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Cercemaggiore liegt fächerförmig am Hang des Monte S. Maria und überblickt das weitläufige Tal des Alto Tammaro. Mittelalterlicher Ortskern, Kirchenkunst und der Endpunkt des Cammino dell’Acqua eröffnen verschiedene Perspektiven auf den Ort.

Hanglage und mittelalterlicher Ortskern

Im historischen Zentrum ist ein Teil der ursprünglichen mittelalterlichen Stadtstruktur erhalten. An der Westseite ist die Porta dei Rocchi als erhaltenes Stadttor sichtbar. Zusammen mit der Hanglage und dem Blick über das Tal bilden diese Merkmale einen konkreten Rahmen, um Cercemaggiore sowohl als Landschaftsort als auch über seine historische Struktur kennenzulernen.

Kirchen, Bauformen und Kunstwerke

Die Parrocchia S. Maria della Croce wurde etwa im 12. Jahrhundert gegründet. Ihr Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes stammt aus dem Jahr 1582; außerdem bewahrt die Kirche Fresken aus dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert. Auch die sterblichen Überreste des San Vincenzo Martire werden hier aufbewahrt, in einer Metallurne. Gründungszeit, späterer Grundriss, Malerei und religiöse Verehrung kommen so in der Geschichte eines Bauwerks zusammen.

Die Chiesa di Santa Maria a Monte wurde etwa in der Mitte des 13. Jahrhunderts gegründet. Sie bewahrt einen spätromanischen Charakter mit einem kunstvoll gearbeiteten Portal und beherbergt eine Marmorskulptur der Himmelfahrt Mariens aus dem 18. Jahrhundert. In der Chiesa di S. Rocco wird eine um 1766 entstandene Holzskulptur der Immacolata von Paolo Saverio Di Zinno bewahrt. Im Vergleich zeigen die Kirchen unterschiedliche Akzente: vom spätromanischen Portal über Fresken aus dem 16. und 17. Jahrhundert bis zu Skulpturen des 18. Jahrhunderts.

Befestigungen, Burg und Wallfahrt

Il Castello o Palazzo Marchesale wurde in normannischer Zeit etwa in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts erbaut. Eine andere historische Zeitschicht zeigt Monte Saraceno mit seiner doppelten befestigten Anlage aus samnitischer Zeit. Diese Anlage ist durch einen archäologischen Schutzbeschluss vom 30. Juni 1978 geschützt. Bei Ausgrabungen auf dem Monte Saraceno wurden zudem zwei Haupttore freigelegt. Sie liegen an einem alten Weg, der von Westen nach Osten über den Berg verläuft. Burg und befestigte Anlage lassen sich so zeitlich unterscheiden, ohne ihre verschiedenen Orte und Geschichten zu vermischen.

Im Jahr 1412 fand ein Bauer die Statue der Madonna della Libera; anschließend errichteten die Dominikaner das Heiligtum. Das Fest der Madonna della Libera wird am 1. und 2. Juli gefeiert. Damit ergänzt die Wallfahrtsgeschichte die baulichen und archäologischen Themen um einen eigenen religiösen Bezug.

Der Cammino dell’Acqua: Gesamtweg und letzte Etappe

Der Cammino dell’Acqua ist etwa 60 Kilometer lang. Er beginnt an der Basilica Minore dell’Addolorata in Castelpetroso und endet am Santuario di Santa Maria della Libera in Cercemaggiore. Für den Maßstab der Reiseplanung ist die letzte Etappe gesondert beschrieben: Sie führt von Cercepiccola nach Cercemaggiore, ist 4,30 Kilometer lang, dauert etwa 1 Stunde und 10 Minuten und ist mit dem Schwierigkeitsgrad E eingestuft. Nach einem etwa 1,5 Kilometer langen Schlussanstieg führt die Etappe bis zu den Toren des Heiligtums. Der Cammino kann zu jeder Jahreszeit und in beiden Gehrichtungen begangen werden. So stehen die ungefähre Länge des gesamten Weges und die konkreten Angaben zur letzten Etappe als unterschiedliche Planungsmaßstäbe nebeneinander.

Wenn Sie ein Hotel in Cercemaggiore suchen, können Sie zunächst zwischen einem kulturgeschichtlichen Aufenthalt und einer Reise rund um den Zielpunkt des Cammino dell’Acqua unterscheiden. Die Kirchen und der Ortskern setzen dabei einen anderen Schwerpunkt als die Wanderroute und ihre letzte Etappe.

Weitere Reiseziele entdecken: San Massimo, Montefalcone nel Sannio, Portocannone, Montagano, Guardialfiera, Sepino, Montenero Di Bisaccia, Palata.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Campobasso.

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