Zum Inhalt

Am Bergoratorium San Lucio liegt die schweizerisch-italienische Grenze ungewöhnlich nah: Das Oratorium steht auf 1542 Metern auf italienischer Seite, etwa drei Meter vom Grenzstein entfernt. Auch die Wanderungen in Val Rezzo unterscheiden sich im Maßstab: von einem Weg zur Kapelle, der rund 30 Minuten dauert, bis zu einer Route durch vier Täler.

Wandern zwischen Tälern und Kapellen

Der Sentiero delle 4 Valli ist etwa 45 Kilometer lang und führt durch Val Sanagra, Val Cavargna, Val Rezzo und Valsolda. Er beginnt in Breglia und endet in Dasio. Die Angaben zu Start, Ziel und Länge geben der Route einen klaren Rahmen für die Planung einer mehrtaligen Wanderung.

Einen kürzeren, zeitlich benannten Weg bietet die Wanderung Buggiolo–San Lucio: Sie beginnt in Dasio und erreicht nach etwa 30 Minuten die der Madonna del Cepp geweihte Kapelle auf 1330 Metern. Die Zeitangabe bezieht sich auf den Weg bis zur Kapelle. Ihre steinerne Struktur und der markante Glockenturm mit rundem Grundriss machen sie auch architektonisch zu einem eigenständigen Ziel.

Wald, Pass und Wiese

Auf dem Sentiero delle 4 Valli markiert der Passo Stretto auf 1102 Metern den Übergang zwischen Val Rezzo und Valsolda. Der Wegabschnitt zwischen den beiden Tälern führt durch einen Buchenwald, der von Kalkblöcken durchsetzt ist, und erreicht anschließend Pralungo auf 1116 Metern. Dort liegt eine langgestreckte, ebene Wiese mit einem Bach. Pass, Wald und Wiese geben diesem Teil der Route unterschiedliche landschaftliche Bezugspunkte.

Eine weitere Waldroute führt von Dasio zum Rifugio San Lucio. Auf diesem Weg wechseln sich Buchen- und Birkenwälder ab. Wer verschiedene Wanderungen betrachtet, findet damit sowohl einen mehrtaligen Verlauf als auch Routen, deren beschriebene Merkmale in den Wäldern rund um Dasio liegen.

San Lucio und die Bergblicke

Auch die Fresken im Oratorio di San Lucio erzählen von einer langen örtlichen Geschichte: Sie stammen aus dem Zeitraum vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. Zusammen mit der besonderen Grenzlage und der Höhe ist das Oratorium ein markanter Kultur- und Landschaftspunkt. Die Madonna del Cepp setzt dazu einen anderen Akzent: Ihre steinerne Struktur und der runde Grundriss des Glockenturms prägen die Erscheinung der Kapelle.

Vom Gipfel des Monte Garzirola sind große Teile des Schweizer Gebiets der Val Morobbia, die lombardischen Seen und die Gipfel der Zentralalpen zu sehen. Der Gipfel des Sasso della Porta eröffnet einen anderen Blick: über Val Cavargna, die umliegenden Berge und die Ebene zwischen den Seen von Piano und Lugano. Die genannten Aussichtsbereiche helfen, die beiden Bergziele nach ihrem jeweiligen Landschaftsbezug zu unterscheiden.

Startpunkte und praktische Orientierung

Der Giro del Monte Garzirola führt von Buggiolo in Val Rezzo auf einer land- und forstwirtschaftlich genutzten Straße zum Oratorio di San Lucio. Wegoberfläche und Wetterbedingungen können variieren. Für den Giro gibt es knapp oberhalb von Buggiolo in der Ortschaft Dasio eine Parkmöglichkeit. Da ihre Kapazität variieren kann, lohnt es sich, vor der Anfahrt die Parksituation zu prüfen.

Auch die Wanderung zum Sasso della Porta beginnt in Dasio, einer Ortschaft von Val Rezzo. Die verschiedenen Startpunkte und Ziele bieten eine konkrete Grundlage, um die eigenen Wanderpläne für einen Aufenthalt in Val Rezzo zu ordnen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Como.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele

Weitere Orte unter demselben Reiseziel: