das sind antike Gräber, die in eiszeitliche Findlinge gehauen wurden; hier stehen Grabform und Findling selbst im Mittelpunkt.

Pietra Pendula und Wanderwege

Die Pietra Pendula ist ein großer Findling in Pilzform. Der Ghiandone aus dem Val Masino ruht auf einer schmalen Basis aus örtlichem Kalkstein, die kleiner als der Findling ist. So lässt sich die Form des markanten Steins zugleich über seine beiden Bestandteile beschreiben: den Findling und den Kalkstein, der ihn trägt.

Die Rundwanderung zur Pietra Pendula beginnt und endet am Parkplatz Piazza Caronti in Torno. Die Wanderroute erreicht Montepiatto über den gepflasterten Saumpfad „la drizza“. Der Ausgangspunkt ist über die Haltestelle Piazza Caronti in Torno mit den Buslinien C30, C31 und C32 oder per Schiff über den Schiffsanleger von Torno erreichbar. Wenn Sie Bus oder Schiff nutzen möchten, ist es sinnvoll, den aktuellen Fahrplan vor der Abfahrt zu prüfen.

Davon zu unterscheiden ist die Strada Regia: Der etwa 35 Kilometer lange historische Weg verband die Dörfer am Ostufer des Triangolo Lariano von Como bis Bellagio. Der als Spazierweg beschriebene Abschnitt ist nahezu vollständig für Fußgänger ausgelegt. Für die Planung hilft es, die Größenordnung des historischen Weges von den Angaben zu diesem Abschnitt und von der Rundwanderung zur Pietra Pendula auseinanderzuhalten: Es handelt sich um unterschiedliche Wegbezüge, nicht um dieselbe Strecke.

Damit stehen für eine Reise nach Torno verschiedene Interessen nebeneinander: der historische Dorfkern mit seinen Gassen, Kirchen und Kunstwerken sowie Wanderwege mit benannten Startpunkten und Zielen. Die Route zur Pietra Pendula lässt sich anhand ihrer Runde, des Weges über „la drizza“ und der genannten Anreiseoptionen einordnen. Die Strada Regia eröffnet dagegen einen längeren historischen Zusammenhang zwischen den Dörfern am östlichen Ufer des Triangolo Lariano.

Weitere Reiseziele entdecken: Acquaseria, Civenna, Pusiano, Canzo, Anzano Del Parco, Caglio, Maslianico, Careno.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Como.

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