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Am östlichen Rand des unteren Monferrato liegt Pecetto auf einem Hügelsporn, der zur rechten Uferseite des Po abfällt. Etwas flussabwärts mündet der Tanaro in den Po. Vom Gipfel des Bric Montariolo reicht der Blick über die Po-Ebene von den Apenninen bis zu den Alpen. Bei Pecetto tritt außerdem Tripoli zutage: ein Sedimentgestein, das durch die langsame Ablagerung von Schalen mikroskopisch kleiner Foraminiferen und Kieselalgen entstand.

Orchideenlandschaft und Wege

Das geschützte Gebiet Bric Montariolo erstreckt sich größtenteils über das Gemeindegebiet von Pecetto di Valenza. Im Naturreservat wurden 13 wild wachsende Orchideenarten erfasst; der Schutzbereich wurde hauptsächlich eingerichtet, um die große Zahl dieser Pflanzen zu bewahren. So prägen Orchideen sowohl die Landschaft als auch eine konkrete Wanderempfehlung.

Der Sentiero Pecetto - Bric Montalbano beginnt an der Pfarrkirche von Pecetto und führt über die Via Menada zur Talstraße. Nach etwa 700 Metern auf asphaltierter Strecke geht es auf einem ansteigenden unbefestigten Weg weiter. Beim Rundweg Tra le orchidee di Bric Montariolo sind andere Wegmerkmale genannt: Die einfache, vom CAI ausgeschilderte Wanderung führt vom historischen Ortszentrum über die Markierung 627 zu den Sportanlagen des Ortes. Für diesen Rundweg wird der Frühling empfohlen, wenn die wild wachsenden Orchideen blühen. Damit stehen für die Planung unterschiedliche Hinweise bereit: beim Sentiero der Wechsel von Untergrund und Anstieg, beim Rundweg die einfache Einstufung und der saisonale Bezug. Prüfen Sie vor Ihrer Wanderung die Wegbedingungen, denn sie können sich ändern.

Römische Spuren und historische Bauwerke

Pecetto wird mit der antiken römischen Siedlung Pecetum Valentinum identifiziert. In der Umgebung werden römische Mauerreste einer großen Villa beziehungsweise eines großen landwirtschaftlichen Komplexes zugeschrieben. In der Ortschaft Pellizzari wurde römisches Straßenpflaster gefunden, das möglicherweise zu einem Abzweig der Via Giulia gehörte, die von Asti nach Valenza führte. Bei diesem Fund bleibt die Verbindung zur Straße ausdrücklich eine Möglichkeit.

Auch die Bauwerke des Ortes verweisen auf verschiedene Epochen. Die Pfarrkirche Santa Maria ist ein Nationaldenkmal im lombardischen Barockstil und wurde 1739 errichtet. Auf dem zentralen Platz wurde 1920 ein Marmordenkmal für Giuseppe Borsalino errichtet, geschaffen vom Bildhauer Luigi Contratti. Vom ehemaligen Feudalschloss von Pecetto sind die Ruinen eines Turms erhalten. Die Certosa ist ein Beispiel der Renaissancearchitektur mit einem breiten Portikus, der von Säulen aus toskanischem Granit getragen wird. Der Palazzo De Questore aus dem 17. Jahrhundert zeugt vom guten Geschmack früherer Pecetto-Familien.

La Rocca am oberen Ortsrand bewahrt Reste von Befestigungsmauern und umfasst einen kleinen botanischen Garten mit Pflanzen des Monferrato. Weitere kulturelle Anknüpfungspunkte bietet die Biblioteca civica Giuseppe Borsalino: Sie verfügt über Bücher, Zeitschriften und multimediale Ressourcen und dient als Kulturzentrum für Veranstaltungen, Konferenzen, Buchvorstellungen sowie Aktivitäten für Kinder und Erwachsene. Die Fossilausstellung führt Besucherinnen und Besucher mit didaktischen Tafeln, inszenierten Darstellungen und Dioramen in die Paläontologie ein.

Für die Wahl eines Aufenthaltsschwerpunkts stehen Natur und Ortsgeschichte als konkrete Möglichkeiten nebeneinander. Der Frühling gibt dem Orchideen-Rundweg einen saisonalen Bezug; Kirchen, Palazzi und römische Fundhinweise prägen die kulturhistorische Seite. Wenn Sie ein Hotel in Pecetto suchen, können diese Interessen dabei helfen, vorab zu entscheiden, welches Thema Ihren Aufenthalt bestimmen soll.

Weitere Reiseziele entdecken: Spinetta Marengo, Treville, Solonghello, Gabiano, Silvano D'orba, Sant'Agata Fossili, Lu, Murisengo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alessandria.

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