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Fünf Jahrhunderte Geigenbau – von Stradivari bis zur Gegenwart – geben Cremona einen klaren kulturellen Schwerpunkt. Im Museo del Violino begegnen Sie dieser Geschichte durch Stradivari-Exponate und die Rekonstruktion einer Geigenbauwerkstatt. Der traditionelle Geigenbau in Cremona ist als immaterielles UNESCO-Kulturerbe geschützt. So reichen die Einblicke vom einzelnen Instrument über Werkstattwissen bis zum kulturellen Stellenwert der Tradition.

Geigenbau aus nächster Nähe

In Cremonas Geigenbauwerkstätten können Besucher einen Teil der Herstellung eines Streichinstruments beobachten und den Erklärungen eines Geigenbaumeisters zuhören. Der Fremdenverkehrs-Infopoint bietet täglich geführte Besichtigungen der Stadt und der Werkstätten an. Für den Werkstattbesuch sollte der Zugang über diesen Service vereinbart werden. Prüfen Sie Termine und Verfügbarkeit vorab, denn Zeitpläne können sich ändern.

Vom Torrazzo zu Kunst und Theater

Der Aufstieg auf den Torrazzo führt über 502 Stufen bis zu einer obersten Terrasse mit 360-Grad-Panorama. Im Turm befindet sich außerdem das Museo Verticale: Der Ausstellungsparcours behandelt Astronomie, Zeitmessung sowie Geschichte und Funktionsweise der astronomischen Uhr. Hier verbinden sich der Weg hinauf und die Beschäftigung mit dem Zeitwissen der Uhr. Da sich Zugangsbedingungen ändern können, empfiehlt es sich, diese vor dem Besuch zu prüfen.

Einen anderen Blick auf Kunst bietet das Museo Civico Ala Ponzone. Seine Abteilung zum Mittelalter und Quattrocento umfasst Skulpturen, abgenommene Fresken, Deckentafeln und eine umfangreiche Auswahl von Werken aus dem Umfeld der Familie Bembo. Auch das Teatro Amilcare Ponchielli lässt sich als historisches Gebäude und als besuchbarer Ort erleben: Sein heutiges Gebäude stammt aus dem Jahr 1808. Zuschauerraum, königliche Loge, Bühne und Künstlergarderoben können besichtigt werden; der Zugang hängt von der künstlerischen Aktivität ab und kann eine Buchung erfordern.

Routen zwischen Stadt und Provinz

Die Radrouten Cremonas verbinden das Stadtzentrum mit der Landschaft und den Dörfern der Provinz. Die Route Lungo i Navigli Cremonesi führt durch den nordwestlichen Teil der Provinz, entlang der Treidelwege des Naviglio civico di Cremona aus dem 14. Jahrhundert und des Canale Vacchelli aus dem 19. Jahrhundert. Sie umfasst auch den hydraulischen Komplex Tombe Morte–Tredici Ponti. Zu 80 Prozent verläuft sie auf geschützten Radwegen, ansonsten auf Nebenstraßen mit geringer Verkehrsdichte. Streckenbedingungen und Sicherheitsvorkehrungen können sich ändern; prüfen Sie diese vor Ort, bevor Sie losfahren.

Die Route Ciclabile delle città murate führt an Aussichtspunkten an Adda und Oglio, den natürlichen Hängen ihrer Flusstäler und dem hydraulischen Knoten Tombe Morte–Tredici Ponti vorbei. So stehen bei den Routen unterschiedliche Aspekte im Vordergrund: Beim Lungo i Navigli ist der Wechsel zwischen Radwegen und Nebenstraßen beschrieben, während die Ciclabile delle città murate Flussblicke und Landschaftsformen verbindet.

In der näheren Umgebung bietet der Parco del Po e del Morbasco drei Erholungsrouten entlang des Cavo Morta, des Morbasco und des Po. Die Morbasco-Route erreicht über den Uferdamm die Via del Sale in Cremona. Unterwegs führt sie an Wiesen, kleinen Pappelbeständen und Auwald mit dichter Strauchvegetation vorbei. Saisonale Bedingungen können das Landschaftsbild verändern.

Geschichte und regionale Besonderheiten

In Soncino zeigt das Museo della Stampa Druckpressen, Setzkästen und Schriftkästen in der sogenannten Casa degli Stampatori. Die Drucker von Soncino stellten 1488 eine vollständige Bibel her. Die Rocca Sforzesca di Soncino besitzt mehrere unterirdische Räume, darunter ein ehemaliges Gefängnis, sowie eine interne Treppe vom Untergeschoss zum Torre del Capitano. In Pizzighettone sind die Innenbereiche und Wehrgänge der Mauern nahezu vollständig wiederhergestellt und besuchbar. Im wiederhergestellten Areal der ehemaligen Verteidigungsanlage kann man spazieren; in begehbaren Bastionsräumen finden Veranstaltungen und Ausstellungen statt.

Auch regionale Erzeugnisse geben einen eigenen Blick auf das Cremoneser Gebiet: Sechs dort hergestellte Käsesorten tragen die geschützte Ursprungsbezeichnung DOP – Grana Padano, Provolone Valpadana, Taleggio, Quartirolo Lombardo, Gorgonzola und Salva Cremasco.

Anreise und Orientierung

Der Bahnhof von Cremona wird von Trenitalia bedient; öffentliche Verkehrsmittel erschließen das historische Zentrum. Buslinien und Fahrpläne können sich ändern, daher lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Verbindungen. Für die Anreise mit dem Auto liegt Cremona an der Autobahn A21. Die Ausfahrten Cremona und Castelvetro Piacentino ermöglichen den Zugang aus Norden beziehungsweise Süden. Prüfen Sie auch aktuelle Straßenbedingungen und Zugangsinformationen, wenn Sie Ihre Anreise planen.

Weitere Reiseziele entdecken: Soncino, Cremona, Costa Santʼ Abramo, Castelleone, Casalmaggiore, Corte De' Frati, Cicognolo, Crema, Drizzona, Stagno Lombardo, Torlino Vimercati, Torre De' Picenardi, Montodine, Pieve D'olmi, San Bassano, Gerre De' Caprioli, Sospiro, Bordolano, Motta Baluffi, Moscazzano, Castel Gabbiano, Credera, Vaiano Cremasco, Cansero, Gussola, Rivarolo Del Re, Spino D'adda, San Latino, Offanengo, Ca' De' Mari, Battaglia, Casteldidone, Pizzighettone, Soresina, Vailate, Cignone, Bagnolo Cremasco, Agnadello, San Giovanni in Croce, Boschetto, Pescarolo ed Uniti.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lombardei.

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