Zum Inhalt

Lonate Pozzolo bietet einen Landschaftsschwerpunkt mit der Via Gaggio und mehrere konkrete Zugänge zur Bau- und Ortsgeschichte. Der vier Kilometer lange Weg beginnt und endet in der Gemeinde, an der Eisenbrücke über den Ticino. Ergänzend stehen ein Besucherzentrum, Kirchen und das Monastero di San Michele im Mittelpunkt. So können Sie bei der Planung abwägen, ob Ihr Interesse eher dem Weg und der Landschaft oder den historischen Bauwerken gilt.

Die Via Gaggio und das Ticino-Tal

Die Via Gaggio ist vier Kilometer lang. Sie beginnt in Lonate Pozzolo und endet dort an der Eisenbrücke über den Ticino. Der erste Abschnitt führt bis zum Centro Parco „Ex Dogana Austroungarica“ und ist breit und flach. Er verläuft durch Wälder aus Stieleichen, Robinien und Waldkiefern. Diese Angaben geben dem Anfang der Strecke einen konkreten Charakter: Hier stehen sowohl die Wegbeschaffenheit als auch die unterschiedlichen Baumarten im Blickpunkt.

Zur Via Gaggio gehört außerdem die Schleifen-Abzweigung „Percorso sensoriale“. Sie ist insbesondere für Menschen mit Hörbeeinträchtigung vorgesehen. Damit ist neben dem Hauptweg eine eigens benannte Variante Teil des beschriebenen Wegangebots.

Centro Parco „Ex Dogana Austroungarica“

Das Centro Parco befindet sich in Tornavento am Rand einer Flussterrasse und liegt aussichtsreich über dem Ticino-Tal. Der Blick über das Tal ergänzt den Weg durch eine weitere Landschaftsperspektive. Zugleich bietet das Besucherzentrum Informationen über den Park, die Wanderwege sowie historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten.

Zum Centro Parco gehört auch ein musealer Ausstellungsrundgang mit den Sälen Geologie, Archäologie und Samen. Damit treffen an diesem Ort Besucherinformation und Ausstellung aufeinander: Sie können sich über den Park und seine Wege orientieren und zugleich diese drei Themen im Rundgang kennenlernen. Wenn Sie den Ausstellungsbesuch einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Öffnungszeiten.

Baugeschichte und Ortsgeschichte

Auch die Kirchen setzen unterschiedliche historische Zeitmarken. Die Chiesa di Sant'Ambrogio stammt aus dem Jahr 1499 und wurde 1560 erweitert. Vor der Chiesa di Sant'Eugenio kam 1900 ein Portikus hinzu. Für Tornavento ist außerdem eine Erwähnung aus dem Jahr 1398 überliefert: In der Pieve di Dairago erscheint eine „capella de Tornavento“.

Eine längere Entwicklungsgeschichte hat das Monastero di San Michele. Eine Gruppe Augustinerinnen gründete es 1290; es gilt als bedeutendes Beispiel lombardischer Renaissancearchitektur. Die Gemeinde Lonate Pozzolo erwarb das Kloster 1983. Nach einer Restaurierung wurde das Gebäude zum Sitz der Gemeindebibliothek. Für Ihre Besuchsplanung ist die Zugänglichkeit wichtig: Das Monastero ist nur teilweise für alle zugänglich und verfügt derzeit weder über einen Aufzug noch über eine Zugangsrampe.

Auch die Piazza Parravicino bietet einen Blick über das Ticino-Tal. Bei ihrer Neugestaltung wurde 1997 ein Belvedere hinzugefügt. Zusammen mit der aussichtsreichen Lage des Centro Parco ergibt sich so ein weiterer Landschaftsbezug, während die Kirchen und das Monastero vor allem Bau- und Nutzungsgeschichte vermitteln. Die Jahreszahlen beziehen sich auf unterschiedliche Vorgänge: Gründung, Erweiterung, Errichtung eines Portikus, kommunalen Erwerb und Neugestaltung eines Platzes.

Weitere Reiseziele entdecken: Leggiuno, Dumenza, Varano Borghi, Monvalle, Corgeno, Arcumeggia, Ranco, Mercallo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Varese.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.